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Die Umstellung

Am Dienstag hat der Sanitätsbetrieb die Meldung der Corona-Testergebnisse umgestellt. Antigentests müssen nicht mehr mit PCR nachgetestet werden.

Das Infektionsgeschehen in Südtirol ist nur mehr schwer nachzuverfolgen. Zu viele Ansteckungen gibt es tagtäglich. Das Contact Tracing, sprich das Testen von Kontaktpersonen positiv Getesteter ist zwar noch möglich, fällt aber alles andere als leicht.

Auch deshalb hat der Sanitätsbetrieb nun die Zählweise bei den täglichen Neuinfektionen wieder umgestellt. In den vergangenen Monaten wurde nämlich nur die Anzahl der positiven PCR-Tests mitgeteilt, nicht aber jene der Antigentests. Das wird sich nun wieder ändern, wie der Sanitätsbetrieb in einer Pressemitteilung selbst schreibt:

 

„Die Richtlinien des italienischen Gesundheitsministeriums sehen vor, dass bei stark steigenden Infektionszahlen die Antigentestergebnisse nicht mehr durch PCR-Tests nachgetestet werden müssen. Mit heutigen (gestern, Anm. d. Red.) Datum teilt der Südtiroler Sanitätsbetrieb die Anzahl der positiven Antigentestergebnisse sofort mit und nicht erst nach PCR-Bestätigung.“

 

Aus dem Sanitätsbetrieb heißt es, dass es diese Regelung gebe, da bei vielen Infektionsfällen die Wahrscheinlichkeit falsch negativer Tests geringer sei.

Dadurch fällt auch das Contact Tracing leichter. Kontaktpersonen von positiv Getesteten müssen nicht mehr eigens einen PCR-Test machen, der immer im Labor ausgewertet werden muss, sondern können auch nur einen Antigentest machen. Die Entscheidung obliegt aber dem zuständigen Amt.

Antigen- und PCR-Tests müssen also künftig zusammengezählt werden, wenn man die tatsächliche Anzahl an Neuinfektionen erfahren will. Auch in Rom werden nun neben den positiven PCR-Tests die positiven Antigentests gemeldet.

Die Inzidenz wird in den nächsten Tagen stark ansteigen, wird sich dann aber nach einer Woche wieder stabilisieren. Weitreichende Folgen habe das aber nicht, heißt es aus dem Sanitätsbetrieb. (mr)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • baludergrosse

    Das nützt aber auch gar nichts, wenn die Kontaktpersonen teilweise erst nach 3 Tagen informiert und zu einem Test in den nächsten Tagen aufgefordert werden…
    Wenn die Nachverfolgung so aufwändig ist, warum hat man dann nicht vorgesorgt – wir sind ja soooo gut vorbereitet 😀 – und z.B. die Suspendierten dazu herangezogen?
    In einer abgeschlossenen Telefonkabine mit PC dürften sie doch kaum größeren Schaden anrichten…

  • robby

    Suspendierte Ärzet und KrankenpflegerInnen zum Testen verpflichten. Es gibt genügend leerstehende Gebäude wo sie arbeiten können. Das Schützen vor Infektionen können sie dann bei Zitronen- und Orangensaft selbst organisieren. Und wer sich weigert wird entlassen.

  • itler

    Ah, dann muss man jetzt wieder doppelt zählen um die Zahlen künstlich hoch zu halten, denn viele postive Antigen werden eben doch mit einem PCR nachgetestet…

  • giuseppebordello

    Hütchenspieler mit dem Taschenspielertrick

  • sougeatsnet

    Offensichtlich sind die PCR Laborkapzitäten ausgeschöpft, bzw man hat nicht daran gedacht, diese auszubauen. Das Kontakttraceing hat nie richtig funktioniert, wie könnte es auch bei einer so guten Sanität anders sein. Dann wundert man sich, dass alles drunter und drüber geht.
    Damit man die Infizierten senken kann muss man
    1) Kontakte so weit wie möglich reduzieren … (Umsetzung nicht vorhanden)
    2) Impfen … (Gruß an die NoVaxler).
    Heuer scheint das Virus sich ein frohes Weihnachtsfest zu organisieren.

  • meraner

    AUS DEM SANITÄTSBETRIEB HEISST ES, DASS ES DIESE REGELUNG GEBE, DA BEI VIELEN INFEKTIONSFÄLLEN DIE WAHRSCHEINLICHKEITFALSCH NEGATIVER TESTS GERINGER SEI. Und wir wundern uns, dass wir aus der Pandemie nicht rauskommen. Wenn Bestimmungen aufgrund solcher haarsträubenden Wahrscheinlichkeitstheorien erstellt werden, ist es ein Wunder dass wir nicht schlechter dran sind.

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