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Vigiljoch bleibt autofrei

Die Seilbahn auf das Vigiljoch war als zweite Schwebebahn Europas eine Pionierleistung, sie wurde am 31. August 1912 in Betrieb genommen.

Anfang des 20. Jahrhunderts entstand in ganz Tirol ein richtiges Netz von Seilbahnen.

Damit wurde die Basis für breiten Wohlstand geschaffen, da die Alpen für die Ausübung des Wintersportes entdeckt wurden und die Sommerfrische für viele Kurgäste und mondäne Familien noch attraktiver wurde.

Dabei wird aber häufig übersehen, dass die Seilbahn damals und heute als öffentliches Verkehrsmittel genutzt wird, welche dem Straßenbau im Hinblick auf Kosten und Umweltfreundlichkeit weit überlegen ist.

Die Seilbahn auf das Vigiljoch war als zweite Schwebebahn Europas eine Pionierleistung, sie wurde am 31. August 1912 in Betrieb genommen.

Das Vigiljoch erfreut sich ganzjährig bei Einheimischen und Gästen großer Beliebtheit.

Nun sind Bauteile der Bahn dringend zu modernisieren, der heutige Stand der Technik bietet auch wesentliche Neuerungen im Bereich der Sicherheit. Aufgrund dieser Tatsachen und Anforderungen hat der Verwaltungsrat der Vigiljoch GmbH 2020 beschlossen, anstelle der anstehenden Generalrevision die Renovierung der Seilbahn zu planen.

Die derzeitigen Kabinen für 25 Personen sollten mit größeren Kabinen für 40 Personen ersetzt werden.

Dadurch werden die Wartezeiten deutlich verkürzt und durch die bauliche Anpassung der Berg- und Talstation wird ein barrierefreier Zutritt möglich, was auch Familien mit Kinderwagen und Fahrradfahrern sehr zugute kommt. Die Pläne sind ausgearbeitet und man wartet nur noch auf die Zusage des Landes für die vorgesehenen Fördermittel.

Das Vigiljoch hat eine lange Tradition als Naherholungs- und Wandergebiet im Sommer, aber auch im Winter als Kleinstskigebiet ist es gerade beliebt für das Abhalten von Skikursen für die Kinder.

Um diese wichtigen Werte aufrecht zu erhalten, sind auch in diesem Bereich wesentliche Investitionen erforderlich.

Die Rodelbahn, welche nun schon seit zwei Jahren geschlossen ist, soll angepasst und verlängert werden, um auf ein Durchschnittsgefälle von 12% zu kommen, damit Kinder und Familien sicher rodeln können.

Die Rodelbahn soll so wie die Skipisten beschneit werden, um auch in schneearmen Wintern das Angebot zu ermöglichen. Dafür ist ein kleineres Speicherbecken erforderlich.

Seit Einführung des Landschaftsschutzplanes 2004 ist das Vigiljoch autofrei und die Seilbahn Vigiljoch der einzige Zubringer vom Etschtal aus.

Diese Besonderheit macht das Gebiet einzigartig, wird von allen sehr geschätzt und muss unbedingt respektiert und erhalten bleiben.

Gäste und Waren für das Hotel und anderer Gasthäuser werden mit der Bahn auf das Vigiljoch gebracht und auch die Bewohner der rund 50 Sommerfrischhäuser benutzen die Bahn als Transportmittel, um zu ihrem Feriendomizil zu gelangen.

Und schließlich sind es die Bewohner von Pawigl selbst, welche die Bahn zu einem symbolischen Preis benützen können.

Die Erneuerung der Bahn ist in vielerlei Hinsicht unerlässlich und unaufschiebbar, die Arbeiten sollten im Herbst 2022 pünktlich zum 110jährigen Jubiläum ihres Bestehens beginnen. .

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