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Neuer Vertrag

Reinigungswesen: Die ArbeitnehmerInnen stimmen dem neuen Kollektivvertrag zu. Die Erneuerung betrifft 4.000 Beschäftigte in Südtirol.

Die Fachgewerkschaften Filcams CGIL/AGB, Fisascat SGBCISL, Uiltrasporti UIL/SGK und ASGB sind erfreut, dass nach acht langen Jahren der Kollektivvertrag Reinigungswesen endlich erneuert werden konnte.

Es betrifft einen Sektor, in dem viele Arbeiten über Auftragsvergaben abgewickelt werden, und in dem die Beschäftigten in der heikelsten Zeit der Pandemie großes Verantwortungsbewusstsein gezeigt und unter oft schwierigen Bedingungen weitergearbeitet haben.

In den vergangenen Wochen haben die Gewerkschaften eine Reihe von Versammlungen an den Arbeitsplätzen abgehalten, um den ArbeitnehmerInnen die am 9. Juli erzielte Einigung zu unterbreiten. Bei den Abstimmungen haben die ArbeitnehmerInnen den Vertragsentwurf mit großer Mehrheit gutgeheißen.

Aus gewerkschaftlicher Sicht ist die Einigunginsgesamt positiv zu bewerten, auch weil die Standpunkte der Vertragspartner über lange Zeit sehr weit auseinander lagen.

Zu den Neuerungen zählt zum Beispiel der Wartestand für Opfer von geschlechtsbezogener Gewalt.

Ausgehandelt wurden zudem Lohnerhöhungen von insgesamt 120 Euro auf der 2. Lohnebene, die stufenweise bis 2025 ausbezahlt werden: 40 Euro ab 2021, 20 Euro ab 2022, 30 Euro ab 2023, 20 Euro ab 2024 und schließlich 10 Euro ab 2025. Auf eine Vollzeitstelle berechnet,bringt diese Anhebung der Mindestlöhne bis Juli 2025 insgesamt 4.320 Euro mehr an Lohn.

Die Gewerkschaften richten ihr Augenmerk weiterhin auf den Bereich Auftragsvergabe bzw. die Kriterien für die Ausschreibungen.

Ziel ist es, die Qualität der Dienste und gute Arbeitsbedingungen sicherzustellen, heißt es in einer Aussendung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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