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„Übers Ziel hinausgeschossen“

LR Philipp Achammer wehrt sich gegen den Vorwurf der Lehrerinitiative Südtirol, dem Lehrpersonal kein Geld für den Ankauf von Computern bereitzustellen.

„Ich bin es mittlerweile gewohnt, dass diese Initiative manchmal mit ihren Kommentaren übers Ziel hinausschießt“, sagt Philipp Achammer.

Die Lehrerinitiative Südtirol hat in einer Pressemitteilung kritisiert, dass das Land dem Lehrpersonal kein Geld für den Ankauf von Computern bereitstelle. Die Forderungen der Schulgewerkschaften und des Lehrpersonals, den IT-Bonus ähnlich wie im restlichen Staatsgebiet als strukturelle Maßnahme einzuführen, weise die Landesregierung nach wie vor zurück. Der bislang nur versprochene IT-Bonus stellt laut Lehrerinitiative Südtirol eine völlig unzureichende einmalige Maßnahme dar. „Das reiche Land Südtirol ist die einzige Provinz Italiens, die den Lehrpersonen diese Form der Spesenentschädigung vorenthält“, heißt es in der gemeinsamen Aussendung.

Der Hintergrund: Am 30. Juli hat der Landtag nach langem Hin und Her das Gesetz verabschiedet, das dem Lehrpersonal eine einmalige Rückerstattung von maximal 520 Euro für den Ankauf der IT-Ausstattung gewährt, welche im Zeitraum vom 5. März 2020 bis 15. November 2021 angekauft wurde bzw. noch angekauft wird.

„Der IT-Bonus wird, so wie es zugesagt wurde, noch in diesem Jahr ausbezahlt“, kündigt Achammer gegenüber der TAGESZEITUNG an. Die Verzögerungen führt der Bildungslandesrat auf steuerrechtliche Zweifel zurück. So sei rechtlich unklar, ob das Land oder gar das Lehrpersonal den IT-Bonus, der über den Lohnstreifen ausgezahlt wird, noch versteuern muss. Mit einer Gesetzesänderung im Landtag soll nun sichergestellt werden, dass das Lehrpersonal die versprochenen 520 Euro netto erhält. Insgesamt wurden hierfür 6 Millionen Euro bereitgestellt.

„Wir haben von den Lehrpersonen natürlich vorausgesetzt, dass sie im Fernunterricht ihre persönlichen Geräte verwenden, da die Schulen nicht imstande gewesen wären, jedem Lehrer und jeder Lehrerin ein Gerät zur Verfügung zu stellen“, erklärt Achammer. Mit dem IT-Bonus wolle man den Lehrpersonen eine Form der Rückerstattung der getätigten Spesen gewähren. (mat)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (26)

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  • enfo

    Sehr geehrter Herr Achhammer,
    vielleicht sieht das Schulpersonal nur, wie sie das Geld des Bidlungsresorts total hirnlos und unnütz hinausballern und denken sich, dass es vielleicht angemessener wäre es in die Angestellten zu investieren.
    Sie reden und reden und reden nur. Ihr politisches Handeln ist nur auf eine Wiederwahl gerichtet. Sie sind wahrlich ein Politiker, der die Menschen den Glauben in die Politik verlieren lässt.

  • na12

    Der gute Herr kann mal die Kirche schön im Dorf lassen. Nach 2 Jahren Pandemie ist noch nicht geklärt, ob und wie Lehrpersonen den IT Bonus erhalten werden. Die Frist geht bis zum 15. November und noch haben Lehrpersonen keine Mitteilung zum ‚modus operandi“ erhalten. Wieder mal eine Taktik! Bis zum Schluss wird das Ansuchen so gestellt werden müssen, dass viele Lehrpersonen in die Röhre gucken müssen.
    Das ist schon arg! 3% Inflationsausgleich in 20 Jahren auch noch nicht angepasst.
    Das reiche Land Südtirol investiert weniger Geld in Bildung als der Stöckel Italiens, gibt sich aber gern avantgardistisch und up to date.
    Lehrpersonen haben sich inzwischen ein Büro wie ein Profi You Tuber oder ein Weltklasse Gamer eingerichtet und nicht weil sie es brauchen, sondern weil dies von der Schule erwartet wird. Lehrpersonen sind auch öffentliche Angestellte mit dem Unterschied, dass sie 2 Arbeitsplätze haben und den zu Hause aus eigener Brieftasche bezahlen müssen.
    Nun ja, so ist es, wenn jmd. über Bildung entscheidet, der in 20 Jahren noch nicht sein Politikstudium abgeschlossen hat. Da sollte wohl jmd. mit einer pädagogischen Uniausbildung ran mit mehr Herz und Know-how. Die Gewerkschaften sind total für die Katze. Das Lehrerwunderland hat mehr Power!

