Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » „Erfolgreiche Aktion“

„Erfolgreiche Aktion“

Mit fast 14.000 Euro wurde die „Barbianer Hornochs“-Initiative eine der erfolgreichsten landwirtschaftlichen Crowdfunding-Initiativen überhaupt.

Die Idee ist so genial wie einfach: Der Jungbauer und Forscher an der Freien Universität Bozen, Thomas Zanon, mästet auf seinem Lukashof in Barbian junge Stierkälber, die auf dem Tantscherhof von Matthias Ploner in Lajen geboren werden. Denn für männliche Jungtiere gibt es auf einem Milchwirtschaftsbetrieb kaum Verwendung.

Doch während anderswo diese Tiere nach wenigen Wochen teilweise zu Billigstpreisen verkauft werden, gehen Zanon und Ploner einen anderen Weg. Die Jungtiere werden am Lukashof zwei bis drei Jahre artgerecht aufgezogen. In dieser Zeit leben sie von Frühling bis Herbst auf der Weide und bekommen dort frisches Gras und Almkräuter. Im Winter werden sie hauptsächlich mit hofeigenem Heu gefüttert. Nach der langen Mastzeit werden die Ochsen anschließend von einem befreundeten Metzger in Lajen fachgerecht zu küchenfertigen Fleischpaketen verarbeitet. „Mit diesem Konzept versuche ich den regionalen Kreislauf der Milchwirtschaft zu schließen und den Konsumentinnen und Konsumenten ein wertvolles, qualitativ hochwertiges Produkt anzubieten“, erklärte Thomas Zanon.

Und das Konzept hat die Verbraucher überzeugt: „117 Konsumentinnen und Konsumenten haben Gefallen an der Idee von Thomas Zanon gefunden und den Umbau des Stalles mit insgesamt 13.740 Euro unterstützt. Der Stall soll nicht nur tiergerechter werden, sondern auch den Kälbern noch mehr Tierwohl bieten“, sagte Marion Götsch, Mitarbeiterin der Abteilung Innovation & Energie im Südtiroler Bauernbund, die Thomas Zanon in Zusammenarbeit mit der Abteilung Innovation & Neue Märkte des lvh.apa – Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister begleitet hat.

Als Dank erhalten die 117 Unterstützerinnen und Unterstützer im kommenden Jahr u. a. verschiedene Pakete mit Fleisch der „Barbianer Hornochsen“.

Für die Zukunft hofft Zanon auf viele neue Kundinnen und Kunden, die Qualitätsfleisch aus lokaler Herkunft schätzen und die Idee unterstützten möchten. „Wir möchten auch in Zukunft unser Konzept nach außen tragen und viele davon überzeugen. Wir haben schon einige Ideen in Umsetzung, mit welchen wir Interessierten unseren Betrieb und unsere Produkte näherbringen möchten“, sagte Zanon.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

Lesen Sie die Netiquette und die Nutzerbedingungen

  • brunelleschi

    Ich bin für artgerechte Tierhaltung, sowie auch Schlachtung.
    Warum müssen in Südtirol geborene, und gemästete Tiere nach Restitalien oder Ausland zu Spottpreisen verramscht werden, um anschließend schlechte Fleisch- und Wurstwaren aus der halben Welt zukaufen.
    Hauptsache günstig!
    Ich kaufe fast nur noch beim Direktvermarkter.
    Als kleines Beispiel dienen die Ultner Lammwochen vor einigen Jahren, bei denen Lammspezialitäten angeboten wurden. Tatsache war aber, dass das Lammfleisch tiefgefroren aus Neuseeland stammte. Halt eben Gewinnoptimierung.

  • batman

    Von der Würde der Tiere von Dirk C. Fleck

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2021 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Privacy Policy | Netiquette & Nutzerbedingungen | AGB | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen