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Intelligente Parkplätze

In Bozen hat independent L. in einem Modellprojekt die ersten 10 Parkplätze für Menschen mit Behinderungen mit neuartigen Parkplatzsensoren ausgestattet. Die eingebauten Sensoren zeigen den Belegungszustand der Parkplätze in einer App an.

Am Donnerstag hat independent L. ihre App „Parkplatzfinder“ mit der neuen Funktion Parkplatzsensoren „frei/besetzt“ am Bahnhof in Bozen im Beisein von Landeshauptmannstellvertreter und Landesrat für Infrastruktur und Mobilität Daniel Alfreider, Landesrat für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus und Bevölkerungsschutz Arnold Schuler, Stadtrat für Mobilität Stefano Fattor, Gemeindeverbandspräsident Andreas Schatzer und der Direktorin der Abteilung Europa Martha Gärber Dalle Ave vorgestellt.

Nach einer südtirolweiten Bestandsaufnahme der reservierten Parkplätze für Menschen mit Behinderungen veröffentlicht independent L. die erhobenen 1.300 Parkmöglichkeiten in den 116 Südtiroler Gemeinden schon seit Oktober 2016 in der barrierefreien App „Parkplatzfinder“ (iOS und Android). Die kostenlose Applikation navigiert die Benutzer punktgenau zu ihrem Ziel und bietet ihnen die Möglichkeit, Parkplätze zu melden und Einträge zu kommentieren.

Im Rahmen einer innovativen Pilotmaßnahme des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts „GATE – Granting Accessible Tourism for Everyone“ (ITAT2034) hat independent L. jetzt erstmals 10 reservierte Parkplätze im Stadtzentrum von Bozen mit Parkplatzsensoren der neuesten Generation ausgestattet (Rittner Straße, Prinz- Eugen-Allee, Bahnhof Bozen, Siegesplatz, Duca d’Aosta Straße, Eisackstraße (Dom), Freiheitsstraße, Grieserplatz). Diese zeigen in der App „Parkplatzfinder“ in Echtzeit, ob die ausgestatteten gelben Stellplätze indiesem Moment „frei“ oder „besetzt“ sind.

Dabei nutzen die kabellosen Sensoren die Funktechnologie LoRaWAN, für welche es auf dem Gemeindegebiet bereits mehrere strahlungsarme Antennen gibt. Das Modellprojekt im Bereich Smart City hat experimentellen Charakter: „Die Anwendung wurde ganz nach der Vision von independent L. konzipiert, die bereits seit über 20 Jahren das Ziel verfolgt, die selbstbestimmte Mobilität zu fördern. Das realisierte Modellprojekt beweist, dass innovative Technologien auch im Smart City Bereich zur Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen beitragen“, unterstrich der Präsident von independent L. Enzo Dellantonio.

„Die eingesetzte Technologie erleichtert Menschen mit Behinderungen die Suche nach reservierten Parkplätzen im Stadtzentrum. Das aufgebaute System könnte jetzt auch auf ein entsprechend smartes Management der allgemeinen Parkplätze im Stadtzentrum (wie z.B. Blaue Parkzonen, Ladestationen für E-Fahrzeuge oder E- Bikes, Ladezonen für Lieferanten) übertragen werden“, erklärte der Projektleiter Günther Ennemoser.

Der „Parkplatzfinder“ erfreut sich großer Beliebtheit bei Bürgern und Feriengästen und wurde bereits über 10.000 Mal heruntergeladen.

„Mit unserer App wollen wir beweisen, dass es nicht x-verschiedene Apps braucht. Wir haben eine erweiterbare Applikation entwickelt, in welcher die gesamte barrierefreie Mobilität in Südtirol zukünftig implementiert werden kann. Diesbezüglich ersuchen wir die Gemeinden, uns bei der fortlaufenden Aktualisierung der Daten zu unterstützen“, ergänzte der Präsident von independent L. Enzo Dellantonio.

Zur erfolgreichen Abwicklung des Projekts unter der Leitung von independent L., waren das 5.2 Amt für Mobilität – Abteilung 5. Raumplanung und Entwicklung der Gemeinde Bozen, die Firma Systems IT und Alperia involviert. Die neue „Funktion Parkplatzsensoren“ in Bozen wurde im Rahmen des grenzüberschreitenden Interreg- Projekts „GATE – Granting Accessible Tourism for Everyone“ (ITAT2034) realisiert, finanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg Italien-Österreich V-A 2014- 2020, Aufruf 2017.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • sougeatsnet

    Da steht kein Wort darüber, wieviel das ganze kostet. Die Grundidee ist sicherlich gut, ob die Umsetzug auf südtiroler Manier aber kostengünstig und effizient ist, darf wohl bezweifelt werden.

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