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„Falsches Signal“

Philipp Moser

2022 wird der Hebesatz der Wertschöpfungssteuer IRAP für die Betriebe von 2,68 auf 3,9 Prozent erhöht. Der hds reagiert mit Unverständnis.

Das Land holt sich damit 60 Millionen Euro an Steuern aus den Betrieben. Kritik und Unverständnis kommt vom hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol.

Ab 2022 wird der Hebesatz der Wertschöpfungssteuer IRAP für die Betriebe von 2,68 auf 3,9 Prozent erhöht. Das hat die Landesregierung beschlossen.

Das Land holt sich damit 60 Millionen Euro an Steuern aus den Betrieben. Kritik und Unverständnis kommt vom hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol.

„Dass der Haushalt pandemie-bedingt neu aufgestellt werden muss, ist verständlich. Aber, dass immer die Wirtschaft automatisch zum Handkuss kommt und für diese Steuererhöhungen und neue Belastungen eingeführt werden, ist nicht nachvollziehbar“, unterstreicht hds-Präsident Philipp Moser.

Das Land habe der Wirtschaft in den vergangenen Monaten große Unterstützungen gewährt. Daher konnte man die Arbeitsplätze zum großen Teil erhalten. Man dürfe aber gerade jetzt, in dieser kritischen Phase, den Aufschwung nicht wieder zunichtemachen. Es muss alles dafür getan werden, damit in dieser Zeit, die Wirtschaft bei der Planung für die Zukunft nicht vergessen wird. Die ersten Anzeichen eines wirtschaftlichen Aufschwungs dürften nicht gefährdet, sondern müssten abgesichert und gefördert werden. Denn: In wirtschaftlicher Hinsicht ist die Corona-Pandemie noch lange nicht vorbei, so Moser.

Zudem befinden wir uns in Südtirol in einer sicher noch länger andauernden Phase, in der Arbeitskräftemangel herrscht und viele Fachkräfte dringend gesucht werden. Jetzt braucht es daher eine Ankurbelung des Arbeitsmarktes und weniger Belastung auf den Faktor Arbeit und nicht zusätzliche Steuern auf die Beschäftigung.

Der hds-Präsident wiederholt daher seinen Appell, den er bereits Anfang Oktober an die Landesregierung gerichtet hatte: „Es ist momentan der falsche Moment für Steuererhöhungen. Die Politik sollte einen Stopp für neue Belastungen bis Ende 2023 einführen!“

 

 

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