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Mehr Netto am Lohnzettel

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Der italienische Haushalt bringt eine Senkung der Einkommensteuer. In der Tasche bleiben bis zu 800 Euro mehr.

von Heinrich Schwarz

Das italienische Haushaltsgesetz 2022 ist verabschiedet. Die größte Neuerung ist die Reform der Einkommensteuer Irpef. Ab dem 1. Januar 2022 sinkt die Anzahl der Irpef-Steuersätze von fünf auf vier, wobei die Sätze gesenkt werden.

Für besteuerbare Einkommen bis 15.000 Euro bleibt der Steuersatz bei 23 Prozent, während er im Bereich zwischen 15.000 und 28.000 Euro von 27 auf 25 Prozent sinkt. Das Einkommen zwischen 28.000 und 50.000 Euro wird künftig mit 35 Prozent besteuert. Bisher waren es 38 Prozent bis 55.000 Euro.

Der Steuersatz von 41 Prozent, der bisher für Einkommen zwischen 55.000 und 75.000 Euro galt, verschwindet. Stattdessen wird der Höchststeuersatz von 43 Prozent bereits ab 50.000 statt bisher 75.000 Euro angewandt.

Neu geregelt wird auch das System der Steuerabzüge. Das soll dazu führen, dass allen Einkommensklassen im kommenden Jahr mehr Netto vom Brutto bleibt.

Von der Steuerreform soll vor allem der Mittelstand profitieren, der bisher aufgrund des rapiden Steuersatz-Überganges von 27 auf 38 Prozent benachteiligt war. Die Simulationen der Auswirkungen zeigen, dass der Mittelstand effektiv den größten Vorteil haben wird.

So können Bürger mit einem besteuerbaren Einkommen zwischen 42.000 und 54.000 Euro im Schnitt mit einer jährlichen Steuererleichterung von 765 Euro rechnen, teilweise können es auch 800 Euro und mehr sein – oder auch weniger. Im Bereich zwischen 30.000 und 42.000 Euro sind es im Schnitt 330 Euro.

Bürger mit Einkommen unter 30.000 Euro, die bisher bereits von den Steuerboni profitierten, können mit einer Erleichterung von jährlich rund 200 Euro rechnen – je nach Situation aber auch mit deutlich mehr oder aber weniger. Ab 54.000 Euro sinkt die Steuererleichterung nach und nach von über 500 auf unter 300 Euro (siehe auch Grafik).

In den Genuss einer Steuererleichterung kommen auch Freiberufler und Einzelunternehmer: Für sie wird die Wertschöpfungssteuer IRAP abgeschafft.

Im Staatshaushalt sind weiters fast vier Milliarden Euro vorgesehen, mit denen die massiven Preisanstiege für Strom und Gas abgefedert werden sollen.

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