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Naturnahes Bachbett

Fotos: lpa

Der ökologische Zustand der Rienz bei Ehrenburg war stark beeinträchtigt. Mit einer fischgerechten Umgestaltung hat das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost die Flusslandschaft naturnah erneuert.

Das Bachbett der Rienz war bei Ehrenburg aufgrund ehemaliger Geschiebeentnahmen stark in das Gelände abgesenkt, die Vernetzung zum Umland war stark eingeschränkt oder stellenweise vollständig unterbrochen.

Das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost in der Agentur für Bevölkerungsschutz hat die Uferbereiche im Besitz des öffentlichen Wassergutes in den vergangenen Wochen umgestaltet:

„Wir haben ein naturnahes Bachbett mit reich strukturiertem Niederwasserprofil durch den Bau von Lenkbuhnen hergestellt, die gegen den Stromstrich zeigen und den Hauptstrom in die Flussmitte lenken“, erläutert Bauleiter Michael Baumgartner.

Zudem wurde im Bereich des Gleitufers eine bogige Uferlinie mit flach ansteigender Böschung errichtet, auf der jetzt ein funktionsfähiger Auwald entstehen kann. Die Arbeiten wurden von Vorarbeiter Ignaz Hubert Brugger koordiniert. Die gewässerökologische Begleitung führte Peter Hecher durch.

Flussbett aufgeweitet und strukturiert, Habitatvielfalt erhöht

Durch die Aufweitungen am orographisch rechten wie auch am linken Ufer wurde die Flussbreite unter Ausnützung zweier natürlicher Terrassen wesentlich vergrößert, dem Fluss wurde damit mehr Platz zurückgegeben. Durch den Einbau von Fischsteinen und Buhnen wurde die Struktur- und Habitatvielfalt erhöht und damit Lebensraum auch für gefährdete Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Um die Struktur im Uferbereich zu erhöhen, wurde Treibholz eingebaut.

Die Abflachung der Ufer vergrößert zudem die Austauschfläche zum Grundwasserkörper und fördert den Selbstreinigungsprozess sowie die Grundwassererneuerung. Damit wurde der Wasserhaushalt insgesamt deutlich positiv beeinflusst.

Die Rienz zeigt sich nun bei Ehrenburg mit einer erneuerten naturnahen Flusslandschaft, die das Landschaftsbild und den Naherholungswert wesentlich bereichert. Die Revitalisierungsarbeiten werden in diesem Bereich in nächster Zukunft weitergeführt.

Die Finanzierung der Arbeiten erfolgt über den Fischereifonds.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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