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Weniger Unfälle

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Im Corona-Jahr 2020 gab es fast ein Drittel weniger Unfälle auf Südtirols Straßen. Mehr als 500 Führerscheine wurden wegen Trunkenheit am Steuer eingezogen.

Im vergangenen Corona-Jahr gab es auf Südtirols Straßen ein Drittel weniger Unfälle. Wie aus einer neuen Astat-Studie hervorgeht, ereigneten sich im Jahr 2020 insgesamt 1.239 Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Toten, also durchschnittlich 3,4 Unfälle am Tag. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 455 Unfälle weniger (- 26,9 Prozent). „Dieser Rückgang ist größtenteils auf die starke Abnahme des Verkehrs während des Lockdowns zurückzuführen“, erklärt das Landesstatistikinstitut Astat. Die Zahl der getöteten Personen belief sich auf 31, jene der Verletzten auf 1.637.

Knapp mehr als die Hälfte der Unfälle (51,7 Prozent) ereigneten sich auf den Straßen im Ortsbereich, dabei wurden 754 Personen verletzt und zwei Personen getötet. Die geringere Unfallschwere auf den Straßen im Ortsbereich könnte insbesondere auf die niedrige Fahrgeschwindigkeit von 30-50 Stundenkilometern zurückzuführen sein, schreibt das Astat.

Auf den Landes- und Staatsstraßen geschahen 489 Unfälle (39,5 Prozent aller Unfälle) mit 733 Verletzten und 26 Toten (83,9 Prozent aller Toten). Das Sterberisiko war auf diesen Straßen wesentlich höher als im Ortsbereich. Zahlenmäßig weniger Unfälle wurden auf den Gemeindestraßen außerhalb der Ortschaften und auf der Autobahn (50 Unfälle) registriert – dies auch deshalb, so das Astat, weil das diesbezügliche Straßennetz wesentlich kleiner ist.

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Verunglückten mit Pkw deutlich zurückgegangen. Bei den Motorradfahrern ist kein eindeutiger Trend festzustellen, sieht man von der wohl coronabedingt niedrigen Zahl im Berichtsjahr ab. Bei Fußgängern, besonders aber bei Radfahrern wird dagegen seit der Jahrtausendwende eher ein Anstieg der Verunglückten beobachtet, deren Zahl 2020 aber auch niedrig ausgefallen ist. 2020 ist die Zahl der Verunglückten wegen des Lockdowns gegenüber 2019 generell gesunken, mit PKW um 24,7 Prozent, mit Motorrad bzw. Moped um 31,9 Prozent und unter den Fußgängern um 33,3 Prozent.

Im Corona-Jahr 2020 wurden auch weniger Führerscheine wegen Trunkenheit am Steuer im Vergleich zum Vorjahr eingezogen – aber es waren immerhin noch insgesamt 518 Führerscheine.

Der durchschnittliche im Rahmen von Polizeikontrollen festgestellte Alkoholspiegel bei Fahrern, denen der Führerschein entzogen wurde, lag im Jahr 2020 bei 1,4 Promille, von allen wegen Trunkenheit eingezogenen Führerscheinen wurden 90,0 Prozent Männern abgenommen. Im Jahr 2020 wurden auch 36 Führerscheine (32 bei Männern) wegen Fahrens unter Einfluss von Drogen eingezogen – in den meisten Fällen handelt es sich hier um Cannabinoide und Kokain.

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