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Das umstrittene Merkheft

„Jung, frech und sehr patriotisch“: Das neue und stets umstrittene Tiroler Merkheft 2021/22 der Süd-Tiroler Freiheit ist da.

Schüler aus Nord-, Süd- und Osttirol hätten „schon seit Wochen mit Spannung“ darauf gewartet, nun sei es endlich so weit, das neue Tiroler Merkheft ist da.

„Es ist jung, es ist frech und es ist sehr patriotisch. Was in den Schulen oftmals verschwiegen wird, das lernen die Schüler mit dem Tiroler Merkheft. Heimat, Brauchtum, Geschichte, Politik und die Förderung eines Gesamttiroler Identitätsbewusstseins. Von A wie Andreas Hofer, bis Z wie Zukunft Tirols, ist alles vorhanden, was Schüler aus ganz Tirol wissen und lernen sollten“, heißt es in einer Aussendung der STF.

 Und weiter:

Die Gegner hassen es, linke Lehrer haben versucht es zu verbieten, doch die Schüler lieben es und der Erfolg des Tiroler Merkheftes wird jedes Jahr größer. Die Nachfrage ist inzwischen schon so groß, dass Schüler bereits Wochen vor der Erscheinung anfragen und uns das Merkheft bei den Verteilaktionen förmlich aus den Händen reißen. Das Tiroler Merkheft ist zum fixen Bestandteil vieler Schultaschen geworden, denn es ist mehr als nur ein Terminplaner mit Lokalbezug, es ist das politische Statement einer jungen und patriotischen Generation, die ganz selbstbewusst von sich behauptet ,Wir sind Tiroler‘.“

Schwerpunkt Freiheitskampf und Folterungen.

Anlässlich 60 Jahre Feuernacht widmet das Tiroler Merkheft in diesem Jahr einen Schwerpunkt den Freiheitskämpfern der 1960er Jahre und schildert anhand der Folterbriefe auch deren grausame Misshandlung und Tötung durch die italienischen Carabinieri.

„Wer waren die Männer und Frauen, die für unsere Heimat und unsere Rechte gekämpft haben? In den Schulen lernt man nichts darüber, höchste Zeit also, dieses wichtige Kapitel unserer Geschichte den Schülern endlich näher zu bringen“, so die STF.

 Als Beilage befindet sich im Merkheft auch ein großes Plakat mit den Freiheitskämpfern als Helden der Heimat.

Faschistische Ortsnamen einfach nicht mehr verwenden.

Mit der Rubrik „Sag niemals…“ widmet sich das Merkheft dem Umgang mit den faschistischen Ortsnamen in Südtirol und sensibilisiert die Schüler dahingehend, darauf zu achten, die faschistischen Ortsnamen einfach nicht mehr zu verwenden. Niemand könne uns zwingen „Alto Adige, Vipiteno oder Lagundo“ zu sagen, so die STF.

Sagen, Bräuche, Traditionen.

Der versteinerte König Serles im Wipptal, ein verschollenes Bergwerk im Sarntal, ein geheimnisvoller Wasserfall in Salurn und ein Wunder in Ost-Tirol, das sind nur einige der sagenhaften Geschichten, von denen das Tiroler Merkheft in diesem Jahr berichtet.

„Unsere Heimat ist voll von Sagen und Bräuchen, die teilweise weit in die Vergangenheit zurückreichen und Tirol zu einem ganz besonderen Land machen. Die Kenntnis dieses gemeinsamen Erbes fördert das Bewusstsein für die gemeinsame Heimat Tirol. In einem eigenen Jahreskalender sind auch die Tage markiert, an denen es gilt Flagge zu zeigen und die Tiroler Fahne zu hissen“, so die STF.

Patriotische Gutscheine.

Über das ganze Tiroler Merkheft verteilt befinden sich Gutschein-Codes, mit denen sich interessierte Schüler patriotische Artikel wie Fahnen, Bücher und T-Shirts zu ermäßigten Preisen bestellen können.

Auflage und Verteilung.

Das Tiroler Merkheft erscheint in einer Auflage von 2.500 Stück und wird nicht im Buchhandel verkauft, sondern von der Jungen Süd-Tiroler Freiheit in ganz Tirol kostenlos verteilt.

Aktionstag am 4. September.

Die Junge Süd-Tiroler Freiheit wird am Samstag, den 4. September von 9.00 bis 12.00 Uhr an folgenden Orten mit Infoständen vertreten sein und eine Verteilaktion durchführen:

–      Schlanders, vor der Bar Post beim Dorfbrunnen

–      Naturns, mobiles Stand Dorfzentrum Nähe Markt/Rathausplatz

–      Meran, Sparkassenstraße

–      Brixen, Kornplatz

–      Bruneck, Gilmplatz

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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