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Leistbare Wohnungen

Matthias von Wenzl

Die Südtiroler Hochschüler*innenschaft (sh.asus) begrüßt den letzte Woche von der Landesregierung eingebrachten Gesetzentwurf zur Erhöhung der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) auf Zweit- und Drittwohnungen, bzw. jene Wohnungen, welche nicht als Hauptunterkunft genutzt werden. Ziel dieser Maßnahme soll es sein, den hohen Leerstand zu reduzieren.

Bekanntlich herrscht in Südtirol eine große Wohnungsnot vor, welche zu einem angespannten Mietmarkt führt. Die Mietpreise sind im Verhältnis zu anderen Provinzen in Italien sehr hoch. In einigen Gegenden ist es kaum möglich eine Wohnung zu finden, ganz abgesehen von einer solchen die auch leistbar ist. Besonders hart trifft es Studierende.

„Gerade Personen, welche aus Studiengründen nach Südtirol kommen, sind davon betroffen. Viele haben kaum eine Chance eine leistbare Wohnung, bzw. ein Zimmer zu finden. Auch Heimplätze sind rar“, berichtet Matthias von Wenzl, der Vorsitzende der sh.asus.

So gebe es beispielsweise in Bruneck aktuell keinen Heimplatz. Für andere wiederum sind die hohen Mieten nicht finanzierbar. Dies führe dazu – wie im Herbst ersichtlich wurde – dass viele Studienanwärter*innen ihren Studienplatz nicht antreten. Auch sind viele Studierende aus Südtirol gezwungen, weite Wege auf sich zu nehmen, um an die Universität zu gelangen. Aufgrund dessen bleiben ihnen wichtige studentische Erfahrungen verschlossen.

Von Wenzl erhofft sich durch die Erhöhung der GIS, den Mietmarkt zu entlasten und günstigeres Wohnen zu ermöglichen. „Von niedrigeren Mietpreisen profitieren alle Menschen – egal ob sie jung oder alt sind, studieren oder nicht.“ Und weiter: „Es handle sich um einen ernsthaften Versuch Bewegung in den Wohnungsmarkt zu bringen der auf jeden Fall zu begrüßen sei.“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • rumer

    SH, bitte Hirn einschalten. Zweitwohnung klingt zwar nach Luxus, ist aber effektiv eine Mietwohnung, die ihr Studenten nach dem Studium einige Jahre brauchen werdet. Somit zahlt IHR die GIS.
    Oder eure Eltern, die während eurem Studium eine ihrer Wohnungen für euch freihalten.
    Freude über Schaden von anderen …… einem Studenten unwürdig.

  • meinemeinung

    SH soll sich um andere Mietergesetze kümmern, wenn Sie Mietwohnungen brauchen.
    Mit den Heutigen Mietgesetz überleg ich zehn mal ,ob ich jemand in die Wohnung lass.
    GIS Erhöhung heißt Mietpreis Erhöhung, irgend jemand muß die GIS bezahlen.

  • man

    SH, wenn in meiner Zweitwohnung die eigenen Kinder wohnen, magari auch nur vorübergehend für einige Jahr, dann beuge ich den Leerstand leerer Wohnungen vor, richtig? und dann werde ich dafür auch noch bestraft…und muss mehr GIS zahlen … BRAVO !

    • hallihallo

      in unserer gemeinde ist man gis-befreit, wenn verwandte in der zweitwohnung wohnen.
      aber eigentlich sollten alle wohnungen, welche von irgendjemanden als hauptwohnung genutzt werden, gis-befreit sein.
      weiters sollten die mieten steuerfrei sein oder einer 10% steuer unterliegen, dann gebe es wahrscheinlich günstigere mietwohnungen.
      es leuchtet wohl allen ein, daß jegliche steuern auf wohnungen den mietern weiterverrechnet werden. und das führt halt zu hohen mieten.

    • perikles

      @man wenn in deiner Zweitwohnung deine Kinder wohnen, dann kannst sie ihnen auch gleich überschreiben, somit wird sie für deine Kinder zur Erstwohnung und ist somit wieder GIS-befreit. Früher oder später kriegen sie die Wohnung ja doch. (hoffentlich).

  • wichtigmacher

    Super SH, und morgen schließen wir auch die Bauern zu Kolchosen zusammen, dann sind wir genau da, wo Ihr hinwollt, aber dann wenn Ihr Architekten, Ärzte, Wirtschaftwissenschafter, Rechtanwälte……. usw. seid, dann wird sich eure Meinung ja schlagartig ändern (zumindest für die unter euch, die es schaffen soweit zu kommen)

  • perikles

    Wenn die SH das sagt, wird schon was dran sein die sind in den meisten Fällen ja klüger als der durschnittliche Leser der Tageszeitung und erkennen somit die Zusammenhänge besser. Und ausserdem ist jede Zweit-Dritt-Viertwohnung ein Vermögen, das zu besteuern gehört; die Erstwohnung ist ja in den allermeisten Fällen befreit.

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