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„Ein erster Schritt“

Das Verkehrsproblem am Brenner-Korridor: Das Team K will über die Stärkung der regionalen Eisenbahngesellschaft RTC mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagern. 

Durch die Fusion der RTC AG, der Eisenbahngesellschaft der Brennerautobahn AG, mit ihrem deutschen Partner Lokomotion, soll ein neues Unternehmen entstehen, das in Zukunft eine führende Rolle im Schienengüterverkehr entlang der Brennerachse von Verona nach München spielen kann. Dies forderte das Team K im Regionalrat.

Entlang des gesamten Brenner-Korridors muss das strategische Ziel der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene über die RTC AG zur Priorität werden. Der entsprechende Beschlussantrag des Team K wurde mit großer Mehrheit im Regionalrat bestätigt. Paul Köllensperger, Erstunterzeichner des Antrags, zeigte sich zufrieden: „Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, die RTC AG ist ein strategisch wichtiges Unternehmen unserer Region, das Fusionsprojekt muss wieder aufgenommen werden, um mehr und mehr Güter auf dem gesamten Brenner-Korridor auf die Schiene zu verlagern“.

Die Probleme sind bekannt: Die A22 ist überlastet, die Brennerachse – insbesondere das Eisacktal – weist eine besorgniserregende Luftverschmutzung und damit verbundenes Unbehagen in der Bevölkerung auf, und die Treibhausgase müssen begrenzt werden. Aus diesem Grund wurde vor zwanzig Jahren auf Initiative der Autobrennero AG und dank der Weitsicht des damaligen Vorsitzenden, Herrn Willeit, die Rail Traction Company AG (RTC AG), gegründet. Die RTC AG befördert derzeit rund 11.500 Züge pro Jahr mit 7 Millionen Tonnen Gütern und einer Gesamtlänge von 2,5 Millionen km. Gute Geschäftszahlen, die aber weiter ausgebaut werden müssen.

Genau aus diesem Grund wurde 2014 das Projekt gestartet, die beiden wichtigsten Unternehmen, die im Bereich des Schienengüterverkehrs auf der Brennerstrecke tätig sind – die RTC AG und die Lokomotion GmbH, ein deutsches Unternehmen, das bereits zu 30% im Besitz der RTC ist – zu einem einzigen Unternehmen mit Sitz in der Region zusammenzuführen.

Ziel war es, einen starken transnationalen Betreiber auf der Nord-Süd-Achse zu haben, um lokale Interessen bei der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene besser zu gewährleisten. Stattdessen ist diese strategische Initiative im Sande verlaufen: mit der Politisierung der RTC AG, der Aufstockung der Sitze im Verwaltungsrat, einer verschlechterten Bilanz, dem Verlust wichtiger Akteure, der Blockierung des Fusionsprojekts und einem langsamen, aber unaufhaltsamen Prozess der Verlagerung des Unternehmens nach Verona. Probleme, die auch Landeshauptmann Kompatscher bekannt waren, der in der Tat begonnen hatte, erste Schritte in die richtige Richtung zu unternehmen.

„Diese Geschichte erinnert mich ein wenig an die Vorgänge rund um die A22, mit einer versuchten schleichenden Verlagerung Richtung Veneto seitens der Lega des Trentino. Wir können es uns jedoch nicht leisten, die Kontrolle über die RTC zu verlieren, dieses Unternehmen ist strategisch für unser Land.

Mit der Annahme unseres Antrags ist es uns gelungen, der Wiederbelebung der RTC AG neue Impulse zu verleihen und der Regierung einen ganz klaren politischen Auftrag zu geben, an den sich auch die Lega zu halten hat. Wir danken den Kollegen, dass sie für den Antrag gestimmt haben“, so Paul Köllensperger abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • batman

    „Gute Geschäftszahlen, die aber weiter ausgebaut werden müssen.“ 🙂
    So verringert man den Verkehr Herr Köllensperger

    Mit importierten Atomstrom können wir die regional mit allerlei Chemie produzierten Äpfel exportieren.

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