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„Frau Müller muss weg“

Nach einer coronabedingten Pause kehrt die Heimatbühne Auer mit einer witzig-bösen Komödie des Autors Lutz Hübner auf die Bühne zurück.

In „Frau Müller muss weg!“ tun sich Schülereltern zusammen, um gegen eine Lehrerin vorzugehen. Die

Elternschaft der Klasse 5B ist nämlich alarmiert: Die Bildungskarrieren der Sprösslinge sind in Gefahr. Das Klassenklima ist schlecht, die Kinder wollen nicht in die Schule gehen, die schriftlichen Noten sind abgesackt und die Gesamtatmosphäre ist eine Katastrophe. Die Eltern sind sich einig: Schuld ist die Klassenlehrerin, nicht die Kinder oder gar deren Erziehungsberechtigte.

Der Plan: Frau Müller muss weg!

Es beginnt ein atemberaubender Psychokrieg, in dem bald alle gegen alle kämpfen und es zu manch unerwarteter Wendung kommt.

Eine realitätsnahe Komödie

Regisseur Christian Mair, der nunmehr schon zum sechsten Mal mit der Heimatbühne Auer zusammenarbeitet, inszeniert ein Stück, das mehr erreichen soll als nur zu unterhalten.

„Wir möchten zwar, dass die Leute sich amüsieren, das Lachen soll ihnen aber auch ein bisschen im Hals steckenbleiben, weil es eine bitterböse Komödie ist. Das Stück soll ein wenig zum Nachdenken anregen“, sagt Mair.

In „Frau Müller muss weg!“ zeichnet der Autor Lutz Hübner das Bild einer Generation zwischen Förderwahn und Wohlstandsverwahrlosung; einer Leistungsgesellschaft, in der jedes Mittel recht ist, den Nachwuchs nach vorne zu bringen und sich dabei selbst aus der Verantwortung zu stehlen. „Ich glaube, jeder, der das Stück sieht, erkennt in den Figuren eine ihm bekannte Lehrperson, Mutter oder einen Vater wieder. Trotz einiger Klischees steckt in dem Stück nämlich sehr viel Wahres drin“, verrät Regisseur Mair.

„Nach der langen coronabedingten Pause wollten wir mit einem kleineren Stück starten, ohne große Besetzung. Es spielen nur sechs SchauspielerInnen mit. Sie beweisen alle viel Können, das Stück wird sonst eigentlich von Kammerschauspielern gespielt“, so Christian Mair. „Die SchauspielerInnen sind hungrig auf die Bühne. Sie freuen sich, endlich wieder vor Publikum spielen zu dürfen und Applaus zu bekommen.“

Es sei wieder höchst an der Zeit für Theater, meint auch Egon De Nadai, Obmann der Heimatbühne Auer: „Wir sehen es ein bisschen als unseren Auftrag, die Leute wieder zusammenzubringen. Wir glauben, das Publikum hat nach dieser längeren Kultur-Pause wieder Lust auf Theater und darauf, sich zu amüsieren.“

Termine: 15., 16., 22., 23.10. um 20 Uhr, 17., 24.10. um 18 Uhr (Reservierungen Mo – Fr, 16 – 20 Uhr unter 334/7060612 – auch per WhatsApp)
Aufführungsort: Bibliothek Auer (Eingang, Nationalstraße 23)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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