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Die KlimaSchule

Das Schuljahr 2020/21 schließt an der Mittelschule in Mühlbach mit der Auszeichnung „KlimaSchule“. LR Vettorato und KlimaHaus-Direktor Santa haben die Urkunde überreicht.

Ein Schuljahr lang hat sich die Schulgemeinschaft des Herz-Jesu-Instituts in Mühlbach mit dem Thema Klimaschutz auseinandergesetzt und für einen nachhaltigeren Lebensstil engagiert. Als Anerkennung für das mit großem Engagement umgesetzte Jahresprogramm haben Umweltlandesrat Giuliano Vettorato und Ulrich Santa, Direktor der Agentur für Energie-KlimaHaus Südtirol, vor kurzem die Auszeichnung „KlimaSchule“ überreicht.

Landesrat Vettorato bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern für das Geleistete: „Ich hoffe, dass bald weitere Schulen dem Beispiel des Herz-Jesu-Instituts folgen werden und wir Klimaschutz und nachhaltiges Handeln nicht nur im Schulalltag, sondern auch darüber hinaus noch stärker in der Südtiroler Gesellschaft verankern können“, betonte Vettorato. „Die Schüler lernen in der KlimaSchule nicht nur, dass auch vermeintlich kleine Verhaltensänderungen im Alltag oft große Auswirkungen haben können, sie sind auch der Schlüssel für mehr Umweltbewusstsein im Familien- und Freundeskreis.“

Konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz setzen

Das Herz-Jesu Institut in Mühlbach hat als erste Schule des Landes am Programm teilgenommen. Gemeinsam mit dem Lehrpersonal und den Beratern der KlimaHaus Agentur hat die Schulgemeinschaft ein Jahresprogramm erarbeitet und eine Vielzahl von Projekten umgesetzt. „Wir haben uns unter der kompetenten Begleitung der KlimaHaus Agentur auf den Weg gemacht. Ziel sollte es sein, unsere Schule so klimaneutral wie möglich zu gestalten“, erklärt SchuldirektorinMonika Schwingshackl.

Neben einer Auftaktveranstaltung im vergangenen Herbst berechneten die Schüler ihren persönlichen CO2-Fußabdruck und engagierten sich in der Umwelt-Challenge für einen nachhaltigen Lebensstil. In der Schule wurden verschiedene Workshops zum Thema Upcycling und Wiederverwendung von Rohstoffen abgehalten. Besonderes Augenmerk wurde auf das Raumklima der Klassenzimmer gelegt. Mit Hilfe eines CO2-Messgerätes, das die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz im Rahmen des Projektes „Dicke Luft im Klassenzimmer“ zur Verfügung gestellt hatte, konnte das Lüftungsverhalten optimiert und mit geeigneten Pflanzen das Raumklima verbessert werden.

Die gesamte Schule wurde energetisch analysiert, mit Hilfe des Klimakoffers der Agentur konnten Erfahrungen zu Energieeffizienz und Energieverbrauch des Gebäudes gesammelt werden. Weiters besuchten die Schüler die Energiewerkstatt, eine interaktive Ausstellung der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz und ein Teil der Schule beteiligte sich an der Klimawerkstatt im Kloster Neustift. Nicht zuletzt gab es Expertengespräche zum Thema Plastikreduzierung und vegetarische und vegane Wochen. Einen weiteren Höhepunkt stellte eine Baumpflanzaktion dar.

„Diese Schüler werden die Entscheidungsträger von morgen sein. Ihr Tatendrang, im eigenen Umfeld Dinge verändern und eine nachhaltigere Zukunft aktiv mitzugestalten, darf uns mehr als zuversichtlich stimmen“, zeigt sich Ulrich Santa vom Engagement der Schülerinnen und Schüler begeistert, „denn wir und unser Handeln sind ein wesentlicher Teil des Problems, damit aber auch einer der Schlüssel zu dessen Lösung.“
„Die Auszeichnung stellt für uns die Verpflichtung dar, an dem Thema dranzubleiben. Für die nächsten Jahre stehen bereits viele Ideen im Raum“, ergänzt Schuldirektorin Schwingshackl.

Die „KlimaSchule“

Die „KlimaSchule“ ist eine neue Initiative der KlimaHaus Agentur, mit der Kinder und Jugendliche für den Klima- und Umweltschutz sensibilisiert werden. Die Initiative wurde in enger Abstimmung mit der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz entwickelt, die mit den Projekten der „Umwelt.Schule“ zahlreiche Umweltbildungsangebote für Schulen bietet.
Weitere Infos unter www.klimaschule.it.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • lillli80

    Ich finde solche initiativen bemerkenswert, v.a. wenn sie von den kids ausgehen. Der eingesparte papiermüll kann jedoch den entstandenen plastikmüll durch die hochgepriesenen nasenflügeltests wohl nicht wettmachen. Weiter so, liebe kids. Ihr seid die zukunft. Leider stehen euch die erwachsenen oft im wege…

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