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„no event info“

Elisa Barison, die neue Kuratorin der Stadtgalerie Brixen: So zentral wie den Raum der Stadtgalerie, direkt im Herzen der Stadt, am Domplatz, sehe ich die Rolle der Galerie für die Bürger*innen und für die Besucher.

Mit der Einzelausstellung „no event info“ des Brixner Künstlers Alexander Wierer startet die neue Kuratorin der Stadtgalerie Brixen, Elisa Barison, das neue Jahresprogramm der Gemeindegalerie.

Nach der pandemiebedingten Schließungszeit öffnet die Stadtgalerie Brixen wieder Ihre Tore. „Nachdem wir unsere Solidarität mit der Kunstszene im Vorjahr damit ausgedrückt haben, dass wir Kunstankäufe für die Gemeinde getätigt haben, freuen wir uns nun wieder darauf, dass wir mit der Stadtgalerie einheimischen Kulturschaffenden eine lebendige Auftrittsplattform geben können“, so Monika Leitner, Stadträtin für Kultur. „Mit Elisa Barison haben wir eine Kuratorin gefunden, die als Wahlbrixnerin die hiesige Kunstszene bestens kennt und diese mit dem besonderen Blick einer jungen Kreativen in Szene setzen wird“. Elisa Barison folgt als Kuratorin auf die Innsbruckerin Karin Pernegger. Das neue Rahmenkonzept der Stadtgalerie, die seit 2020 vom Südtiroler Künstlerbund geleitet wird, sieht den jährlichen Wechsel vor, die Auswahl traf das 9-köpfige Kuratorium der Stadtgalerie. Programmkuratorin Lisa Trockner ist überzeugt, dass durch stadtbezogene wechselnde Ausstellungsprojekte die Galerie zu einem lebendigen und integrierenden Kunstort für alle Generationen, für Einheimische und Gäste entwickeln kann.

Den Ausstellungsreigen eröffnet die 1992 in Sterzing geborene Barison, die in Wien und Paris Kunstgeschichte und Kulturmanagment studierte, mit dem Künstler Alexander Wierer. „Ich möchte den Austausch zwischen der Galerie, den Künstler*innen und den Bürger*innen fördern und damit einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. So zentral wie den Raum der Stadtgalerie, direkt im Herzen der Stadt, am Domplatz, sehe ich die Rolle der Galerie für die Bürger*innen und für die Besucher. Sie ist ein Ort zum Verweilen, zum Sich-Kennenlernen und zum Sich-Austauschen,“ so die im Kulturmanagement tätige und promovierte Kunsthistorikerin.

Wandobjekt von Alexander Wierer: Die Selbstverständlichkeit von Kunst und das Selbstverständnis der Künstler.

Alexander Wierers Einzelausstellung „no event info“ zeigt vom 10. Juni bis 21. August raumbezogene Skulpturen und Installationen, welche sich mit diversen Aspekten des Galerieraums beschäftigen. Vom Künstler persönlich aufgeladene Objekte kommen als „Readymades“ in die Ausstellung und stellen die Betrachtenden vor die Frage nach der Selbstverständlichkeit von Kunst und dem Selbstverständnis der Künstler. Damit eröffnet Wierer Diskussionen, die alle Kulturschaffenden betreffen und spätestens seit dem Lockdown im März 2020 den Wert der Künstler*in und deren Arbeit in den Mittelpunkt rückt. Über das gesamte Ausstellungsjahr hin wird die Ausdehnung des Galerieraums auf die Stadt und ihre Bewohner zum zentralen Thema. Wichtig für Barison ist zudem die Erweiterung des Stammpublikums. Dafür werden Netzwerke geknüpft und verschiedenste Kanäle aktiviert. Eine Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek soll einen literarischen Zugang zu den Künstler*innen und Themen bieten. Auf einer neuen Website, die als digitales Schaufenster in die Galerie gedacht ist, teilen die Ausstellenden ihre Gedanken wie in einem Tagebuch. Gezielte Vermittlungsangebote für verschiedene Zielgruppen z.B. Führungen für Kinder oder Vereine erweitern das Angebot. Zentrale Thematiken bleiben gegenwartsrelevante Fragestellungen – so etwa geht es in einer der geplanten Gruppenausstellung um das Thema Zeit und die Unerträglichkeit der vielen Freizeit, die der Lockdown mit sich gebracht hat. Ebenso angedacht ist ein Austausch zwischen einheimischen Künstlern und der jungen, aufstrebenden Kunstszene Georgiens. Das Wasser Licht Festival 2022 bietet Möglichkeiten, die Tiefen des Meeres in innovativen auditiven und visuellen Installationen zu thematisieren, eine andere Gruppenausstellung präsentiert die Gegensatzpunkte „radical softness“ und „radical care“.

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