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„Bin wirklich grantig“

Jasmin Ladurner

SVP-Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner nutzte die Generaldebatte zum Haushalt 2022 um einige grundsätzliche Themen anzusprechen.

Der rote Faden in ihrer Rede bezog sich auf die Verantwortung jedes einzelnen in einer Gesellschaft und deren besonderer Bedeutung in den zwei dringendsten Krisen unserer Zeit, nämlich der Corona-Krise und der Klima-Krise. „In einer funktionierenden Gesellschaft muss jede und jeder Verantwortung übernehmen, für sich selbst, aber auch – und das vergessen leider manchmal einige – für die Gemeinschaft“, so Ladurner.

Die Kluft in der heutigen Gesellschaft sei unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass viel zu viele Menschen versuchen sich ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu entziehen.

Die so genannten Querdenker und Impfverweigerer seien ein gutes Beispiel dafür. „Leute, die lieber an Zauber und Wundermittel, als an Wissenschaft glauben. Die Wissenschaftlerinnen misstrauen, dafür aber die grotesktesten Aussagen von You-Tube-Helden für bare Münze nehmen. Die Freiheit klatschen, diesen Begriff aber sehr egoistisch verwenden, da sie selbst keinen Beitrag zu dieser von allen und für alle zurückgewünschten Freiheit leisten. Denn Freiheit gibt es niemals zum Nulltarif, sie ist immer auch mit Verantwortung verbunden“, so Ladurner in ihrer Rede.

Dabei seien natürlich auch die Betreiber von Social-Media-Kanälen in die Verantwortung zu nehmen, die Halbwahrheiten, Desinformation, Verschwörungstheorien und Aufrufe zu Hass und Gewalt millionenfach verbreiten und damit auch die Demokratie gefährden.

Nicht zuletzt verweist Ladurner auch auf die besonders Betroffenen dieser Krise, nämlich Kinder, Jugendliche und Frauen.

„Krisen verstärken alle existierenden Ungleichheiten. Frauen und Mädchen zählen in allen Gesellschaften zu benachteiligten Gruppen und sind aus diesem Grund von der Pandemie und ihren Folgen besonders hart betroffen. Zudem verzichtet eine ganze Generation in der Pandemie auf einen Teil ihrer Jugend. Das Loch, welches Social Distancing in das Leben von jungen Menschen reißt, ist existenziell, weil sie viele Dinge später womöglich nicht mehr nachholen können“, führt Ladurner aus.

Dabei sei es gerade die Jugend, die auch von der zweiten großen Krise besonders betroffen sein werde: “Die Pandemie ist derzeit allgegenwärtig, aber sie wird vorbeigehen. Die Klimakrise hingegen wird nicht so schnell vorüber sein. Die Erde hat Fieber – nicht 38 Grad, sondern 42 Grad.“ Auch in der Klimakrise gelte, jeder Einzelne müsse Verantwortung übernehmen und seinen Beitrag zur Bewältigung leisten.

„Die beiden Krisen haben noch etwas gemeinsam. Die Politik muss sich auf die Wissenschaft und Fakten stützen. Genauso, wie wir bei Maßnahmen für den Klimaschutz uns auf die Wissenschaft berufen müssen, kann die Politik auch in der Pandemie nur der Wissenschaft folgen. Die Impfung schützt. Das ist Fakt. Genauso Fakt, wie 2 plus 2 gleich 4 ist und die Erde eine Kugel und keine Scheibe. Und ich bin wirklich grantig, dass wir heute mit der Impfung eine Lösung haben und doch noch so viele Menschen dieses Angebot nicht annehmen wollen. Weil sie Alternativen Fakten mehr Glauben schenken, als Virologinnen, Ärztinnen, Pflegerinnen und anderen Expertinnen, die sich ihr ganzes Berufsleben lang mit dieser Thematik befassen. Hier muss die Mehrheit vor der Minderheit geschützt werden“, bricht Ladurner zum Abschluss ihrer Ausführungen noch einmal eine Lanze für die Impfpflicht.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (31)

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  • nochasupergscheiter

    Ich bin grantig dass die Dame on ihrer blonden Haare und nettem Auftreten mal gewählt worden ist…
    Was hat sie schon geleistet, ausser jetzt durch ihre Aussagen die Kluft noch tiefer zu treiben…
    Total neben den Schuhen alle Menschen die einen Impfzweifel haben in den Topf mit irgendwelchen Radikalen zu werfen! Die Aussagen der Dame spiegeln wieder was man von ihr zu halten hat! Die Wissenschaft vorzuziehen, um den Menschen die Impfskeptisch sind, irgendwas beweisen zu wollen bringt nichts, weil genau solche Menschen wie Frau Ladurner die völlig untollerant gegenüber anderen Meinungen sind nicht verstehen, dass genau eine Diskussion mit wissenschaftlicher Wahrheit und etwas emphatie geführt sagen würde, dass man keine Kinder impft!
    Jetzt wird ja schon darüber diskutiert Kinder unter 5 Jahren zu impfen, Frau superschlaue Ladurner, und diese Entwicklung haben sie auf dem Gewissen!
    Genau weil sie keine emphatie haben, genau weil sie nicht wiedergewählt werden, und weil sie nicht als Politikerin geschätzt werden, und sie vor sie was sagen vielleicht mal schauen sollten was die Gesellschaft von ihnen erwartet, jedenfalls keine Hetze sondern ein bisschen Nettigkeit Und Verstandnis allen Menschen gegenüber vielleicht… Aber das haben sie ja nicht drauf oder??

  • treter

    Bitte Frau Ladurner schweigen Sie in Zukunft „volle Pulle“!! Danke für Ihr Verständnis…
    NB. Im Zusammenhang mit ihrer Aussage in der Rai Sendung Pro und Contra wo sie fast hysterisch sagte: „Jetzt impfen volle Pulle“! Ja geht‘s noch?!

  • wichtigmacher

    Wie es für einen richtigen Tiroler gehört:

    einfach abtreten…..

    aus an Potsch konn mon kuan Tonzschuah mochn….

  • na12

    Das Mädel erinnert mich an die Mawe vor ein paar Jahren.
    Es gäbe so viele kompetente Frauen und man wählt ein Jupppyyyy Mädel coronafrei!

  • na12

    Das Mädel erinnert mich an die Mawe vor ein paar Jahren.
    Es gäbe so viele kompetente Frauen, aber nein, man wählt die, die lacht und einen auf naiv macht.

  • wichtigmacher

    Yippi eaaah… coronafrei, und das schon seit beinahe 2 Jahren – wunderbar

  • wichtigmacher

    ist schon blöd, wenn man auf dieser Seite nur negative Kommentare erhält…….

  • gabriel

    Schönen Guten Abend,

    die Medien sind ja bekanntlich die sogenannte 4 Gewalt. Dementsprechend groß ist auch Ihre Verantwortung. Für meinen Geschmack werden in doch regelmäßigen Abständen Artikel über die geschätzte Dame veröffentlicht! Der Begriff „Experte“ bekommt in diesen Zeiten dann nochmals einen andere Bedeutung. Meiner Ansicht ist das Lesen solchen Stellungnahmen reine Zeitverschwendung und trägt überhaupt nichts zur konstruktiven Lösungsfindung bei. Das Medium selbst wird ja durch die Anzahl der Zugriffe natürlich einschätzen können was aus ihrer Sicht sinnvoll ist zu veröffentlichen. Die Aufbereitung auf wissenschaftlicher Basis ist oft mühseliger zu lesen als populistische Parolen.

    Am Ende kann ich nur eine Empfehlung geben: Bitte Leute vergesst nie wer in diesem Land ehrlich arbeitet um uns aus dieser Krise zu führen

    Beste Grüße

  • robby

    Wahrscheinlich ist ihr ob der „Grantigkeit“ auch der Kindsvater abhanden gekommen. Soll vorkommen.

  • gorgo

    Sie wird mir zunehmend sympathischer.
    Vielleicht auch nur im Kontrast mit den ganzen grantigen Trotteln hier.

  • olle3xgscheid

    Ja was wäre wohl, hätte ich damals den Ärtzten geglaubt…….seobst hast a xunds Kind gell?!

  • pingoballino1955

    Die Frau Ladurner glaubt wohl hoffentlich nicht,dass ihr jemand zuhört???? Ob sie „grantig“ sind oder nicht,da kräht kein Hahn danach,haben sie das noch nicht verstanden???

  • luis2

    Sie haben nichts zu lachen? Das ändern wir. Hier gibt’s jede Woche mehrere neue Witze, ernsthaft. Dazu ein stetig in die T.Z. mit Frohsinn in hoher Dosierung ein zum „jupi.“
    Wendehals erster Klasse, zum schämen, mit solchen Politiker, abkassieren und große Sprüche.

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