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Die sanfte „Erpressung“

Alexander Schiebel und Karl Bär

Das Umweltinstitut München setzt jetzt LR Arnold Schuler und die Bauern unter Druck – mit einem Zuckbrot-und-Peitsche-Angebot.

Karl Bär schickt voraus: „Wir wollen in einen konstruktiven Dialog treten und in der Sache weiterkommen.“

Der Referent für Agrar- und Handelspolitik am Umweltinstitut München, hat sich in einem Offenen Brief bereiterklärt, eine Rücknahme der Strafanträge auch dann zu akzeptieren, wenn zwei davon aufrechterhalten werden und das Verfahren gegen ihn weitergehe.

Aus dem Brief geht auch hervor, wie die im Herbst 2020 abgeschlossene Vereinbarung zwischen dem Umweltinstitut München und Landesrat Arnold Schuler ausgesehen hat.

So geht es darin unter anderem um die Daten aus den von den Behörden beschlagnahmten Spritz- oder Betriebsheften, die das Umweltinstitut München ausgewertet hat.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Landesrat und die Obstbauern eine Veröffentlichung der Daten fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.

In dem Offenen Brief erneuert Karl Bär das Angebot, die Daten der Untersuchung vor der Veröffentlichung an einem nicht-öffentlichen Runden Tisch unter Beteiligung von 
Expert:innen beider Seiten zu diskutieren und den Bauern und dem Land die Möglichkeit einer Antwort oder Stellungnahme einzuräumen.

Falls die Strafanträge bis 9. Juli dieses Jahres nicht zurückgenommen werden, wird das Umweltinstitut München die Daten aus den Betriebsheften noch in diesem Jahr veröffentlichen.

Das ist der Offene Brief im Wortlaut:

 

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (35)

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  • erich

    Hier kann man sehen wie der Schwanz mit dem Hund wedelt. Bauernbund, Obstverbände, Beratungsring und Landwirtschafts- Landesrat lassen sich von zwei selbsternannten Umweltexperten durch die Gassen treiben. Das ist das Ergebnis unter anderem auch, der Inkompetenz dieser Vereinigungen.

  • pingoballino1955

    Spritz und Betriebshefte-öffentlich machen,dann sieht der Südtiroler Bürger/in was da bei uns alles abläuft.Es wird schon einen Grund geben,dass sie die Veröffentlichung fürchten,wie der Teufel das Weihwasser????!!!!

  • meinemeinung

    und ex BM Veith lacht sich ins Fäustchen …..
    und es wird auch in 50 Jahre noch gespritzt werden, diskutieren wie Bär oder (Wolf) möchte wird nix bringen ,auch die Bios brauchen Geld zum leben.

  • meintag

    Nicht einmal dafür haben Schuler und Bauern den Mut dazu zu stehen. Heißt, etwas ist zu verbergen. Soll ein Richter den Weg zeigen und Wahrheiten schaffen.

  • aufmerksamerbeobachter

    Keine Einwände gegen Transparenz, jeder hat Chance und Zeit sich vorzubereiten und zu agieren bzw. zu reagieren und dabei das Nachsehen in Kauf zu nehmen. Es stellt sich die Frage, wer hat das Nachsehen??

  • criticus

    @mannik
    Schuler hätte von Anfang an diplomatischer vorgehen müssen. Das kann er leider nicht. Bevor die Spritzmittelhefte (Betriebshefte) abgegeben worden sind hätte man wissen müssen, dass das Geschriebene mit der eingekauften Ware im Einklang sein muss. Und da beginnt das Problem der „Märchenhefte“.

  • else

    Spritz und Betriebshefte sind schon lange für jeden einsehbar.Die grossen Handelsketten können somit alles auf die Herkunft zurückverfolgen.Deshalb muss jetzt alles Digital gemacht werden.Damit diese Herren auch weiterhin fleißig Spendengelder sammeln können müssen sie sich halt inzwischen mal bemerkbar machen.

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