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Verweigerter Deal

Der Unfall in Birchabruck (Foto: FF Eggen)

Vor zwei Jahren starb der Welschnofner Gemeinderat Valentin Wiedenhofer nach einem Zusammenstoß mit einem Porsche Cayenne.

von Thomas Vikoler

Der Fahrer des VW Passat hatte keine Chance auszuweichen. Der Porsche Cayenne, der zuvor ein anderes Fahrzeug gerammt hatte, geriet bei Birchabruck auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen den von Valentin Wiedenhofer, 75, gelenkten VW Passat.

Wiedenhofer, Gemeinderat der oppositionellen Bürgerliste, in Welschnofen und Kämpfer gegen die Verbauung des Karersee-Gebiets, war auf der Stelle tot.

Das war am 30. August 2019.

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen die Ermittlung gegen den Lenker des Porsche Cayenne, einen Unternehmer aus Deutschnofen, abgeschlossen und Anklage gegen ihn erhoben. Wegen erschwerter Tötung im Straßenverkehr nach dem 2016 verschärften Gesetz. Für tödliche Unfälle, die mit einem Alkoholspiegel von über 1,5 Promille begangen werden, gilt ein Strafrahmen von acht bis zwölf Jahre Haft.

Der Porsche-Fahrer war an jenem Abend mit über 1,5 Promille unterwegs, das ergab ein von den Carabinieri angeordneter Bluttest im Bozner Spital.

Nun wird am Landesgericht um eine Strafzumessung für den betrunkenen Verursacher des tödlichen Unfalls gefeilscht.

 

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Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • baludergrosse

    Was gibt es da mehr als 2 Jahre lang zu ermitteln???
    Die Opfer haben ein Recht auf ihr Recht!!!

    • besserwisser

      herr wiedenhofer ist seit zwei jahren tot!
      die medien veschweigen seit 2 jahren konsequent den namen des unternehmers (weiss eh jeder wers ist), am ende wird der herr keinen tag im kerker verbringen, das weiss auch jeder. desto länger die verfahren sich ziehen desto milder sind die strafen.
      das ist ein wahnsinn, zum schluss wird der herr wiedenhofer noch selber schuld gewesen sein dass er so spät noch unterwegs war…

      • owl

        Das was da passiert ist, wünsche ich niemanden: dem Unfallopfer sowieso nicht (der tut mir über alle Maßen leid, auch wenn ich ihn nicht gekannt habe), aber trotz aller Fehler auch dem Unfalllenker nicht.

        Allerdings gebe ich dir @besserwisser Recht, dass man schon den Eindruck haben kann, dass vor Gericht (und auch in den Medien) mit zweierlei Maß gemessen wird.

  • quaaki

    Das Opfer war nicht angeschnallt, das muss zum Beispiel angemessen bewertet werden usw…

    Außerdem hat ein Gericht ja nicht nur einen Fall sondern hunderte…

    • baludergrosse

      Das Gericht war ja bis jetzt noch gar nicht involviert!
      Der Staatsanwalt hat erst jetzt beschlossen, Anklage zu erheben!
      Die Bewertung der Anschnallpflicht, der Trunkenheit, das vorher gerammte Fahrzeug, das Fahren auf der Gegenfahrbahn… in mehr als 2 Jahren sollte so ein Verfahren bei einem funktionierenden Polizei-Justizwesen sogar abgeschlossen sein.

    • pat

      ah ja, das mit dem anschnallen ist kompliziert. Da braucht es MINDESTENS 2 Jahre Ermittlungszeit.

  • goggile

    armer verstorbener mann. lebenslænglichen führerscheinentzug und millionen an hinterbliebenen. möglichst zeitnah.

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