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Die wilden Seiten

Seit Montag ist die neue Ausgabe der Straßenzeitung zebra. bei rund 60 Straßenverkäufer*innen überall in Südtirol zu finden.

Auf der Suche nach wilden Orten recherchierte die zebra.Redaktion für die neue Ausgabe, die seit dem 11. Oktober auf Südtirols Straßen zu finden ist, zu wilden Städten, erörterte, was Landraub in Argentinien mit italienischen Textilherstellern zu tun hat, fragte sich, wie sich Frauen in den Bergen über Jahrhunderte behaupteten, wie Aufräumen und Waldbaden auf unser Nervensystem einwirken. AVS-Vorsitzender Georg Simeoni gibt der Südtiroler Tourismuspolitik eine Schulnote, das Kollektiv Futurefarmers zeigt, wie wichtig es ist mit dem Althergebrachten zu brechen, die Gärtner*innen des Salewa-Gartens präsentieren ihr soziales Permakultur-Konzept, der 11-jährige Tobias Bacher erzählt von seiner Vogelfaszination.

“Die “wilden Seiten” unserer Gesellschaft spiegeln sich in vielen Facetten wieder. In der Natur, der in den Städten wieder Platz eingeräumt wird, in politischen Debatten, in der Kunst und in landwirtschaftlichen Pionierprojekten”, so zebra.Redakteur Alessio Giordano.

Protagonist der Rubrik “Io vendo” der neuen zebra. ist Smart Aisida. Der Straßenverkäufer ist ein großer Fußballfan und teilt mit seinen Leser*innen seine Freuden und Sorgen rund um die baldige Geburt seines Sohnes Ronaldos. Smart und seine Frau wohnen derzeit in einem WG-Zimmer. Bald aber werden sie zu dritt sein und im Zimmer nicht mehr genügend Platz haben. OEW-Sozialarbeiterin Patrizia Insam, die als zebra.Streetworker die rund 60 Verkäufer*innen im Projekt zebra. auf ihrem Weg in die finanzielle Eigenständigkeit begleitet, erklärt: “Eine Mietwohnung auf dem freien Markt zu finden ist in Südtirol ein immer schwierigeres Unterfangen.”

Die Mietpreise sind hoch und die Erwartungen, die die meisten Vermieter*innen haben, sind oft sehr schwer zu erfüllen, vor allem wenn man die schwierigen sozialen Umstände bedenkt, in der sich viele Menschen in Südtirol, darunter auch viele zebra.Verkäufer*innen, befinden. Deshalb richtet sich Insam mit ihrem Apell wieder an die Unterstützer*innen von zebra: “In Zeiten wie diesen sind wir als Sozialprojekt oft auf uns allein gestellt. Wer bei der Suche nach einer Unterkunft für Smart und seine Familie behilflich sein kann, leistet großartige Unterstützung und kann sich jederzeit telefonisch unter 334  1216413 an uns wenden.”

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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