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„Totales Verkehrschaos“

Foto: Ötztal Tourismus/ Lukas Ennemoser

Der Ötztaler Radmarathon hat am Sonntag das Verkehrschaos in Sterzing nochmals – wie befürchtet – verschärft.

von Markus Rufin

Nach einem Jahr Pause startete am Sonntag die Jubiläums-Ausgabe des Ötztaler Radmarathons. Das anspruchsvolle Rennen führt über vier Bergpässe nach Südtirol und wieder zurück.

Doch die Jubiläums-Ausgabe sorgte nicht nur für Freude. Ganz im Gegenteil: Vor allem im Wipptal war das Chaos – wie befürchtet – groß. Denn von 9.00 Uhr bis 13.30 Uhr war die Brennerstaatstraße wegen des Radmarathons zwischen Brenner und dem Kreisverkehr Eurospar gesperrt.

Zwar rief die Gemeindeverwaltung vorab eine Warnung aus, sodass wenigstens die Sterzinger und die Gäste vor Ort Ausflüge oder Reisen verschieben konnten, genutzt hat das allerdings nur wenig. „Der gesamte Verkehr wurde natürlich über die Stadt geleitet. Dadurch gab es besonders am Vormittag ein totales Verkehrschaos“, berichtet Bürgermeister Peter Volgger.

Auch der lokale Tourismusverein beschwerte sich vorab über den Verkehr. „Gäste kommen nicht nach Hause, die Gasthäuser waren auch kaum erreichbar“, sagt Volgger. Viele Italiener wären gerne nach Hause gefahren, mussten aber lange in der Stadt ausharren. Auch die vielen Umleitungen sorgten für Verwirrung. „Leider können wir nichts dagegen tun. Obwohl wir wissen, dass der Radmarathon stattfindet, kann man das nicht verhindern.“ Den Bürgermeister ärgert vor allem, dass niemand mit der Stadtverwaltung spreche.

Es handle sich um ein internationales Rennen mit viel Prestige. Dennoch kann Volgger nicht nachvollziehen, dass das Rennen gerade zu dieser Zeit stattfindet: „Diese Veranstaltung ist sicherlich für viele sehr wichtig. Für uns, unsere Gäste, aber auch alle Durchreisenden hat der Radmarathon aber negative Auswirkungen.“

Übrigens: Von den 4.000 eingeschriebenen Teilnehmern sind über 1.200 Personen nicht angetreten – auch wegen des Wetters und der niedrigen Temperaturen. Sieger wurde Johnny Hoogerland aus Holland.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (13)

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  • tirolersepp

    Duemmer geht’s woll nimmer !!!
    Mitte September wäre wohl idealer !
    Veranstalter und Lokalpolitiker mal miteinander sprechen wäre wohl zuviel verlangt !!!

  • hallihallo

    bei der dolomiten radrundfahrt geht es ende juli auch immer so zu. sollte auch auf ende juni verschoben werden.
    aber gegen radfahrer darf man ja anscheinend nichts sagen.

  • watschi

    sinnloser sport, der auch noch dazu das ganze verkehrsystem lahmlegt.

    • netzexperte

      @watschi einen sinnlosen Sport gibt es nicht, sinnlose Kommentare offenbar schon. Vielleicht mal selbst auf ein Rad steigen oder ein paar Meter zu Fuß gehen, dann löst sich so mancher Frust ganz von alleine und muss nicht in einem Forum abgearbeitet werden

  • meinemeinung

    der Herr BM Volgger musste seine Macht abgeben, ist aber für die Sicherheit seiner Bürger verantwortlich, Herr Bürgermeister walte deines Amtes ,sonst machen es andere.

  • wollpertinger

    Die schlimmste Veranstaltung von allen ist wohl der Giro d’Italia. Dabei stören die vielen Begleitfahrzeuge noch mehr als die Radler.

    • netzexperte

      @wollpertinger Der Giro d’Italia bringt soviel Werbung, die man sonst gar nicht zahlen könnte. V. a. das Wipptal (das man sonst nur von der Autobahn her kennt wenn überhaupt) profitiert davon und damit auch alle, die dort wohnen (lokale Wertschöpfung bitte mal googeln).

      • wollpertinger

        Wenn diese absurden Radsportveranstaltungen, bei denen mehr Autos als Radler unterwegs sind, tatsächlich einen großen Werbeeffekt haben (der dazu führt, dass wir uns auf unseren Straßen nicht mehr bewegen können), dann gilt das wohl für alle. Unter dem Strich ist aber der Giro d’Italia wesentlich schädlicher für unser Land als alle anderen dieser absurden Radsportveranstaltungen zusammen.

        • meinemeinung

          ja da gehts um die Euros für ein paar Hoteliere , ansonsten bleibt da nicht viel, außer Verkehr (Stau) , Schmutz und Werbeplakate die vom Wind verweht und Jahre irgend wo liegen. Wertschöpfung ist da keine. Gutes Beispiel ist das Stilfserjoch, im Vinschgau , die Fahren 100derte km mit dem Auto nach Prad , parken wo irgend möglich (umsonst) Rad auspacken und hoch aufs Joch, Foto, Powerrigel und Flasche entsorgen und wieder hinunter .. Ab nach Hause und Bilder ins Facebook , Auf so einer Wertschöpfung kann man verzichten .

  • baludergrosse

    1/365 für die Radfahrer, 364/365 für den Rest der Welt…
    Sollte wohl reichen…!!!

    Idealer wäre natürlich ein Termin um Mitte November…

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