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„Vertane Chance“

Die Mehrheit im Landtag hat einen Antrag der Opposition zur Anerkennung des Genesenen-Status versenkt.

Mit einem parteiübergreifenden Antrag sollte der Südtiroler Landtag die italienische Regierung und das Parlament auffordern, dass Antikörper- und T-Zellen-Nachweise für den Genesenen-Status anerkannt werden.

Die SVP/Lega-Mehrheit stimmte jedoch dagegen – „und hat somit all jene vor den Kopf gestoßen, die nachweislich genesen und damit geschützt sind“, schreibt die STF in einer Aussendung.

Viele Menschen seien mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen, ohne aber Symptome zu entwickeln. Viele hätten deshalb auch neutralisierende Antikörper gegen das Virus aufgebaut. Doch diese würden nicht für den Grünen Pass anerkannt. Da hier der Staat zuständig ist, wollten die Abgeordneten Josef Unterholzner (Enzian), Andreas Leiter Reber, Ulli Mair (Freiheitliche), Myriam Atz Tammerle und Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit) zumindest erreichen, dass sich der Landtag deutlich dafür ausspricht bzw. Rom dazu auffordert, Antikörper- und T-Zellen-Nachweise anzuerkennen.

„Denn auch viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben eine Infektion überstanden, ohne aber einen PCR-Test gemacht zu haben. Da sich einige nicht impfen lassen möchten, fehlen diese Personen nun in den Krankenhäusern. Wie sehr sie aber gebraucht werden, braucht man nicht zu betonen“, sagt Sven Knoll.

„Es mache medizinisch keinen Sinn, PCR-Positiven automatisch einen Genesenen-Bescheid zu geben, Leuten ohne PCR-Test, die jedoch Antikörper nachweisen können, aber nicht, unterstreicht Knoll, denn beide hätten denselben Schutz als Genesene.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (9)

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  • yannis

    >>>>>>Die SVP/Lega-Mehrheit stimmte jedoch dagegen – „und hat somit all jene vor den Kopf gestoßen, die nachweislich genesen und damit geschützt sind………

    Na klar, der Alarmismus muss erhalten bleiben. Cui bono das Ganze ? Unserer Gesundheit ? ich glaube nicht.

  • leser2020

    Offiziell Genesene haben einen offiziellen Genesenesstatus. Wer vorher schon nicht ehrlich war, muss eben die Konsequenzen in Kauf nehmen und sich jetzt regelmäßig testen oder impfen lassen.

    • heracleummantegazziani

      Der Ehrlichkeit halber muss man sagen, dass hier besonders Menschen gemeint sind, die Covid19 symptomfrei, also unerkannt durchgemacht haben und demnach im Prinzip auch genesen sind.
      Solche die es zwar wussten/ahnten und sich dennoch bedeckt gehalten haben, damit sie nicht in Quarantäne müssen, sind natürlich peinliche Gestalten, aber unterscheiden kann man sie von Ersteren nicht.
      Was Unterholzner und die ganzen Verfechter des Antikörpernachweises – wie der oberschlaue Knoll – immer verschweigen ist, dass es immer noch keinen wirklich zuverlässigen Test dafür gibt.

      • hallihallo

        effektiv sollen sich heuer im sommer gar einige bei symptomen zuhause eingesperrt haben ( sicherlich besser als wenn sie weiter unter leuten gewesen wären) , um die quarantäne der familienangehörigen und arbeistkollegen zu sparen. jetzt scheinen sie halt nicht als genesen auf.

  • watschi

    die leghisti wären bei der nächsten landtagswahl beim P.D. besser aufgehoben. wenn jemand antikörper hat ist er mit geimpften gleichzustellen. ist das so schwer zu verstehen?

    • heracleummantegazziani

      Sie scheinen nicht verstanden zu haben, dass es noch keine aussagekräftigen Test dazu gibt. Wurde schon bis zum Abwinken erklärt, aber bis repetita iuvant scheint bei Ihnen nicht zuzutreffen.
      „Nach derzeitigem Kenntnisstand lässt ein serologischer Nachweis SARS-CoV-2-spezifischer Antikörper keine eindeutige Aussage zur Infektiosität oder zum Immunstatus zu. Der Nachweis von SARS-CoV-2-spezifischen Antikörpern weist auf eine früher durchgemachte oder noch bestehende SARS-CoV-2 Infektion hin. Er schließt die Infektiosität eines Patienten nicht aus und erlaubt keine Rückschlüsse hinsichtlich des Infektionszeitpunktes. Ob und in welchem Ausmaß ein positiver Antikörpertest mit einem immunologischen Schutz vor transmissionsrelevanter SARS-CoV-2 Infektion, bzw. vor leichter oder schwerer COVID-19 Erkrankung einhergeht, ist nicht etabliert.“ (RKI)

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