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Der Corona-Gipfel

Nach der Vorsitz-Übernahme durch das Trentino ist der Euregio-Vorstand erstmals zusammengetroffen. Die Landeshauptleute der drei Länder tauschten sich dabei vor allem über die Pandemieentwicklung aus.

Die drei Landeshauptleute der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino sind  zu ihrem ersten Treffen nach der Übernahme des Vorsitzes durch das Trentino zusammengekommen.

Im Mittelpunkt der vom aktuellen Euregio-Präsidenten und Trentiner Landeshauptmann, Maurizio Fugatti, organisierten Treffen mit dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter und Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher stand die aktuelle Corona-Lage in den drei Euregio-Ländern. Dabei schilderten die drei Landeshauptleute die derzeitige Situation im Trentino, in Südtirol und in Tirol. Einig waren sich die Landeshauptleute darin, dass die Impfung der einzige Weg aus der Pandemie sei.

Euregio-Präsident Fugatti wies darauf hin, dass im Trentino die Zahl der Krankenhauseinweisungen gestiegen sei und die Gefahr bestehe, dass das Land als „gelbe Zone“ eingestuft werde, wenn dieser Trend anhalte. Fugatti berichtete auch über den Impfmarathon, den das Trentino durchgeführt hat und der auch in Südtirol für Ende der Woche geplant ist.

Der Trentiner Landeshauptmann betonte, dass die dritte Dosis, die Auffrischungsimpfung, gut angenommen werde, während Erstimpfungen sehr gedämpft anliefen. „Wir dachten, dass wir ein Drittel der 75.000 ungeimpften Menschen erreichen würden, sind aber erst bei 4000 neuen Erstimpfungen. In jedem Fall bleibt die Impfung der einzige Weg, um problematische Szenarien für die Gesundheit und die Wirtschaft zu vermeiden“, zeigte sich Fugatti überzeugt.

Südtirols Landeshauptmann Kompatscher informierte darüber, dass Südtirol bereits als gelbe Zone eingestuft sei. Damit gelte überall Maskenpflicht außer in den eigenen vier Wänden. Zudem komme wie in ganz Italien die sogenannte 3G-Regel (genesen, geimpft, getestet) zur Anwendung, in der Gastronomie und bei Veranstaltungen sei hingegen 2G vorgeschrieben. Kompatscher bedauerte, dass Südtirol in der italienweiten Impfstatistik eine der letzten Positionen einnehme und verwies auf den Unterschied zum Trentino, das einen weitaus höheren Anteil an Geimpften aufweise. „Wie das Trentino planen wir eine Impfaktion, in deren Rahmen wir am kommenden Wochenende 100.000 Dosen anbieten werden“, sagte Südtirols Landeshauptmann, „wir nehmen an, dass vor allem die Nachfrage nach Booster-Impfungen groß sein wird.“

Landeshauptmann Platter schilderte die Entwicklung in Tirol, wo der rasante Anstieg der Corona-Fälle zu einem dreiwöchigen Lockdown geführt habe. „Dieser Lockdown, der mit dieser Woche beendet wird, hat die Zahl der Wocheninzidenz auf nunmehr 713 Fälle praktisch halbiert. Wir rechnen damit, dass die Wocheninzidenz weiter auf 500 sinkt. Mit dem Lockdown haben wir die Lage etwas in den Griff bekommen. In die Wintersaison konnten wir angesichts der Corona-Lage und der notwendigen Einschränkungen noch nicht starten“, sagte Platter. Tirols Landeshauptmann berichtete auch von der Impfpflicht, die ab 1. Februar in Österreich mit einem in Ausarbeitung befindlichen Gesetz eingeführt werde und sagte: „Wir haben keine andere Chance.“ Parallel dazu würden die Tests ab 1. Februar kostenpflichtig.

Landeshauptmann Platter kündigte gestern auch an, an der Auftaktveranstaltung zur Übernahme des Eusalp-Vorsitzes durch Südtirol und das Trentino am 26. Jänner teilnehmen zu wollen.

Das Trentino hat im November den Euregio-Vorsitz von Tirol übernommen. Die ursprünglich zu diesem Anlass geplante feierliche Stabübergabe samt Sitzung von Vorstand und Versammlung der Euregio sowie die Einsetzung des neuen Euregio-Rates der Gemeinden wurden coronabedingt auf Ende Jänner 2022 verschoben.

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