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„Keine Abwehrchance“

Mordopfer Barbara Rauch, Lukas Oberhauser

Im Prozess zum Mordfall Barbara Rauch werden blutige Details bekannt – und die Verteidigung ruft Oberhausers Zellengenosse Johannes Beutel als Zeugen auf. 

von Thomas Vikoler

Dario Raniero, Gerichtsmediziner aus Verona, hat alle Details im Kopf: 37 Verletzungen, davon neun im Bereich des Gesichts und des Halses, 20 Stiche in den Oberkörper, davon drei in den Rücken.

Das sind die blutigen Details zu einem grausamen Frauenmord, der am 10. März 2020 in einem Weinlokal in Eppan verübt wurde. Das Opfer: Barbara Rauch, 27, Mutter eines Kleinkindes.

Der Mann, der die Tat gestand hat, Lukas Oberhauser aus Vilipian, 25, sitzt während der Ausführungen Ranieros vor dem Bozner Schwurgericht regungslos neben seinen Anwälten Alessandro Tonon und Karl Pfeifer. Er erfährt, dass die Stiche und Schnitte innerhalb weniger Minuten verübt worden sein müssen und dass das Opfer „keine Abwehrchance“ hatte. Raniero fand am Körper der Ermordeten keinerlei Abwehrverletzungen.

Die Verteidigung ruft überraschend einen Zeugen auf, der selbst wegen eines ähnlichen Delikts – der Mord gegen seine Ehefrau Alexandra Riffesser, verübt mit 44 Messerstichen – zweitinstanzlich verurteilt worden ist: Johannes Beutel, Zellengenosse Oberhausers im Bozner Knast: „Er verlässt nie die Zelle, hat einen Putzfimmel, er ist wie ein Kind und ich bin seine Vaterfigur. Wenn es nicht so läuft, wie er will, rastet er aus“, berichtet Beutel.

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