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Morden für Aufmerksamkeit

Mordopfer Barbara Rauch, Lukas Oberhauser

Im Mordprozess gegen Lukas Oberhauser wird dessen Psyche öffentlich seziert – das Schwurgericht spricht sich gegen ein neues psychiatrisches Gutachten aus. Am 7. Dezember soll das Urteil fallen.

von Thomas Vikoler

„Es war nicht vorhersehbar, das es zu einer derartigen Eskalation kommt“. Diesen bemerkenswerten Satz sagt der Psychiater Rudolf Schöpf als Zeuge im Schwurgerichtsprozess gegen Lukas Oberhauser, 26. Schöpf führte im Auftrag seiner Verteidiger zwischen August und Oktober 2019 fünf Sitzungen mit dem Koch aus Vilpian durch, es lief ein Stalking-Strafverfahren gegen ihn. Das Opfer: Barbara Rauch, Oberhausers späteres Mordopfer.

Nach dem Mord im März 2020 drängte sich die Frage auf, warum Oberhauser damals keinen gerichtlichen Zwangsmaßnahmen unterlag, bald nach Schöpfs Bericht vom 23. Oktober 2020 wurde – nach einem mehrmonatigen Hausarrest – die Pflicht aufgehoben, sich täglich bei den Carabinieri von Terlan zu melden.

Laut Schöpf hätte Oberhauser einer intensiven Therapie unterzogen werden müssen, doch die habe ihn, Oberhauser, nicht interessiert. Allerdings war damals bereits bekannt, dass er Rauch eine WhatsApp mit drei Emojis geschickt hatte: Eine Spritze, ein Messer und ein Baby. Rauch war einige Zeit zuvor Mutter geworden und hatte nach ihrer Stalking-Anzeige jeglichen Kontakt mit Oberhauser abgebrochen.

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