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Kubanische Rache

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Weil sie von einem Mann massiv gestalkt wurde, stach ihn eine Kubanerin aus Pergine nieder. Sie ist wegen Mordversuchs im Hausarrest.

Sie erstattete in den vergangenen Wochen gegen einen 49-jährigen Gast nicht weniger als 40 Anzeigen wegen Belästigung bzw. Stalking. Am Sonntagabend kreuzte der Mann wiederum – trotz Annäherungsverbots – vor ihrer Wohnung in Pergine Valsugana (Trentino) auf. Und  Iris Elaine Castro Infante, 32, so heißt die aus Kuba stammende Frau, stach zu. Sie traf den aus Taranto gebürtigen Mann mit zwei Messerstichen am Rücken.

Das war nicht alles: Laut Carabinieri trat der Ehemann der 32-jährigen Kubanerin, ein 57-Jähriger aus Pergine, wenig später auf den Plan. Mit seinem Dacia Duster überfuhr er kurzerhand den mittelschwer verletzten 49-Jährigen, wobei sich dieser weitere Verletzungen an den Beinen zuzog.

Die Nachbarn alarmierten die Rettung, der vermeintliche Stalker wurde ins Krankenhaus von Trient gebracht. Er ist außer Lebensgefahr. Die Frau mit dem Messer wurde wegen Mordversuchs in den Hausarrest überstellt, ihr Mann wegen Körperverletzung auf freiem Fuß angezeigt. (tom)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • rainerzufall

    Na klar, die Opfer werden bestraft. Die Täter können tun und lassen was sie wollen. Willkommen in Europa.

    • manfredklotz

      Nicht um den Täter verteidigen zu wollen, aber es gibt so etwas wie die fahrlässige Überschreitung der Notwehr. Selbstverteidigung, darf nicht in Selbstjustiz ausarten.Da es ein Annäherungsverbot gab, wird der Frau nicht so viel passieren. Paradoxerweise könnte es den Mann der Frau härter treffen.

  • watschi

    Gratulation an die Frau. Gut gemacht. Er lebt ja noch, deswegen werden die Messerstiche nicht so tief gewesen sein. 40 Anzeigen und nichts ist dem Stalker passiert? Fùr was gibt es dann eigentlich dieses Bùro? Die Frauenhauser quillen ùber, weil sich die Frauen selten wehren. Endlich dreht sich der Wind und die Frauen fangen an selbst fùr ihre Sicherheit zu sorgen. Der Staat hat offensichtlich versagt.

  • billy31

    Ich glaube dass mit 40 Anzeigen eine Bedrohungslage eindeutig bewiesen ist. Irgendwann ist genug und man hat das Recht das eigene Leben zu schützen. Das ist Notwehr und die Frau ist freizusprechen!

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