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Gutes Zeugnis

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Erwerbstätigenquote, Ehrenamt, Urlaub auf dem Bauernhof und Problemkredite: Südtirol schneidet im ISTAT-Wohlstandsreport gut ab.

Der Wohlstandsreport des staatlichen Statistikinstitutes ist ein Gradmesser für die Lebensqualität, wobei 152 verschiedene Indikatoren analysiert werden. Die gute Nachricht: Bei keinem der Indikatoren Studie zum gerechten und nachhaltigen Wohlstand (BES) liegt Südtirol am Ende der Rangliste.

Alles in allem stellt das ISTAT dem Land Südtirol ein gutes Zeugnis aus.

So hat Südtirol beispielsweise die höchste Erwerbstätigenquote in Italien.

Die Erwerbstätigenquote bei den 20- bis 64-Jährigen liegt in Südtirol bei 77,2 Prozent. Der italienische Schnitt liegt bei 62,2 Prozent.

Ebenfalls am besten schneidet Südtirol bei der Quote an Problemkrediten – sprich der Gefahr, Kredite nicht mehr zurückzahlen zu können – für Familien ab: Der Anteil von 0,1 Prozent im Jahr 2020 ist staatsweit der niedrigste. Gleichzeitig verzeichnet Südtirol hier auch den höchsten Rückgang: Im Jahr 2010 hatte der Anteil der Problemkredite von Familien in Südtirol noch bei 1,0 Prozent gelegen.

Auch beim Ehrenamt ist Südtirol Spitze!

Bei der Anzahl der aktiven Non-Profit-Organisationen belegt Südtirol den ersten Rang gleichauf mit Aosta, Trient und der Provinz Görz. In Südtirol kommen 104 ehrenamtliche Organisationen auf je 10.000 Einwohner, während es in anderen Provinzen in Italien im Schnitt 60,1 auf 10.000 Einwohner sind.

Mit 42,3 Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betrieben (UaB) je 100 Quadratkilometer platziert sich Südtirol bei der Anzahl der UaB-Betriebe bezogen auf die Landesfläche im gesamtstaatlichen Vergleich ganz vorn, obwohl ein Rückgang von 1,9 Prozent verglichen mit 2010 zu verzeichnen ist.

Auf Platz 2, hinter der Provinz Neapel, rangiert Südtirol bei der Zunahme der Aufwertung des Museumserbes, wo das Land 5,9 Punkte im Vergleich zum Vorjahr dazugewinnt. Insgesamt hingegen liegen bei der Aufwertung des Museumserbes andere italienische Gebiete ganz vorne: Auf Neapel folgen Triest, Rom, Florenz, Mailand und Venedig.

Auch bei der getrennten Müllsammlung liegt Südtirol über den Zielvorgaben.

Weniger Abfallproduktion und getrennte Müllsammlung haben positive Auswirkungen auf die Umwelt und somit auch auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. Die 2019 aktualisierten Daten für diesen Indikator zeigen, dass die Produktion von Siedlungsabfällen in Italien bei 30,1 Millionen Tonnen liegt, was 503,6 Kilogramm pro Einwohner entspricht.

61,3 Prozent dieser Abfälle wurden getrennt gesammelt. 

2006 wurde per Dekret das Ziel festgelegt, bis zum 31. Dezember 2012 insgesamt 65 Prozent des Abfalls getrennt zu sammeln. Dieses Ziel haben bis 2019 insgesamt 54 von 107 Provinzen in Italien erreicht. In Südtirol liegt der Anteil der getrennt zu sammelnden Abfälle zwischen 67,9 und 75,1 Prozent und übertrifft somit die Zielvorgabe.

Schlecht schneidet Südtirol beim Indikator „Frauen in der Gemeindeverwaltung“ ab, und zwar im Segment 24,5 bis 28,4 Prozent. 

Im Mittelfeld steht Südtirol bei den Unter-40-jährigen in der Gemeindeverwaltung, und zwar im Segment 26,9 bis 30,1 Prozent.

Was hingegen den Indikator „Gemeinden mit Online-Diensten für Familien“ betrifft, scheint Südtirol weiter vorne auf: im Segment zwischen 23 und 37,1 Prozent.

 

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