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Baumgartner tritt ab

Walter Baumgartner wirft nach 13 Jahren an der Spitze des FC Südtirol das Handtuch. Er kandidiert nicht mehr für das Präsidentenamt.

„Das gestrige Spiel gegen Mantua, das uns an die Tabellenspitze gebracht hat, war mein letztes als Präsident des FC Südtirol.“ Das schreibt Walter Baumgartner in einer Aussendung.

Am nächsten Donnerstag, 28. Oktober, werde ein neuer Verwaltungsrat gewählt. Er habe entschieden, nach knapp 13-Jähriger Präsidentschaft, sich für diese Aufgabe  nicht mehr zur Verfügung zu stellen.

„Es heißt immer, man soll am Höhepunkt einer Karriere gehen“, so Baumgartner.

In der Aussendung schreibt Baumgartner:

Ich habe das Glück, den Verein in einem historisch noch nie dagewesenen Zustand zu übergeben, nachdem ich ihn im Jahre 2009 an seinem tiefsten Punkt übernommen habe.

Nach dreizehn Jahren hartem und leidenschaftlichem, ehrenamtlichem Einsatz ist es Zeit, kurz Bilanz zu ziehen.

Ich glaube behaupten zu können, dass sich das Ergebnis nicht nur in sportlicher Hinsicht sehen lassen kann. Der FC Südtirol ist in den Jahren gewachsen und wird nicht nur in Italien als ein Vorzeigeverein angesehen. Dies aufgrund seiner Organisation, Führung, Infrastrukturen und Finanzgebarung, sowie in sportlicher Hinsicht.

Nicht als Chef, sondern als Leader, so wie ich meinen Führungsstil bezeichne, war es stets ein Anliegen, dass meine Mitarbeiter und das gesamte Umfeld sich bestens entwickeln und in ihrer Aufgabe wachsen können.

Es ist selbstverständlich, dass Zyklen ein Ende haben, so auch meiner, auch weil ich glaube, dass meine ursprünglichen Vorhaben beinahe zur Gänze umgesetzt wurden:

-Das verwirklichte Trainingszentrum in Rungg/Eppan bietet uns hervorragende Arbeitsbedingungen;

-Das vollkommen renovierte Drusus-Stadion wird in den nächsten Wochen fertiggestellt;

-Die Bilanzen des Vereins sind trotz Pandemie in bester Ordnung;

-Der Verein ist im Lande und auf gesamtstaatlicher Ebene nicht nur politisch bestens integriert und geachtet;

-Die Sponsoren sehen im Verein eine hervorragende Werbeplattform:

-Das Aushängeschild FC Südtirol ist fester Bestandteil des Landes;

-Die Jugendarbeit bietet den jungen und talentierten Fußballern und inzwischen auch Fußballdamen eine ausgezeichnete Ausbildung.

Bleibt also noch der Aufstieg in die Serie B.

Auch diesbezüglich ist alles vorbereitet, auch wenn erfahrungsgemäß der sportliche Erfolg sehr schwer bis ins letzte Detail planbar ist.

Meine Entscheidung für den Sportdirektor Paolo Bravo vor dreieinhalb Jahren und die heurige gemeinsame Wahl für den Trainer Ivan Javorcic, hat mit dem vorläufigen 1. Platz die ersten Früchte getragen und lässt uns für diese Saison mit großer Zuversicht in die Zukunft blicken.

Meine Entscheidung, nicht mehr für das Präsidentenamt zur Verfügung zu stehen, liegt schon längere Zeit zurück und war mit dem Ende der 3-jährigen Verwaltungsperiode, die in dieser Woche endet, fest eingeplant.

Ohne Covid wäre der Abschluss der Arbeiten im Drususstadion für Ende März vorgesehen gewesen und mit etwas Glück hätten wir im letzten Jahr den Aufstieg schaffen können. Sollte wohl nicht sein.

So übergebe ich meinem Nachfolger die Aufgabe, diese Werke zu vollenden und ich werde ein treuer und aktiver Anhänger „meines“ FC Südtirol bleiben.

Ich bin dankbar für die schöne und aufregende Zeit!

Ich danke allen, die mich in dieser Zeit begleitet und unterstützt haben, den Vorstandskollegen, den Gesellschaftern und Sponsoren und besonders auch den Fans. Ich danke auch jenen Anhägern, und das sind sehr viele, die zwar nicht ins Stadion kommen, aber jeden Sonntag mit großer Spannung auf das Ergebnis ihres FC Südtirol warten.

Ein ganz besonderer Dank geht an die politischen Entscheidungsträger im Land und den Gemeinden Bozen und Eppan und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Noch ein Anliegen liegt mir am Herzen: Auch jenen Südtiroler Gemeinden und Vereinen zu danken, die uns Gastfreundschaft gewährt haben, bevor wir in Bozen und Eppan  Heimat gefunden haben.

Abschließend noch ein großes Dankeschön an die Medienvertreter, die uns stets mit großem Respekt begegnet sind.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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