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Fleißige Blutspender

Sabes-Generaldirektor Zerzer, LR Widmann und AVIS-Präsident Massardi

Die Zusammenarbeit zwischen Land, Südtiroler Sanitätsbetrieb und der Blutspendevereinigung AVIS wird verlängert. In Südtirol sind die Blutspenden höher als der Bedarf.

Kürzlich hat die Landesregierung zugestimmt, die Vereinbarung mit der Blutspendevereinigung AVIS zu verlängern und außerdem den Blutplan des Landes genehmigt. Dieser definiert unter anderem Qualitätsstandards und organisatorische Details, um die landesweite Versorgung mit Blut, Plasma und Blutplättchen sicherzustellen. Mit Beschluss der Landesregierung wird der Vertrag mit AVIS um drei Jahre bis 2024 verlängert. Kürzlich haben nun Gesundheitslandesrat Thomas Widmann, der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes (Sabes) Florian Zerzer und AVIS-Präsident Diego Massardi die Vereinbarung unterzeichnet.

Der Verein AVIS (Associazione Volontari Italiani del Sangue) ist aktuell die einzige Blutspendevereinigung in Südtirol. „Die Organisation AVIS leistet einen essenziellen Dienst im Bereich der Blut- und Plasmaversorgung im Land. Dank ihrer Arbeit können wir Patientinnen und Patienten mit dem lebenswichtigen Gut versorgen“, sagt Gesundheitslandesrat Widmann.

„Unser Verein ist in Südtirol sehr gut aufgestellt: Wir haben sechs aktive Gemeindesektionen, in denen jedes Jahr fast 19.000 Personen ihr Vollblut, Blutplasma und Blutplättchen spenden“, berichtet AVIS-Präsident Massardi und unterstreicht: „Wir freuen uns daher, dass die Landesregierung die Zusammenarbeit weiter unterstützt und die Vereinbarung verlängert wurde. Die Blutspende ist eine wichtige Säule in unserem Gesundheitssystem, und unser Verein setzt sich jeden Tag dafür ein, das Bewusstsein und die Bereitschaft zum Blutspenden in der Bevölkerung zu erhöhen.“

Südtirol ist im Bereich der Blutversorgung autonom, da die Spenden höher sind als der tatsächliche Bedarf. Zum Vergleich: Auf gesamtstaatlicher Ebene werden durch die von AVIS gesammelten Spenden rund 70 Prozent des Blutbedarfs abgedeckt. „Die guten Ergebnisse in Südtirol sind in erster Linie der Sensibilität der Bevölkerung, dem Einsatz des AVIS sowie seiner Verankerung im Lande zu verdanken. Die Bereitschaft, Blut zu spenden, ist hierzulande sehr hoch. Oft wird mehr Blut gespendet, als hier benötigt wird – dies kommt dann anderen Regionen zugute“, sagt Sabes-Generaldirektor Zerzer und bedankt sich bei Cinzia Vecchiato, Primaria des betrieblichen Dienstes für Immunhämatologie und Bluttransfusion, die diese Vereinbarung gemeinsam mit den zuständigen Landesämtern unterstützt und vorbereitet hat.

Im Zuge der Verlängerung des Vertrages mit AVIS wurde auch der Blutplan des Landes genehmigt. Dieser soll unter anderem die Selbstversorgung mit Blutbestandteilen und Plasmaderivaten im Land sicherstellen – auch in Dringlichkeits- und Notfällen sowie für Patientinnen und Patienten mit seltenen Blutgruppen. Zudem werden darin die Kriterien festgelegt, um andere Provinzen und Regionen bei Versorgungsengpässen unterstützen zu können.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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