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Aterballetto tanzt Don Juan

Aterballetto „Don Juan“

 

Die regionale Tanzsaison kommt nach Aufführungen in Trient und Rovereto am 20. November (20.30 Uhr) in das Stadttheater Bozen:  Aterballetto, eine der bedeutendsten italienischen Tanzkompanien, zeigt „Don Juan“ in einer Choreografie von Johan Inger.
InDanza 2021, die Tanzsaison des Centro S. Chiara Trient, präsentiert sich dem Publikum als Ort der Begegnungen, der Mythen und der großen Gefühle; Wichtige zeitgenössische Choreografen, herausragende Kompanien, vielversprechende Talente und ein großes Weihnachtsballett bringen den Tanz auf die Bühnen unserer Region zurück. Eine direkte und tiefe Verbindung mit dem großen Musikrepertoire ist ein weiteres Merkmal der vom künstlerischen Leiter Renato Zanella ausgewählten Choreografien und Ensembles.

 

Den Auftakt in Bozen macht am 20. November (20.30 Uhr) Aterballetto mit Johan Inger und „Don Juan“. Ingers tiefgründige Interpretation des Klassikers spielt mit der Ambivalenz zwischen raffiniertem Verführer und zutiefst einsamen Mann. Auf der Bühne die 16 herausragenden Tänzer*Innen von Aterballetto, die schon mehrmals das Bozner Publikum begeistert haben. In der zweistündigen Inszenierung erforscht der schwedische Choreograf die innersten menschlichen Gefühle und das zwanghafte Verhalten des Hauptdarstellers und entwirft, Bild für Bild, eine fesselnde Tanzgeschichte. Donna Elvira und Donna Anna, Zerlina oder Masetto scharen sich um die Hauptfigur und sein Alter Ego Leporello. Ein zeitgenössisches Bühnendrama, brillant und tiefgründig, 2020 von der ital. Fachzeitschrift Danza&Danza mit dem Kritikerpreis als „Beste italienische Produktion“ ausgezeichnet. Auf der Grundlage verschiedener literarischer Quellen stellen Inger und sein Dramaturg Gregor Acuña-Pohl rund um die zentrale Figur des Don Juan alle Hauptfiguren der Geschichte neu zusammen und entfesseln, in einem dreidimensionalen Labyrinth, ein bildgewaltiges Kammerspiel.

Schon am 8. und 9. Dezember geht der Aufführungsreigen in Bozen mit dem Klassiker „Der Nussknacker – eine Weihnachtsgeschichte“ mit dem Ballett des Prager Nationaltheaters und Haydn-Orchester von Bozen und Trient weiter.

Johan Inger

Der Schwede Johan Inger (Stockholm, 1967) erhielt seine Tanzausbildung an der Königlichen Schwedischen Ballettschule und an der Nationalen Ballettschule in Kanada. Von 1985 bis 1990 tanzte er beim Royal Swedish Ballett in Stockholm, bevor er 1990, fasziniert von Kylians Kreationen, zum Nederlands Dans Theater I (kurz NDT) wechselte. Jiří Kylián wurde bald auf sein Talent aufmerksam und betraute in 1995 mit ersten Choreografien für eines der renommiertesten Ensembles im zeitgenössischen Panorama: Mellantid markiert sein überaus erfolgreiches Debüt als Choreograf und erhielt mehrere Auszeichnungen darunter den Philip Morris Finest Selection Award und den Laurence Olivier Award. Seitdem hat Johan Inger zahlreiche – preisgekrönte – Werke für das NDT choreografiert. Im Jahr 2003 verließ Johan Inger das NDT Richtung Cullberg Ballett, das er bis 2008 leitete. Seitdem widmet er sich ausschließlich seinem choreografischen Schaffen. Im Jahr 2009 kreierte er für das NDT I & II zum 50-jährigen Jubiläum Dissolve in thisund wurde dessen assoziierter Choreograf. Es folgten Arbeiten für das Göteborg Ballett, Ballett Basel, das Royal Swedish Ballet, Compañía Nacional de Danza in Madrid, Gauthier Dance, immer wieder für die verschiedenen Ensembles von NDT und seit 2013 auch für Aterballetto. Letzthin arbeitete er mit

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