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Drei Topstarter

© foto Daniele Mosna

Eine Woche vor dem traditionsreichen Silvesterlauf in der Bozner Innenstadt warten die Veranstalter vom Läufer Club Bozen Raiffeisen mit drei weiteren Topstartern auf. Es handelt sich um die „Azzurri“ Eyob Faniel, sowie die beiden Trentiner Yeman Crippa und Nadia Battocletti, die im Sommer allesamt an den Olympischen Spielen in Tokio teilgenommen haben. Damit hat Athletenmanager Gianni Demadonna den Organisatoren und den Zuschauern ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gemacht.   

Eyob Faniel hat ein sensationelles Jahr hinter sich. Heuer verbesserte er nicht nur seine Bestzeit, sowie den italienischen Rekord im Halbmarathon auf 1:00.07 Stunden (am 28. Februar in Siena) und nahm an den Olympischen Sommerspielen in Tokio teil, wo er den Marathon bestritt und auf Platz 20 landete (2:15.11).

Das Highlight hatte sich Faniel auf den 7. November und den New York City Marathon aufbewahrt, wo er in 2:09.52 Stunden den dritten Platz belegte. Sein Stern in der internationalen Leichtathletik-Szene ging am 31. Dezember 2019 in Bozen so richtig auf. Damals gewann der Langstreckenspezialist mit eritreischen Wurzeln den BOclassic Südtirol. Der heute 29-Jährige beendete dank seines Erfolgs in der Talferstadt eine seit 31 Jahren anhaltende Serie ohne italienischen Sieg beim BOclassic Südtirol. Der letzte Italiener war nämlich Salvatore Antibo im Jahr 1988 gewesen.

Keine weite Anreise nach Bozen hat am Silvestertag Yeman Crippa. Der 25-Jährige, der in Äthiopien geboren wurde, lebt seit 20 Jahren in Trient und ist der unbestrittene Publikumsliebling beim BOclassic Südtirol. Crippa gewann 2018 bei den Europameisterschaften in Berlin die Bronzemedaille über 10.000 Meter und führte Italien bei den letzten beiden Team-Europameisterschaften zur Goldmedaille.

Bei den Mittelmeerspielen 2018 in Tarragona holte der Trentiner über 5000 Meter Bronze. Crippa hält die italienischen Rekorde über die nichtolympische Strecke von 3000 Metern, sowie über seine Parade-Distanz über 10.000 Meter, in der er es bei den Olympischen Spielen in Tokio ins Finale schaffte und am Ende Rang elf belegte. Auch über die halbe Distanz war Crippa bei den Spielen in Japan im Einsatz. In Bozen schrammte Crippa an Silvester mehrmals knapp am Podium vorbei – heuer soll es am letzten Tag des Jahres endlich mit dem ersehnten Stockerlplatz klappen.

Bei den Frauen möchte Nadia Battocletti für Furore sorgen, die vor 21 Jahren in Cles geboren wurde. Und schaut man sich ihre Ergebnisse im abgelaufenen Sommer an, so könnte die Trentinerin dieses Vorhaben durchaus in die Tat umsetzen. Battocletti gewann bei den Team-Europameisterschaften in Polen Gold mit der italienischen Auswahl und landete bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio über 5000 Meter mit der zweitbesten italienischen Zeit (14.46,29 Minuten) auf dem sensationellen siebten Platz. Vielleicht gelingt Battocletti ja ein ähnliches Kunststück wie vor zwei Jahren Eyob Faniel – auf den Sieg einer Italienerin wartet man in Bozen seit dem 31. Dezember 1988, als die legendäre Maria Curatolo auf dem Waltherplatz triumphierte, vergeblich.

Definitiv bestätigt wurde in der Zwischenzeit auch das Programm des BOclassic Südtirol, der auch in diesem Jahr das WorldAthletics Bronze Label führen darf.

Das Eliterennen der Frauen beginnt um 15 Uhr. Sie werden vier Runden zu 1,25 Kilometer und somit insgesamt 5 Kilometer zurücklegen. Topfavoritin ist Vorjahressiegerin Margaret Kipkemboi aus Kenia, die in 15.30 Minuten auch den Streckenrekord gemeinsam mit der im Oktober verstorbenen Agnes Tirop hält. Der Startschuss zum Eliterennen der Männer fällt indessen um 15.30 Uhr. Hier gilt es acht Runden und eine Gesamtstrecke von 10 Kilometern zu absolvieren. In diesem Rennen ist der Äthiopier Muktar Edris – BOclassic-Sieger 2014, 2016 und 2017 – der Gejagte.

Die Wettkämpfe der Profis werden vom italienischen Staatsfernsehen RAI auf nationaler und lokaler Ebene live übertragen und dank des Livestreams hat auch das internationale Publikum Zugriff auf die TV-Bilder und somit auf das Renngeschehen in Bozen.

 

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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