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Olympische Geister

Ausbauen für die Olympischen Winterspiele 2026: Wie das Biathlonzentrum in Antholz erweitert werden soll. Immerhin stehen Investitionen von rund 40 Millionen Euro auf dem Programm.

von Silke Hinterwaldner

Großveranstaltung wie Olympische Winterspiele sind mittlerweile ein Reizthema.

Die Menschen fragen sich: Ist es wirklich noch zeitgemäß, enorme Strukturen zu errichten, um für wenige Tage Wettbewerbe auszutragen? Wie fällt die Kosten-Nutzen-Rechnung aus? In Südtirol kommt noch hinzu: Will man mit derlei Großveranstaltungen mehr Touristen anlocken, wo es bereits heute zu Stoßzeiten auf den Straßen kein Durchkommen mehr gibt?

Dass sich auch im Antholzertal die Leute all diese Fragen stellen, weiß der Bürgermeister freilich.

„Das ist durchaus berechtigt“, sagt er, „auch bereits in Vergangenheit haben wir versucht, große Veranstaltungen möglichst verträglich abzuwickeln. Aber eine große Herausforderung ist das immer.“ Die Unterstützung der Bevölkerung sei dabei unerlässlich. Er sagt aber auch: „Wir befinden uns in einem weltweiten Wettbewerb.“ Auf große Veranstaltungen könne ein Biathlonbetrieb wie jener in Antholz deshalb kaum verzichten.

Thomas Schuster hat am Donnerstag kommender Woche die Aufgabe, die Machbarkeitsstudie für den Ausbau der Südtirol-Arena im Gemeinderat zu diskutieren und zu beschließen.

Der Umfang dieser Arbeiten ist enorm. Im Interview erklärt Bürgermeister Schuster die drei Erweiterungsbereiche und die Möglichkeiten der Finanzierung:

TAGESZEITUNG: Herr Bürgermeister, das Biathlonzentrum wird für die Olympischen Winterspiele 2026 ausgebaut. Was genau wird gemacht?

Thomas Schuster: Auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie, die ein Maximalprojekt beinhaltet, haben sich drei größere Bereiche herauskristallisiert. Eines ist die Beschneiung: Diese ist nicht mehr zeitgemäß, beinahe jeder Dorflift ist heute besser ausgerüstet. Wir haben bereits Zusagen für die Finanzierung durch Staat und Land, das sind Investitionen über 6,5 Millionen Euro. Dazu kommt noch eine Million Euro…

Eine Million Euro, die von der Gemeinde Rasen Antholz aufzubringen sind?

Nein. Wie vereinbart wird die Gemeinde keine Geldmittel beisteuern müssen. Wir sind als Eigentümer gefordert, weil wir die Projekte umsetzen müssen, aber finanziell trifft es uns nicht.

Woher nehmen Sie die fehlende Million?

Wir haben bereits an den zuständigen Stellen deponiert, dass sich bei der Planung der Arbeiten Änderungen ergeben haben. Dabei geht es darum, dass man eine neue Lösung für die Entnahme von Wasser finden muss. Das Projekt sieht nun ein neues Speicherbecken vor, diese Arbeiten allerdings verursachen Mehrkosten. Momentan sind wir in Erwartung einer Antwort.

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