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„Ungleiche Behandlung“

Tony Tschenett

Der Umstand, dass der Südtiroler Sanitätsbetrieb den landwirtschaftlichen Betrieben kostenlose und freiwillige Nasentests für Erntehelfer zur Verfügung stellt, stößt Tony Tschenett, dem Vorsitzenden des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), sauer auf.

„Eigentlich müssten in allen Bereichen dieselben Regeln gelten. Sprich: Voraussetzung für die Einreise ist der Grüne Pass – egal ob es sich um Touristen oder Erntehelfer handelt. Die zuständigen Behörden müssten die Erntehelfer also rigide kontrollieren. Es kann nicht sein, dass wir möglicherweise infizierte Personen einreisen lassen, die Ausbreitung von Covid-19 riskieren und schlussendlich die gesamte Wirtschaft draufzahlt“, ärgert sich ASGB-Chef Tschenett.

Eine grobe Ungleichbehandlung verortet Tschenett auch im Hinblick auf die Teststrategie: „Während die Lehrpersonen, die nicht geimpft oder genesen sind, die Antigentests selbst bezahlen müssen und die Nasentests der Schüler bei sportlichen Aktivitäten nicht anerkannt werden, müssen sich die Erntehelfer – die erwiesenermaßen eine bedeutende Quote der Infizierten ausmachen – nur einem freiwilligen und mit Landesmitteln bezahlten Nasentest unterziehen, der bei weitem nicht die Validität der Antigentests aufweist. Dieses Testkonzept ist nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben ist!“

Der ASGB-Chef fordert die Landesregierung zudem auf, rigoros zu kontrollieren, ob die Erntehelfer einen Grünen Pass vorweisen können – auch durch Stichprobenkontrollen in den landwirtschaftlichen Betrieben – und bei Nichtvorhandensein der Voraussetzungen Quarantänemaßnahmen zu verhängen. Es könne nicht sein, dass die Südtiroler Bevölkerung durch die Einreise infizierter Erntehelfer langfristig Einschränkungen in Kauf nehmen muss.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (23)

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  • hrhsnl

    Eine Gewerkschaft die zu jeder Einschränkung ja und amen sagt ist von vorn herein eine Zumutung der Arbeiterschaft.

    DER FISCH STINKT VOM KOPF AB WERTS!!!!!

  • franz1

    Iaz seinmo wido soweit: Die Bauern polter, ohne die Klauber bleibm die Äpfl af die Bam!
    Do Baurnbund rennt do LR die Tirn ein, diese woas nix onderes wia testn, testn und des olles af des Steierzohlers Buggl?
    Schickt denen die Rechnung dei nit „Kontrolliert“ hobm, a „greaner Poss“ losst sich a fälschn, desholb brauchts do a a Kontrolle.
    Wo bleibt die Quarantäne bevor der Orbatn beginnen?

    Corona lässt grüßen, isch jo nit sichtbor!

  • vogelweider

    Ich kann und muss der Presseaussendung T. Tschenetts in diesem Fall in jeder Hinsicht Recht geben.

  • asterix

    Immer die übliche Lobby Wirtschaft. Unsere können sich die Antigen Tests selbst bezahlen. Die kriegen Widmanns Nasenflügel Tests gratis. Immerhin werden sie verbraucht, er hat ja noch ein paar Milionen übrig. Ich hoffe nur inständig, dass die Wähler nicht vergessen.

  • batman

    Der Herr Tschenett denkt leider nur eindimensional

  • fritz5

    Ein Land der Bauern und Hoteliers (auch manchmal in Personalunion)

  • morgenstern

    Wie man sieht ist der Bauernstand in unserem Land auf dem besten Weg dafür zu sorgen dass die ohnehin geringe Wertschätzung ihn gegenüber in eine abgrundtiefe Verachtung umschlägt.

  • franz19

    Der Landeshauptmann tut sein bestes um die Wählerstimmen der SVP zu retten…Eigentlich sollte man ihn verklagen, denn warum sollen alle andere sich den Test bezahlen??
    Oder sonst sollen es die Äpfelbauer zahlen, die eh super verdienen mit den Äpfel und den Wohnungen die Sie als Urlaub auf den Bauernhof verkaufen…
    Eigentlich sollte sich die SVP schämen, unsere Leute zahlen Steuern und müssen alles bezahlen und die Klauber aus den Osten bekommen alles gratis…

  • hrhsnl

    Jeder Mensch ist ersetzbar!

