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Der Spatenstich

Für die 2,7 Kilometer lange neue Umfahrung von Kiens wurde heute symbolisch der erste Spatenstich gesetzt.

Im Westen von Kiens steht bereits der Bagger: Die Einrichtung der Hauptbaustelle für die neue Umfahrung von Kiens läuft. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Bürgermeister Andreas Falkensteiner, der ehemalige Landeshauptmann Luis Durnwalder, Amtsdirektor Umberto Simone, Baufirmen-Vertreter Emilio Bianchi und Bauleiter Reinhold Palla haben heute (26. November) den ersten Spatenstich für die neue Infrastruktur gesetzt.

„Wir wollen für die Kiener weniger Durchzugsverkehr im Ortskern, dafür mehr Lebensqualität und Sicherheit erreichen sowie flüssigeren Verkehr auf der Pustertaler Staatsstraße„, unterstrich Mobilitätslandesrat Alfreider und dankte allen für die Zusammenarbeit, von den Planern über die Gemeindevertreter bis zu den Grundstücksbesitzern: „Wir haben nun eine umsetzbare Lösung gefunden, die die Fraktionen näher zusammenrücken lässt.“ Es sei nun an der Gemeinde, die Mobilität für die Zeit nach dem Bau der Umfahrung neu auszurichten. Die Umfahrung sei eines von mehreren Projekten für das gesamte Mobilitätsmanagement im Pustertal, betonte Alfreider.

Bürgermeister Falkensteiner unterstrich: „Für Kiens ist die Umfahrung ein Jahrhundertprojekt, das endlich umgesetzt wird. Darauf haben die  von Staus, Lärm und Gefahrenstellen im Ort geplagten Menschen lange gewartet. Der Ortskern wird aufgewertet.“ Nun werde man auch die Zufahrten zum Ort neu konzipieren und Synergien zum Verlegen von Leitungen nutzen.

Dass es viele Trassenvorschläge gebraucht habe, um zu einer von der Mehrheit akzeptierten Lösung zu gelangen, darüber berichtete auch Alt-Landeshauptmann Durnwalder: „Wir waren stets überzeugt, dass hier ein Eingriff notwendig ist. Es freut mich, dass der Bau der Umfahrung jetzt starten kann.“

„Zur neuen insgesamt 2,7 Kilometer langen Umfahrung gehört ein ein Kilometer langer Tunnel sowie neue Kreuzungen östlich und westlich des Dorfes, die auch die Zufahrt zur Handverkehrszone neu regeln“, erklärte der Direktor des Landesamts für Straßenbau Ost Simone. Die offene Trasse wird mit Lärmschutzwänden ausgestattet. Befahren werden kann die Straße mit einer Geschwindigkeit von 70 bis 80 Kilometern pro Stunde. Die Fahrbahn wird 8,5 Meter bereit. Der 1,77 Kilometer lange offene Abschnitt der Umfahrung umfasst zwei Fahrbahnen mit je 3,5 Metern Breite. Insgesamt investiert das Land 63,5 Millionen Euro in das Bauvorhaben.

„Der Bau des Tunnels unter dem bewohnten Gebiet im Lockergestein wird sehr schwierig, ist aber machbar“, erklärte Bauleiter Palla. Neben dem Tunnelvortrieb im Lockergestein sei auch die Verkehrsregulierung an den Schnittstellen mit der Staatsstraße während der Bauarbeiten, die rund vier Jahre dauern, eine Herausforderung, sagte der Vertreter der Baufirmen Bianchi.

Zuerst werden die Baustellen eingerichtet. Neben jener im Westen des Orts sind die zwei Baustellen an den Tunneleingängen die wichtigsten. Von dort wird der Tunnelvortrieb beidseitig erfolgen. „Wir rechnen damit, im Durchschnitt einen Meter pro Tag in beide Richtungen voranzukommen“, sagte Bianchi. Während der Arbeiten wird der Tunnelbereich ständig überwacht. Lärmschutzvorrichtungen sind vorgesehen. Der Baustellenverkehr soll teilweise über Bypass-Straßen abgewickelt werden, um den Verkehr auf der Staatsstraße möglichst nicht zu beeinträchtigen. Abgewickelt werden die Bauarbeiten von der Bietergemeinschaft rund um „P.A.C. Spa –CARRON BAU Srl“.

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