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Kurz tritt zurück 

Foto: Facebook Sebastian Kurz/ Screenshot

Nach den Korruptionsvorwürfen hat Bundeskanzler Sebastian Kurz am Samstagabend seinen Rücktritt erklärt.

Kurz nach 19.40 Uhr hat der unter Korruptionsverdacht geratene ÖVP-Chef nach einer Sitzung der Parteigremien erklärt, dass er das Kanzleramt zurücklegen wird: „Ich möchte Platz machen, um Chaos zu verhindern und Stabilität zu gewährleisten“, erklärt Sebastian Kurz auf einer Pressekonferenz.

Sebastian Kurz betonte mehrfach, dass er seine Unschuld beweisen werde und ihm diese Entscheidung nicht leicht gefallen sei. „Die Vorwürfe stammen aus dem Jahr 2016, sie sind falsch und ich werde sie entkräften“, so Kurz. Und weiter: „Viele sagen das ist ungerecht, und ich persönlich wäre dankbar, wenn die Unschuldsvermutung in unserem Land für jeden Menschen gelten würde“, erklärt der ÖVP-Chef. Aber da sich auch der Koalitionspartner entschlossen habe, sich klar gegen ihn zu stellen, habe er jetzt diese Entscheidung getroffen.

„In dieser kritischen Phase wäre es unverantwortlich in Monate des Chaos zu schlittern und die die Regierungsverantwortung in eine Vier-Parteien-Koalition zu geben, die dann auch noch von den Gnaden Kickls abhängig wäre“, so Kurz, der betonte, dass es gerade jetzt Stabilität und Verantwortung brauche, damit man diese Phase der Pandemie bestmöglich bewältigen könne.

„In dieser schwierigen Zeit sollte es nicht um persönliche Interessen oder Parteiinteressen gehen, denn mein Land ist mir wichtiger als meine Person“, so Kurz, der dem Bundespräsidenten Alexander Schallenberg als neuen Bundeskanzler vorgeschlagen hat.

Philipp Achammer mit Alexander Schallenberg

Sebastian Kurz will derweil Parteiobmann bleiben und als Klubobmann im Nationalrat weiterarbeiten.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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