    DIE. SVP SICHER AUCH!!

  • unglaublich

    Wer als Arbeiter und Angestellter immer noch nicht verstanden hat, dass die sog. SVP (VOLKSpartei 🙂 niemand anderen als Unternehmer, Handwerker, Wirte und Bauern vertritt, dem kann nicht mehr geholfen werden.
    Absolut abwegig: Die Lehrer*innen müssen sich den Test selber bezahlen und müssen gleichzeitig den Test der Erntehelferin mit ihren Steuergeldern bezahlen. Einfach nur: UNGLAUBLICH

  • protea

    Tolle Politik! Alles für den Tourismus und die Landwirtschaft.
    SüdtirolerInnen wehrt euch, es ist an der Zeit.

  • batman

    Der Green Pass ist doch keine Garantie dafür, dass ein Geimpfter das Virus nicht in sich trägt Was nützt dem Getesteten mit Green Pass, der Impfstatus eines Geimpften?

  • eiersock

    Und die 600€ nit vergessen! die sem hatten gmiast ondere kriagn dei wos kuane Orbeit mer kop hobn und nit dei Bauern wos ollm hobn terft in die Wiesn orbeitn und nou teiflisch glocht hobn! Zum schamen des Volk!

  • hrhsnl

    Olm brav wälen gean
    Ober nit olm die gleichen.

    DEMOKRATIE IST ?

    WENN MAN SAGEN KANN WAS MAN WILL !!
    UND TROTZDEM TUT WAS DIE ANDEREN SAGEN !!

    UND ES TRAURIGE ISCH MIAR TEANS FREIWILLIG !!!!!!!

  • checker

    Der Südtiroler Sklave ist selber Schuld wenn er seine Fürsten immer wieder wählt. Ich habe damit schon lange aufgehört. Aber offenbar will man am Rockzipfel ein paar Bosse hängen. Dies ist dann eben das Resultat.

  • meraner

    Herr Tschenett, entweder sind Sie total uninformiert, oder Sie versuchen durch Populismus die Gesellschaft zu spalten. Und ich weiß nicht was in Ihrer Position schlimmer ist. Denn es sollte mittlerweile jeder wissen, dass man für die Einreise nach Italien entweder geimpft oder getestet sein muss, also einen Green Pass haben muss. Für die Ausführung Ihrer Arbeit sind für die Erntehelfer in Italien, wie für alle anderen Berufszweige, mit Ausnahme des Schul- und Sanitätspersonal zu keine weitere Auflagen vorgesehen. Also wären die Nasenflügeltests eine freiwillige zusätzliche Sicherheit, und diese Test, wie sie wissen sollten, werden auch anderen kostenlos zur Verfügung gestellt. Ihr unkompetente und populistische Aussendung machen Sie , aus meiner Sicht, für Ihre Position inakzeptabel.

  • andimaxi

    Das Problem der Arbeitnehmer waren immer die Gewerkschaften.

  • thommy

    Tschnett sind sie jetzt langsam beim aufwachen wo waren Sie die ganze Zeit um uns Arbeiter zu unterstützen???

  • hrhsnl

    Wo er war?
    Die Kandidatur auf der SVP liste vorbereiten .
    Bei dem nächsten Landtagswahlen!!!

  • kurtohnegurt

    Die Arroganz eines Tiefenthalers hat keine Grenzen mehr. Plus die Art alle zu Verarschen ist schon fast straffällig, hoffentlich gibt es jemanden der die Regierung in Rom Fotos von den Obstbauernhöfen schickt, damit diese Ungerechtigkeit endlich ein Ende findet. Nicht Los von Rom, sondern Rom hilf uns zur Gerechtigkeit.

  • hilti

    Genau das sage auch ich. Wenn man heute früh gehöhrt hat, dass von den ganzen Covidpatienten im Krankenhaus, ein einziger Südtiroler ist, wer sind dann die anderen???
    Marsmenschen???
    ENTEHELFER UND INDISCHE KÖCHE.???
    Die bringen die Brasilianische Variante, sorry müssen sagen die Delta Variante, weil sonst Diskrimierent.
    Hören wir bitte auf mit solchen Dummheiten, liebe Politiker ,steckt euch diese Schnapsideeen in die Tasche , und kert wieder zum Fußvolk zurück, denn ihr seits so Abgehoben, dass es nicht viel weiter gehen kann.
    Wenn ich nur einwenig zu Sagen hätte, würde ich euch alle, wirklich alle in die „Wüste“ schicken.

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