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„Enkeltaugliches Wirtschaften“

Heiner Oberrauch und Reinhold Messner

Das diesjährige Sommerfest des Unternehmerverbandes im „MMM Firmian” stand ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit.

“Enkeltaugliches Wirtschaften ist die neue Mission, der wir uns alle stellen müssen.“

Mit diesen Worten hat sich Verbandspräsident Heiner Oberrauch an die über 250 Unternehmerinnen und Unternehmer gewandt, die gestern im Messner Mountain Museum in Schloss Sigmundskron zum ersten vom Unternehmerverband Südtirol organisierten Sommerfest gekommen waren.

In seiner Begrüßung erklärte Oberrauch, wieso auch für die Unternehmen die Nachhaltigkeit entscheidend ist:

„Erstens: Aus Verantwortung für unsere Welt und für ein enkeltaugliches Wirtschaften.

Zweitens: In der Nachhaltigkeit besteht ein riesiges Potenzial für technologische Entwicklung und Innovation. Energieeffizienz, sparsamer Umgang mit kostbaren Ressourcen, Entwicklung von umweltfreundlichen Lösungen für Mobilität, Wohnen und Arbeiten. In vielen diesen Bereichen sind unsere Unternehmen schon neue Wege gegangen und diese Wege gilt es konsequent weiter zu beschreiten.

Drittens: der Kampf um die besten Talente spielt sich weltweit ab. Gerade jüngere Generationen haben eine stärkere Sensibilität für Nachhaltigkeit entwickelt. Unternehmen, die in Nachhaltigkeit investieren, sind für sie auch attraktivere Arbeitgeber und das ist gerade jetzt, wo der Arbeitskräftemangel immer größer wird, ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Heiner Oberrauch

Es geht aber nicht nur um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich erlebe es selbst jeden Tag: stimmt die Wertehaltung eines Unternehmens mit jener seiner Mitarbeiter überein, dann ist auch ihre Leistungsbereitschaft größer. Viertens: es ist eine große Chance für unser Land. Beim Klimaschutz braucht Südtirol Leuchtturmprojekte.

Wir haben hier einige Vorschläge gemacht: die gesamte Flotte des öffentlichen Personenverkehrs auf Elektro- oder Wasserstoffbusse umzustellen; sichere Parkgaragen für E-Bike in allen Bahnhöfen errichten; die Möglichkeiten von E-Bike und E-Auto-Verleih ausbauen; innovative Marketingkonzepte umsetzen.“

Oberrauch kündigte zudem einige konkrete Initiativen an, die der Unternehmerverband voranbringen wird:

„Wichtig ist, dass wir vor unserer Haustür kehren, dass wir als Verband und Unternehmer unseren Beitrag leisten, um unsere Unternehmen, unser gesamtes Land, nachhaltig aufzustellen. Einerseits in der Interessensvertretung, aber gleichzeitig auch als Hilfestellung in der Dienstleistung und Beratung.

Wir werden in den kommenden Wochen gezielte Informationsveranstaltungen organisieren, ein innovatives Check-Up-Tool für Nachhaltigkeit im Unternehmen anbieten, und auch den ökologischen Fußabdruck unserer Industrie genauer untersuchen, um mit messbaren Daten aufzuzeigen, wo wir gut aufgestellt sind, aber auch wo es Verbesserungspotenziale gibt.

Die Innovationskraft unserer Betriebe auch in den strategischen Bereichen wie Wasserstoff, Elektromobilität oder nachhaltiges Bauen stimmen mich zuversichtlich. Jedes Unternehmen muss im Bereich der Verpackung möglichst viel weglassen. Jeder muss seine Hausaufgaben machen. Unsere Unternehmen sind mutig und können noch mehr!“

Im Anschluss an die Einleitung von Präsident Oberrauch ergriff Hausherr Reinhold Messner das Wort, und legte seine Idee von Nachhaltigkeit dar.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (9)

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  • prof

    Über Nachhaltigkeit predigt Oberrauch gerne,aber seine Ware importiert er großteils aus China,antürlich ist dies auch Nachhaltigkeit.

  • checker

    Wenn alte Männer über Zukunft im Unternehmertum sprechen, dann ist dies wie wenn ein pensionierter Sportler die Zukunft des Sports sein will.
    MIr fehlt in der Unternehmerdiskussion komplett der Anteil der Jugend. Und dafür gibt es einen Grund: Diese wandern ab und gründen ihre Unternehmen irgendwo anders.

  • owl

    Schon interessant, wenn uns zwei ältere Herren mit einem ökologischen Fußabdruck epischen Ausmaßes erklären wollen, wie Nachhaltigkeit und Enkeltauglichkeit funktionieren.

    Das ist in etwa so, wie wenn die Orks über den Frieden in Mittelerde referieren würden. Das wäre vermutlich auch recht interessant…

  • treter

    Apropo der liebe Messner und die Nachhaltigkeit…. Er ist ein großer Befürworter des Bozner Flughafens und hat bezüglich der Antersasc Alm Zufahrtsstraße sich mal folgendermaßen geäußert: bis 2000 Meter hinauf ist alles erlaubt aber dann ist Schluss…. Kommentar überflüssig!!
    Und den Herrn Oberrauch möchte ich bezüglich seiner Äußerung „enkeltaugliches Wirtschaften + vor der eigenen Tür kehren“ ersuchen sich dafür einzusetzen, dass das Unternehmen Progress nicht weiter das Vorhaben „Rodung Auwald Brixen für ein 3D-Betondrucker Industriegebäude“ weiterverfolgt.
    Ansonsten sind alles nur Phrasen und Schönrederei!!

  • batman

    Das sie sich nicht auf dem Kronplatz getroffen haben? Da hätten Messner sein Messner-Montains-Nachhaltigkeitskonzept live den Bewunderern zeigen können.

  • batman

    Wären sie ehrlich zu sich selber, müssten sie eigentlich einen Kritiker einladen und die zwei Herren sollten im Publikum sitzen.

    https://m.youtube.com/watch?v=LWeNpU3fZc4

  • luis2

    Die olten Leid, waren und sind in der ganzen Welt.
    Die chinesische Wirtschaft freut sich , die alten Nähmaschinen surren dort recht munter und Herr Oberrauch ist recht glücklich darüber.

  • pingoballino1955

    Wieso ist Messner eigentlich so überzeugt,dass seine Meinung überall gefragt sei??? Die Leute sind mündig ,die wissen schon selbst was sie MEINEN Herr Messner!

  • batman

    Den nächsten Vortrag hat der Herr Oberrauch schon angekündigt! Thema:
    GEMEINSCHAFTSEIGENTUM

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