    • hallihallo

      sie 2 Arbeitsplätze haben und den zu Hause aus eigener Brieftasche bezahlen müssen.
      na dann würde ich schon vorschlagen, daß die lehrer die 40 stunden arbeit in der schule verrichten.

      • enfo

        Was hat das mit dem Thema zu tun?
        Es geht darum, dass die Landesregierung in Persona des Bildungsrates großspurig die Digitalisierung der Schule anpreist, aber seinen Angestellten das technische Equipment dazu zur Verfügung stellt.

      • sougeatsnet

        @hallihallo Wäre schön, da müsste die Schule aber deutlich mehr digitale Arbeitsplätze schaffen, viele neue Räumlichkeiten, welche ein Vielfaches kosten würden. Ähnlich schaut es mit der Kapazität der Datenlinien aus. Blöd reden geht schnell, aber mit Hirn brauchbare Lösungen anbieten ist erheblich schwieriger.
        Wenn im ganzen Rest von Italien den Lehrern dieser IT-Bonus bereits mehrere Jahre jährlich zuerkannt wird, finde ich die Bezahlung von 520€ eher einen Witz. Bildung gibt es halt nicht zum Nulltarif.

      • drrobotto

        Wäre ich sofort dabei! Dann hätte ich wenigstens am Wochenende oder am Abend frei. In der Schule kann ich ohne privates Gerät kaum irgendwas arbeiten, da bei uns bei ca. 120 Lehrer genau 6(!!) Computer zur Verfügung stehen und diese meistens besetzt sind. Auch hätte ich dann bitte gerne einen fixen Arbeitsplatz, wo ich meine Unterlagen, Schularbeiten, etc. deponieren kann ohne, dass diese verschwinden. Räumlichkeiten sowie passendes Equipment sind leider sehr rar und ohne private Mittel von Seiten der Angestellten kaum vorhanden.

        Als zum Beispiel Geometer in einem technischen Büro muss ich natürlich auch meinen eigenen Desktop mitbringen und die Software auch aus eigener Tasche bezahlen.

        • kuppelwies

          Fixer Arbeitsplatz geht wohl nicht. Ein Arbeitsplatz muss immer von mehreren Usern genutzt werden können. Das ist einfach. Der fixe Desktop bleibt jedem user. Wenn Unterlagen verschwinden, hat das mit Teamwork zu tun.

    • batman

      Die Krake dringt immer tiefer in den privaten Bereich vor und die Grenzen verschwinden.

  • batman

    3-4 MILLIARDEN Euro schwer, sei das Corona-Hilfspaket haben LH Kompatscher und LR Achammer im letzen Jahr angekündigt. Das wären ca. 5.600 – 7.500 Euro pro Bürger. Also hier stimmt etwas nicht!

  • ronvale

    Der Mittelwert hat hier keine Aussagekraft

    Wenn einer 100000 Euro bekommt und 15 Null Euro , dann bekommt im Durchschnitt jeder 6250 Euro

  • nicola

    Wenn eine Lehrperson schon vor der Pandemie zuhause nicht mal einen PC hatte, dann ist da schon vorher was schiefgelaufen! Jeder Schüler bzw. jede Familie braucht schon lange zuhause einen PC, auch ohne Fernunterricht und gerade ein Lehrer sollte mit einem digitalen Gerät auch zuhause ausgestattet sein, auf private Kosten, so wie jeder andere auch. Viele werden diesen Bonus einfach ausnutzen, um ihre Geräte zuhause wieder mal auszutauschen und sich was Neues anzuschaffen, das dann geschickterweise ja von anderen bezahlt wird.

