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Hotel Ex-Upim

Luis Walcher

Der Bozner Stadtrat genehmigt den Wiedergewinnungsplan für das frühere Upim-Gebäude in der Postgasse. Dort soll ein Low-Cost-Hotel mit 90 Zimmern entstehen.

Von Thomas Vikoler

Seit acht Jahren steht das Gebäude in der Altstadt, in dem einst die erste Rolltreppe der Landeshauptstadt betrieben wurde, leer. Das Kaufhaus Upim-Rinascente zog 2013 wegen der hohen Miete von einer halben Million Euro aus.

Am Mittwoch schaffte der Bozner Stadtrat die rechtlichen Voraussetzungen für eine neue Wiederverwendung des teilweise unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes in unmittelbarer Nähe des Bozner Domes, des Post-Gebäudes und des Max-Valier-Hauses: Aus dem Ex-Upim soll ein Hotel mit 90 Zimmern werden.

Der Stadtrat genehmigte einen Antrag auf Abänderung des Wiedergewinnungsplanes für die A2-Zone, die vornehmlich zwei bekannten Unternehmern gehört: Heinz Peter Hager, Stadthalter des österreichischen Immobilienmagnaten René Benko und Eigentümer des benachbarten Palais Pock am Musterplatz, und Robert Pichler, Inhaber des Unternehmens Alimco und als Eigentümer des Hotel Greif am Waltherplatz bereits in der Hotelbranche tätig.

Hager und Pichler haben den Ex-Upim-Komplex im Jahre 2017 um neun Millionen Euro erworben, nun wollen sie rund sechs Millionen in ein Hotel mit 90 Zimmern investieren. Ein Hotel mit vergleichsweise moderaten Preisen ohne Restaurant.

„Es handelt sich um ein komplexes Wiedergewinnungsprojekt, auch weil es mehreren Eigentümern gehört und aus verschiedenen Losen bzw. acht Gebäuden besteht, einige davon unter Denkmalschutz und Ensembleschutz. Die Fassade zur Postgasse mit den charakteristischen Bögen im Erdgeschoß muss erhalten bleiben“, erläutert Bozens Vizebürgermeister und Urbanistikstadtrat Luis Walcher, der den Änderungsantrag zum Bauleitplan im Stadtrat eingebracht hatte.

Er weist darauf hin, dass die Nutzer des Hotels aus verkehrstechnischen Gründen nicht bis vor den künftigen Hoteleingang fahren dürfen. Die „Anreise“ muss zu Fuß erfolgen.

Walcher begrüßt es, dass im Stadtzentrum in ein Hotel investiert werde: „Es ist schade, dass das Ex-Upim-Gebäude lange ungenutzt blieb. Nun besteht die Möglichkeit, es aufzuwerten. Die Stadt braucht Hotels, denn das Airbnb-Angebot ist mehr als ausreichend“.

Der Vizebürgermeister zeigt sich zufrieden, dass der Wirtschaftsberater und Unternehmer Heinz Peter Hager bei diesem Projekt engagiert – diesmal nicht als Benko-Statthalter.

Einen der Gemeinde bekannten Zeitplan für die Realisierung des Hotels gibt es bisher nicht, nach dem Abschluss des Dienstweges für die Bauleitplanänderung muss ein Ausführungsprojekt von der Baukommission genehmigt werden. Planer der gemeinsamen Gesellschaft von Hager und Pichler sind die beiden Bozner Architekten Andrea Saccani und Michele Stramandinoli.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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