Du befindest dich hier: Home » Kultur » Carmignola und Brunello

Carmignola und Brunello

Der Geiger Giuliano Carmignola (Foto: Gianni Rizzotti)

Am Samstag und Sonntag sind der bekannte Geiger Giuliano Carmignola und der Cellist Mario Brunello zu Gast bei Musik Meran und beim Konzertverein Bozen.

Zwei der bedeutendsten Barockmusiker der Gegenwart, Giuliani Carmignola, Violine, und Mario Brunello, Violoncello piccolo, spielen mit dem Orchester Accademia dell’Annunciata Werke von G. Fr. Händel, Antonio Vivaldi und J.S. Bach.

Die Fachzeitschrift ‘Gramophone‘ hat Giuliani Carmignola einen “Prinz der Barockvioline” genannt, seine Interpretationen sind gekennzeichnet von großer Leidenschaft an Fantasie und Freiheit und reicher innerlicher Herangehensweise. 2004 ist er es, der gemeinsam mit Claudio Abbado das Projekt Orchestra Mozart anstößt, ein Orchester mit dem er sehr viele Konzerte und mehrere Platteneinspielungen verwirklicht hat.

Cellist Mario Brunello (Foto: Giulio Favotto):

Neben Carmignolas Geige von Guarnieri von 1733 ist Mario Brunello auf dem Violoncello piccolo zu hören, einem Instrument, das kaum je im Konzertsaal zu erleben ist. Mario Brunello ist einer der bezauberndsten und gesuchtesten Künstler seiner Generation. Solist, Dirigent, Kammermusiker und seit einiger Zeit mit seinem Violoncello piccolo auch Pionier einer neuen Klanglichkeit, war er der erste Westeuropäer, der 1986 den Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau gewinnen konnte. Sein authentischer und leidenschaftlicher Stil hat zur Zusammenarbeit mit bedeutenden Dirigenten geführt, wie etwa Antonio Pappano, Valery Gergiev, Myung-whung Chung, Yuri Temirkanov, Zubin Mehta, Ton Koopman, Manfred Honeck, Riccardo Muti und Seiji Ozawa.

Das Violoncello piccolo war ein im Barock sehr verbreitetes Instrument, in der für die Geige typischen Saitenstimmung gebaut (E-A-D-G), aber eine Oktave tiefer, so dass die Tiefe und die typischen dunkleren Nuancen des Violoncello erhalten geblieben sind. Gerade diese Besonderheiten haben Brunello bewogen, sich mit diesem Instrument an den Meisterwerken des Violinen-Repertoires von Bach, Vivaldi, Tartini und deren Zeitgenossen zu versuchen.

Auf dem Konzertprogramm stehen Concerti grossi und Konzerte für Violine und Orchester von J.S. Bach und Antonio Vivaldi sowie Transkriptionen der großen Meister speziell für das Violoncello Piccolo. Sie bürgen für den unnachahmlichen Reiz. Im Wechselspielt von „Soli“ und „Tutti“ lassen die Spitzenmusiker die ganze Klangfülle des Barock erklingen.

Termine: 26. Juni um 20.00 Uhr im Kursaal Meran und am Sonntag, 27. Juni  um 18.00 Uhr im Konzerthaus Bozen. Karten an den Kassen des Stadttheaters Bozen (Tel. 0471 053800) oder online unter www.konzertverein.org

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen