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Das 126-Millionen-Darlehen

Francesca Tosolini

 

Das Wohnbauinstitut kann mit finanzieller Unterstützung der EIB den Bau von Niedrigenergiehäusern und die Sanierung des Baubestandes in Südtirol weiterführen.

Das Wohnbauinstitut führt in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) eine Reihe von Maßnahmen durch, die darauf abzielen, den wachsenden Bedarf an erschwinglichem Wohnraum für die sozial schwächsten Bevölkerungsgruppen zu decken. Dazu gehören der Bau und die Sanierung von Wohnungen, die Tausenden von Bürgern zugute kommen. Die Operation wird dazu beitragen, das Beschäftigungsniveau im Lande weiter zu verbessern und während der Durchführungsphase rund 1600 Arbeitsplätze zu schaffen.

Wohnbaulandesrätin Waltraud Deeg begrüßt die Unterzeichnung des Darlehensvertrages:

„Im Wohnbauinstitut stehen wichtige Investitionen an, die sich positiv auf die Lebens- und Wohnqualität der Mieterinnen und Mieter auswirken. Es ist darum wichtig, dass diese Investitionen zeitnah und mit einer sicheren Finanzierungsbasis angegangen werden können.“ Die Landesregierung hatte darum Anfang des Jahres auf Vorschlag von Landesrätin Deeg dieser neuen Finanzierungsweise zugestimmt und damit die Trendwende in die Wege geleitet. „Es geht vor allem darum, krisenunabhängig und flexibel auf den konkreten Bedarf des Wohnbauinstituts reagieren zu können. Dies ist nun möglich“, betont die Landesrätin. Sie sei zuversichtlich, dass durch diese Finanzierungsbasis das umfassende Sanierungs- und Neubauprogramm des Wobi fristgerecht und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger umgesetzt werden könne.

Das Projekt sieht den Bau von 280 neuen Sozialwohnungen und die energetische Sanierung von etwa 5.000 Wohnungen im Zeitraum 2021-2025 vor.

Dabei sollen die Wärmedämmung, Beleuchtung und Heizung verbessert und erneuerbare Energielösungen wie Fotovoltaik und Biogas genutzt werden. Die Investitionen werden eine Energieeinsparung von 40 % im Vergleich zum Verbrauch der bestehenden Wohngebäude bringen. Vorrangiges Ziel ist die Bereitstellung von angemessenem Wohnraum für die Bedürfnisse von Familien.

Die Präsidentin des Wohnbauinstitutes, Francesca Tosolini, ist sehr zufrieden: „Dies ist ein großartiges Ergebnis für Wohnbauinstitut, das Land und die EIB sowie eine Anerkennung der Unterstützungsmaßnahmen der Euregio+. 100% der Mittel werden für die Aufwertung des Immobilienvermögens des Instituts verwendet. Die Modernisierung des Gebäudebestands ist heute wichtiger denn je, da Zustand und Nachhaltigkeit für eine hohe Wohnqualität unerlässlich sind. Dank der Zusammenarbeit und des Engagements aller Beteiligten und der Unterstützung durch das Land Südtirol sind wir stolz und zufrieden, diesen wichtigen Meilenstein erreicht zu haben, der einen Wendepunkt in der Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus darstellt.“

Die Initiative ist die erste Operation der EIB in Italien, die direkt einer öffentlichen Einrichtung zugute kommt, die Sozialwohnungen verwaltet. Sie ist das Ergebnis einer Rahmenvereinbarung, die im Februar 2020 zwischen der Autonomen Provinz Bozen und der EIB unterzeichnet wurde, um zur wirtschaftlichen Entwicklung beizutragen, Initiativen in der Provinz zu unterstützen und den Wert ihres Immobilienvermögens zu steigern.

EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti erklärt: Die Zusammenarbeit der EIB mit der Autonomen Provinz Bozen ist ein wichtiges Investitionsvorhaben, das die Lebensqualität von mehr als sechstausend Menschen durch den Bau und die Sanierung von energieeffizienten Wohnungen für die sozial schwächsten Bevölkerungsgruppen verbessern wird. Das Projekt verfolgt nicht nur das Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit, sondern erhöht auch das Wohnungsangebot, fördert die Stadterneuerung und unterstützt die Überwindung der ökonomischen Krise im Zusammenhang mit der Pandemie“.

Bei der Umsetzung der Vereinbarung stützte sich das Land Südtirol auf ihre Inhouse-Gesellschaft, Euregio Plus SGR, die mit dem Wohnbauinstitut zusammenarbeitete, um das Projekt zu strukturieren und die besten Finanzierungsbedingungen auszuhandeln.

Alexander Gallmetzer, Präsident der Euregio Plus SGR, erklärt: „Wir arbeiten daran, das Land Südtirol bei der Suche nach finanziellen Lösungen im nationalen und europäischen Kontext zu unterstützen. Wir suchen nach Investoren, mit denen wir eine langfristige Beziehung aufbauen können, die nicht nur an finanzieller Nachhaltigkeit, sondern auch an der sozialen und gebietsmäßigen Auswirkung der Investitionen interessiert sind. Wir haben in der EIB einen ausgezeichneten Gesprächspartner und einen Finanzpartner gefunden, der die Bedürfnisse des Gebiets im Auge behält.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • franz19

    Interessant,126 Millionen Steuergelder werden verschwendet und die reichen Italiener sanieren sich die Zweitwohnungen in Südtirol mit den110% Gesetz lit Steuergelder…
    Das Wohnbauinstitut soll manche Wohnungen verkaufen, es stehen Hunderte leer..und bei vielen sind Sie nicht imstande die Miete zu kassieren

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