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„Ende der Pelztierhaltung“

Julia Unterberger (EPA/Augusto Casasoli/ POOL)

In Italien wird die Pelztierhaltung mit 1. Jänner endgültig abgeschafften. Für SVP-Senatorin Julia Unterberger ist das eine gute Nachricht.

„Dank eines unserer Abänderungsanträge zum Haushaltsgesetz wird Italien mit 1. Jänner 2022 die Pelztierzucht endgültig abschaffen. Dies ist eine sehr wichtige Errungenschaft in den Bemühungen für mehr Schutz und Respekt gegenüber den Tieren“. Dies betont SVP-Senatorin Julia Unterberger, eine der Promotorinnen des von Loredana De Petris eingebrachten Abänderungsantrages. „In den vergangenen Jahren hat sich bei den meisten Verbraucherinnen und Verbrauchern ein Bewusstsein entwickelt, das Echtpelz ablehnt. Endlich entsprechen nun auch die Gesetze dieser Haltung: Diese setzen einer grausamen und unmenschlichen Praxis ein Ende. So werden auch jene 7.000 Zuchtnerze gerettet, die derzeit in fünf italienischen Betrieben gehalten werden“, erklärt die Senatorin. „Mit der Abänderung wird diesen Unternehmen einerseits eine Entschädigung gewährt. Und andererseits erhalten sie einen Beitrag, damit sie von Tierzucht zwecks Pelzerzeugung auf andere landwirtschaftliche Tätigkeiten umstellen können. Am wichtigsten ist jedoch, dass sich auch Italien endlich in die Liste jener europäischen Länder reiht, welche diese Entscheidung schon längst getroffen haben.“

Julia Unterberger hofft, dass Italien wie auch andere Länder noch weitere Schritte gehen wird: „Basierend auf dem Grundsatz, dass Tiere empfindende Wesen und keine Ware sind, hat etwa Frankreich den Verkauf von Tierbabys in Geschäften verboten. Derzeit befasst man sich dort auch intensiv mit dem Problem der Zwangsfütterung von Gänsen zur Herstellung von so genannter Stopfleber. In Italien gelten männliche Küken in der Eierindustrie lediglich als Produktionsabfälle: Das entsprechende Gesetz, das das Schreddern der Tiere endlich verbietet, wird leider erst 2026 in Kraft treten“, erklärt die Senatorin und ergänzt: „Positiv ist, dass es auch hier eine wachsende Aufmerksamkeit gegenüber dem Tierleid gibt. Ich bin zuversichtlich, dass bald weitere diesbezügliche Schritte unternommen werden.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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