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Der neue SH-Chef

Julian Nikolaus Rensi

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft hat Julian Nikolaus Rensi zum neuen Vorsitzenden gewählt. 

Im Rahmen ihrer Vollversammlung auf Schloss Maretsch in Bozen hat die Südtiroler HochschülerInnenschaft ihre Spitzenorgane neu besetzt. Auf Matthias von Wenzl, der den Vorsitz seit 2019 innehatte, folgt Julian Nikolaus Rensi, bislang Stellvertretender Vorsitzender. Rensi, Student der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck, bekleidete bereits verschiedene Ämter innerhalb des Vereins. Die dabei gesammelten Erfahrungen wolle er ins Amt einbringen und die Vereinstätigkeit auf dem gemeinsam erreichten hohen Niveau fortführen, damit die Interessen der Südtiroler Studierenden weiter konsequent und zielführend vertreten werden. Dabei werden ihm Annika Schmidt (Außenstelle Wien), Ariane Benedikter (Außenstelle Salzburg), Katja Oberrauch (Sektion Bozen), Niklas Klinge (Sektion Bozen) und Matthias Ebner (Außenstelle Innsbruck) im Vorstand zur Seite stehen.

Der neue Vorsitzende betont: „Die Hauptaufgabe der sh.asus wird es weiter sein, den freien Zugang zu höherer Bildung für alle zu ermöglichen, denn ein Uni-Studium darf keine Frage des Einkommens der Eltern sein!“ In seiner Rede gab er erste Ausblicke auf das Programm für 2022: Sicherung der Studienbeihilfen auch in Zeiten knapper werdender öffentlicher Kassen, Wiedereinführung der Leistungsstipendien und die Reform und Modernisierung des Stipendienwesens insgesamt. „Wir werden weiter eine konstruktive Bildungspolitik mit klarem sozialem und solidarischem Standpunkt betreiben“, so Rensi.

Der neue SH-Vorstand

Ein wichtiges Thema wird auch die angespannte Wohnsituation in Südtirols Unistandorten, hauptsächlich Bozen, sein. In enger Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren, etwa der Universitätsleitung, müsse man hier ganz konkrete Erfolge erzielen, denn „die Studierenden in Bozen stehen wirklich vor existenziellen Problemen, die Zeit drängt.“

Der neue Vorstand werde sich außerdem bemühen, die Zusammenarbeit mit der Studierendenvertretung auf nationaler Ebene zu vertiefen. Das sei besonders im Zuge der Gründung der Bozner Sektion des Vereins nötig, da hierdurch auch vermehrt Nicht-Südtiroler in die Organisation eintreten werden. „Wir müssen uns als sh.asus der italienischen Welt öffnen“, sagt Rensi. Denn es reiche nicht mehr, nur dem Selbstverständnis nach interethnisch zu sein, sondern es gelte, auch in der Praxis die Mitglieder aller Sprachgruppen zusammenzuführen – denn die Interessen, für die man sich einsetzen müssen, und die Werte, die es zu verteidigen gelte, seien immer die gleichen. Das genaue Tätigkeitsprogramm wird der neugewählte Vorstand bei seiner konstituierenden Sitzung Anfang Jänner beschließen.

Ein besonderes Anliegen des neuen Vorstandes sei es jedenfalls, die gesellschaftspolitische Haltung der HochschülerInnenschaft fortzuführen. „Gute Interessenvertretung braucht einen klaren politischen und ideellen Rahmen, das schweißt zusammen und schützt davor, betriebsblind zu werden“, meint der neue Vorsitzende, der aktuell wichtige Grundwerte des sozialen Zusammenhalts durch reaktionäre, wissenschaftsfeindliche und populistische Tendenzen bedroht sieht. „Es geht jetzt darum, die Demokratie und ihre Institutionen und besonders die Errungenschaften der Aufklärung gegen Obskurantismus und Irrationalismus zu verteidigen und hier sind ganz speziell wir Studierende in der Verantwortung.“ Die HochschülerInnenschaft werde weiter für ein modernes, weltoffenes und pluralistisches Südtirol stehen.

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