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Der neue zebra.Kalender

Er gehört mittlerweile schon zur Weihnachtszeit in Südtirol dazu: der zebra.Kalender. Bereits zum sechsten Mal erscheint er und widmet sich diesmal der Jugend im Land.
Die 22-jährige Majda Brecelj aus Gargazon und der 23-jährige Jakob Dellago aus Brixen haben dafür mit Kamera und Aufnahmegerät das Land bereist und Vertreter*innen ihrer Generation um Selbstreflexion, einen kritischen Blick in den Spiegel, Ideen und Wünsche für die Zukunft gebeten. Entstanden ist ein Kaleidoskop aus Bildern und tiefgründigen Gedanken, das mit so manchem Vorurteil im Hinblick auf die Jugend bricht. DerLesekalender „Junge Reflexionen – Riflessi di gioventù“ ist seit Montag bei allen zebra.Verkäufer*innen erhältlich und bietet den Menschen im Sozialprojekt eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit in der Vorweihnachtszeit. 
 
Lisa Frei, zebra.Redaktionsleiterin und Patrizia Insam, zebra.Sozialarbeiterin, erklärten auf dem Uniplatz in Bozen: „Der zebra.Kalender hat inzwischen Kultstatus in der zebra.Fangemeinschaft erlangt und es freut uns, dass wir damit auch heuer für die Menschen im Sozialprojekt eine so wichtige zusätzliche Einnahmequelle schaffen können.“ 
 
Besonders die Winterzeit ist für die Verkäufer*innen auf der Straße eine unbarmherzige Zeit. Nur wenige der Menschen im Projekt schaffen es bei Minusgraden ganztags im Freien zu stehen. Durch die verstärkten Covid-Einschränkungen sind die Verkaufszahlen rückläufig und die Situation auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt so prekär wie nie. zebra.Verkäufer Ighobue Daniel Nwachuckwu bestätigt: „Ich und meine Familie kommen derzeit nur schwer über die Runden. Es scheint unmöglich zu sein eine Arbeit oder eine Wohnung zu finden. Besonders jetzt vor Weihnachten freuen wir uns deshalb über jede Unterstützung.“
 
Beigetragen zur Entstehung des zebra.Kalenders 2022 haben zwei junge Köpfe mit viel Engagement: Jakob Dellago und Majda Brecelj. Sie griffen heute auf der Pressekonferenz in Bozen das Thema des Kalenders „junge Reflexionen“ auf und betonten das Potential des Kalenders als Sprachrohr für Menschen, die in der Südtiroler Öffentlichkeit oft übersehen werden. Fotografin Majda Brecelj: „Für uns war die Gestaltung des zebra.Kalenders wie eine Reise, bei der wir 12 junge Leute aus verschiedenen Teilen Südtirols kennenlernen konnten. Auch Jugendliche werden in der Öffentlichkeit oft kritisiert, obwohl viele von ihnen extrem engagiert sind. Im Kalender wollten wir ihnen und ihren Gedanken Raum geben.“ Texter Jakob Dellago: „Junge Menschen machen sich viele Gedanken um die globale Zukunft und die Zukunft Südtirols und sie packen auch ordentlich mit an. Für mich waren die Interviews eine große Inspirationsquelle und ich hoffe, dass der Kalender auch auf jene, die ihn kaufen, erfrischend wirkt.“ 
 
Die Straßenzeitung zebra. der OEW-Organisation für Eine solidarische Welt ist in den letzten acht Jahren zu einer Plattform für besondere Themen und Menschen geworden, die kaum Beachtung in den Medien finden. Das neue Jahr steht bevor und auch 2022 sollen vielfältige Begegnungen und Geschichten im Zentrum des Sozialprojekts stehen. Bereits zum sechsten Mal bieten die Verkäufer*innen der Straßenzeitung gegen Jahresende den Lesekalender an. Die mehr als 60 Männer und Frauen in schwierigen Lebenssituationen bringen ihn seit Montag, 22. November, auf die Straße und zu den Menschen in Südtirol. Der Kalender kostet 5 Euro: 2,50 Euro bleiben den Verkäufer*innen, 2,50 Euro fließen in die Produktion.
 
Das Sozialprojekt zebra. bietet Menschen, die nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt haben, eine sinnvolle Tätigkeit, eine kleine Verdienstmöglichkeit. Längerfristig ersetzt der Straßenverkauf jedoch keine feste Anstellung, sondern will ein Türöffner sein. Mit dem Verkauf des Kalenders überbrücken die Verkäufer*innen die Pause, die aufgrund der kommenden zebra.Doppelnummer für Dezember und Jänner entsteht. Der Kalender ist zweisprachig und kann als Tischkalender sowie als Wandkalender verwendet werden. 
 
Seit 2017 bietet das Projekt zebra.Support zudem schnelle und unkomplizierte Hilfe für Verkäufer*innen in Notsituationen, besonders auch in der Winterzeit. Das Projekt kann durch eine Spende auf das OEW-Spendenkonto bei der Raiffeisenkasse Südtirol, IBAN: IT 68 S 08307 58221 000300004707, Überweisungsgrund: „zebra.Support“, unterstützt werden.
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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