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Die impffaulen Gemeinden

Foto: LPA/ 123rf

Besonders im Grödner-, Ulten- und Passeiertal ist die Impfbeteiligung nach wie vor nicht zufriedenstellend. In den Städten und im Unterland hat sich die Quote verbessert.

von Markus Rufin

Die Impfbereitschaft in Südtirol hat sich im Vergleich zum August deutlich verbessert. Besonders die Unter-60-jährigen haben in den vergangenen zwei Monaten ordentlich zulegen können.

Das zeigt eine Aufschlüsselung der Nichtgeimpften nach Gemeinden des Südtiroler Sanitätsbetriebes (Stand 3. Oktober). Den Daten zufolge haben sich bei den Über-60-Jährigen 12,8 Prozent der impfbaren Bevölkerung bisher nicht impfen lassen. Bei den Unter-60-jährigen sind es dagegen nur 27,2 Prozent.

Als die TAGESZEITUNG diese Daten das letzte Mal Anfang August veröffentlichte, zeichnete sich noch ein ganz anderes Bild ab. Damals waren 16,8 Prozent bei den Über-60-Jährigen und 42 Prozent bei den Unter-60-jährigen ohne Erstimpfung.

Im August gab es zahlreiche Gemeinden, in denen die Durchimpfungsrate bei den Unter-60-Jährigen unter 50 Prozent lag. Mit Moos in Passeier und St. Pankraz gibt es nur mehr zwei Gemeinden, in denen sich weniger als 50 Prozent impfen haben lassen.

Am impffaulsten sind nach wie vor die Gemeinden aus dem Passeier-, Ulten- und Grödnertal. Am höchsten ist die Impfbereitschaft in den Städten, im Unterland und in eher kleineren Gemeinden wie Kurtinig oder Proveis (Waidbruck und Altrei stellen Ausnahmen dar).

Gemeinden wie Sarntal, die noch vor zwei Monaten über 50 Prozent Ungeimpfte hatten, konnten sich dagegen rehabilitieren. Bei den Unter-60-Jährigen sind dort mittlerweile fast zwei Drittel erstgeimpft. Ähnlich ist es in Gais, wo ebenfalls über 50 Prozent nicht geimpft waren, während es jetzt nur mehr 36,7 Prozent sind.

Der Sanitätsbetrieb erwartet sich, dass mit der bevorstehenden Green-Pass-Pflicht am 15. Oktober noch einige Erstimpfungen dazukommen werden. Jedoch zeichnet sich bereits jetzt ein Ende der Impfbereitschaft ab. Bei den Über-60-Jährigen ließen sich nämlich in einem Zeitraum von zwei Monaten nur vier Prozent südtirolweit erstimpfen. Das sind weniger als 6.000 Personen. Allerdings: Südtirol kommt der Herdenimmunität immer näher. Experten gehen davon aus, dass zwischen 80 und 90 Prozent der Gesamtbevölkerung geimpft sein müssen, um sicher durch den Winter zu kommen.

Südtirol liegt bei der impfbaren Bevölkerung derzeit bei einer Gesamtdurchimpfungsrate von etwas mehr als 76 Prozent. Es fehlen derzeit also noch zwischen vier und vierzehn Prozent um diese Marke zu knacken. Aber jeder Prozent ist in den kommenden Wochen hart erkämpft. Denn wer wisch trotz drohender Suspendierung nicht impfen lässt, lässt sich auch bei einem besseren Impfangebot wohl kaum dazu drängen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • nicola

    Tageszeitung…Ist das nicht ein Widerspruch?
    „Experten gehen davon aus, dass zwischen 80 und 90 Prozent der Gesamtbevölkerung geimpft sein müssen, um sicher durch den Winter zu kommen.
    Südtirol liegt bei der impfbaren Bevölkerung derzeit bei einer Gesamtdurchimpfungsrate von etwas mehr als 76 Prozent. Es fehlen derzeit also noch zwischen vier und vierzehn Prozent um diese Marke zu knacken.“

    80 bis 90 Prozent der GESAMTbevölkerung und es fehlen nur noch zwischen 4 und 14% wenn 76% der IMPFBAREN Bevölkerung geimpft sind…wieviel Prozent sind von der Gesamtbevölkerung geimpft? Laut eurem Impfreport sind das nur 64,4%, dann fehlen auf die Herdenimmunität eher noch 15 bis 25%

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