    • enfo

      Also sollten Vertreter auch ihr eigenes Auto für die Arbeit nutzen, denn heutzutage hat doch jeder ein Auto und wer keines hat, ist für den Beruf als Vertreter nicht geeignet. Natürlich muss das Privatauto auch etwas hermachen und darf kein Fiat Punto sein, denn es muss ja dem Beruf und Auftreten angemessen sein.
      Dasselbe gilt aber aúch für Schüler. Wie kann man von einem Haushalt verlangen, dass sie die Digitalisierung der Schule bezahlen müssen, denn diese findet nicht „in“ der Schule statt, sondern bei den Schülern.
      Und nebenbei was will Achhammer den digitalisieren, wenn nicht mal das Geld für Bücher für Schüler da ist.

      • andreas

        Eine Computer zu haben gehört heutzutage eigentlich zur Grundausstattung, wie z.B. ein Fernseher.
        Sollten Lehrpersonen keinen gehabt haben, wäre das etwas eigenartig bzw. könnte man daraus schließen, dass dieses Lehrpersonal nicht mehr wirklich auf Höhe der Zeit ist.
        Nebenbei nutzt sich ein Computer nicht ab und es gibt, außer die paar Cent Strom, keine laufenden Kosten.
        Ev. eine bessere Internetverbindung ist ein anderes Thema.

        • kirke

          Für die zur Arbeit notwendigen Geräte ist der Arbeitgeber zuständig.

        • batman

          @ndreas
          Du glaubst also, dass, wenn jemand keinen Computer hat, nicht auf der Höhe der Zeit ist? 🙂 🙂 🙂 So ein Blödsinn! Du bist doch selber das beste Beispiel. Du hast einen Computer, aber trotzdem bist du etwas hintangebliebenen., Du scheinst technischen Fortschritt und persönliche Entwicklung nicht auseinanderhalten zu können.

        • enfo

          Ich bin Ihren Kommentaren eigentlich fast immer einverstanden, aber natürlich nutzt sich ein Computer ab. Er wird langsamer je mehr Dateien darauf gespeichert sind. So wie ein Habdy auch.
          Aber es geht mir hier vor allem auch um die Schüler. Ein Haushalt mit 4 Kindern, braucht 4 PCs und entgegen Ihrer Annahme, dass sich diese nicht abnutzen (Antivirusprogramme sind auch teuer, so wie Prgogramm, die man braucht) kostet das ca. alle 3 bis 4 Jahre 4000 Euro

          • andreas

            Die Abnutzung bzw. laufenden Kosten bezogen sich auf den Vergleich mit dem Auto.

            Eine Unterstützung für Eltern schulpflichtiger Kinder würde ich als notwendiger ansehen, da diese teilweise effektiv sehr hohe Kosten hatten.

            Kosten für Programme sind auch ein anderes Thema, die Unterstützung wird ja für die Hardware gefordert.

            Aber eigentlich ist der Betrag überschaubar, mir geht es nur auf den Wecker, dass momentan jede Berufsgruppe jammert, sich als am meisten betroffene ausgibt, Anerkennung fordert und annimmt, ohne sie geht morgen die Sonne nicht mehr auf.

            Nebenbei würde ich mal annehmen, dass der Computer zu 90% privat von der ganzen Familie genützt würde, sofern kein Fernunterricht stattfindet.

  • fritz5

    Die Bauern, die Hoteliers und die Lehrer haben alle 3 Dinge gemeinsam: fordern, fordern, fordern!
    Versucht es einfach mal mit Arbeit.

  • heiterbiswolkig

    Ihr Kritiker müsst euch mal entscheiden. Einmal sagt ihr die Lehrer arbeiten zuhause nicht sondern nur die paar Stunden in der Schule. Dann sagt ihr hier wieder die hatten schon vor Corona einen PC den sie für die Schule nutzten. Was denn nun?

  • e.k.

    Mmmhh, scheint wohl ein Problem des Wohlstands zu sein: Gier und Neid. Schlimme Entwicklung

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