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Gewerkschaft der Ungeimpften

In Südtirol wurde, als Untersektion der AGO, eine eigene Gewerkschaft der ungeimpften öffentlichen Bediensteten gegründet. Sie hat bereits 400 Mitglieder.

Von Matthias Kofler 

„Jetzt gründen die Suspendierten und Impfgegner schon Gewerkschaften“, sagt ein Mitglied der Landesregierung.

Es ist der 31. August dieses Jahres. Christian Stadler, Armin Mitterer, Anna Zingerle, Nadine Kostner, Maria-Theresia Tschurtschenthaler und Sigrid Deluggi, allesamt Angestellte aus dem Schulbereich, treffen sich im Kapuzinergarten in Klausen, um die konstituierende Sitzung abzuhalten. Sie beschließen, mit ihrer Unterschrift eine Gruppe namens „Spontanes Komitee und Gewerkschaft zum Schutze der Verfassungsmäßigen Rechte und der freiheitlich demokratischen Rechtsordnung und zum Schutz des Rechtes auf Arbeit, Streik und freier Meinungsäußerung in der Schulwelt, Arbeitswelt und Gesellschaft“ zu gründen. 

Die Begründung: Im Rahmen der Covidkrise und Impfkampagne drifte die Rechtslage vom Geist und in Sinn einer demokratischen und liberalen Rechtsordnung „ins Totalitäre ab“, heißt es im Gründungsakt, der seit einigen Tagen in den (a)sozialen Netzwerken kursiert.

Die fünf Gründungsmitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, eine autonome Gewekschaftssektion der Autonomen Gewerkschaftsorganisation der örtlichen Körperschaften (Ago) ins Leben zu rufen. Bis zum vergangenen Sonntag hatten Interessierte Zeit, sich per Mail in die Gewerkschaft einzuschreiben. Ersten Informationen zufolge soll die Gewerkschaft der Green-Pass- und Impfgegner bereits zwischen 300 und 400 Mitglieder zählen. 

„Autonome Sektion bedeutet, dass wir keinen Weisungen der Muttergewerkschaft (Ago) unterliegen, aber uns der Organisstionsstruktur der Ago bedienen können“, erklären die Gründungsmitglieder. Das Verhältnis soll so ähnlich sein wie zwischen ASGB und Schulgewerkschaft. „Wir wären also eine zweite Schulgewerkschaft“, heißt es aus der Neo-„Gewerkschaft“. Die Impf- bzw. Green-Pass-Gegner sehen den Vorteil darin, dass sie ihre Positionen direkt vorbringen können und sich besser gegen die Entscheidungen der Politik wehren können, auch mit Streiks.

Das Anmeldeformular ist insoweit bedingt, als dass es an die Gründung der autonomen Sektion geknüpft ist. Zunächst dient die Anmeldung dazu, eine – so wörtlich – „kritische Masse an Mitgliedern zu sammeln, um die Gewekschaftssektion gründen zu können.“ 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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