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„Es geht voran“

Lokalaugenschein mit Abteilungsdirektor Valentino Pagani, LH Arno Kompatscher, LR Daniel Alfreider und dem technischen Direktor der STRABAG Andrea Marzi. (Foto: LPA/Ingo Dejaco)

Fürs Mobilitätsmanagement im Pustertal wird derzeit an zwei großen Vorhaben gearbeitet: An der Gadertaler Einfahrt und dem Mobilitätszentrum Bruneck.

Um die Mobilität im Pustertal insgesamt zu verbessern, setzt das Land auf den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel Bus und Bahn sowie des Radwegenetzes, die Multimodalität, aber auch auf die flüssigere und sicherere Gestaltung des Straßenverkehrs.

Ein großes Vorhaben für die Verbesserung des Verkehrs auf der Hauptachse ist die neue Einfahrt ins Gadertal in St. Lorenzen, wo sich Landeshauptmann Arno Kompatscher, Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und die Bürgermeister Martin Ausserdorfer (St. Lorenzen), Giorgio Costabiei (St. Martin in Thurn), Angel Miribung (Wengen), Iaco Frenademetz (Abtei) und Felix Ploner (Enneberg) am Freitag vor Ort den Baufortschritt angeschaut haben.

Auch in Bruneck, wo das neue Mobilitätszentrum, das verschiedenen Mobilitätsformen verknüpft, entsteht, haben sich Kompatscher und Alfreider gemeinsam mit Bürgermeister Roland Griessmair, STA-Direktor Joachim Dejaco und STA-Präsident Martin Ausserdorfer ein Bild von den bisherigen Arbeiten gemacht.

Einfahrt ins Gadertal soll noch vor Jahresende befahrbar sein

Die Arbeiten für den Bau der neuen Gadertaler Einfahrt gehen gut voran, davon konnten sich Kompatscher und Alfreider bei einer Fahrt durch den Tunnel überzeugen. „Es gilt das Straßennetz gut auszubauen, damit der Verkehr sicher und flüssig rollen kann, den passende Straßeninfrastrukturen werden wir auch für die Mobilität der Zukunft mit umweltschonenden Technologien wie Elektroautos, Wasserstofffahrzeugen oder für autonom fahrende Mobilitätsmittel brauchen“, unterstrich Landeshauptmann Kompatscher. Die neue Einfahrt ins Gadertal füge sich insgesamt ins Mobilitätskonzept fürs Pustertal.

Mobilitätslandesrat Alfreider betonte, dass alle Arbeiten auf Hochtouren laufen, damit die Straße noch vor Jahresende befahren werden könne. „Ziel der großen Eingriffe auf den Straßen ist es, alle Orte gut erreichbar zu machen und gleichzeitig von motorisierten Verkehr zu entlasten und die Lebensqualitätzu verbessern“, sagte Alfreider. Für die neue Einfahrt ins Gadertal seien eine Reihe innovativer Lösungen gefragt gewesen wie etwa das neue Zufahrtsrondell, das für mehr Sicherheit sorge und auch auf anderen Staatsstraßen eingesetzt werden soll.

Derzeit arbeiten die beteiligten Unternehmen am Bau des Kreisverkehrs oberhalb der Pustertaler Straße. „Die zwei wichtigsten Brückenteile über den Stausee am Kniepass wurden bereits montiert und fügen sich gut in die Landschaft ein. Die Brückenplatte wurde betoniert und Ende Juli sollen die Gehsteige folgen“, sagte Tiefbauabteilungsdirektor Valentino Pagani. Nun wird an der Auskleidung der Tunnel gearbeitet, ein Drittel ist bereits fertiggestellt. Aktuell werden die unterirdischen Leitungen im Tunnel verlegt. In Kürze wird an den technischen Anlagen gearbeitet.

Die neue Einfahrt soll Ende des Jahres 2021 befahrbar sein und das Bauende soll im Frühjahr 2022 möglich sein. Die neue Einfahrt ins Gadertal mit dem Tunnel Pflaurenz beginnt laut Verfahrensverantwortlichem Umberto Simone im Bereich der Abzweigung zum Gewerbegebiet Aue und endet bei der Anbindung an die Pustertaler Staatsstraße (SS 49). Die Einfahrt ins Gadertal wird etwa 400 Meter vor dem Sonnenburg-Tunnel gebaut. Dazu wurde ein Kreisverkehr angelegt. Dieser wird durch eine neue Brücke über die Rienz mit dem Tunnel verbunden, der dann in die bestehende Gadertaler Straße mündet.

Mobilitätszentrum Bruneck nimmt Gestalt an: Pendlerparkplätze bereits aktiv

Umsteigen leicht gemacht, heißt es in Kürze am Bahnhof Bruneck, der zu einem modernen Mobilitätszentrum umgestaltet wird.

Landeshauptmann Kompatscher unterstrich auf der Baustelle: „Mit dem Bau des neuen Mobilitätszentrums werden die Weichen gestellt, um Bus und Bahn noch attraktiver zu machen, damit immer mehr Personen von der Straße auf die Schiene wechseln.“

Sobald das Mobilitätszentrum als Knotenpunkt für Bahn-, Bus-, Fuß-, Radmobilität fertig ist, könnten noch mehr Menschen ohne Privatauto unterwegs sein und am Mobilitätszentrum bequem von einem Verkehrsmittel aufs andere wechseln, sagte Alfreider und hob auch hervor, dass die nahe Schulzone vom Mobilitätszentrum aus mit dem Rad erreichbar sein soll.

Laut STA-Direktor Dejaco werden insgesamt 400 Fahrradabstellplätze, eine neue Fußgängerunterführung und eine 100 Meter lange Busüberdachung entstehen. Die schon befahrbare neue Zufahrt vom Stegener Marktplatz aus, haben der Landeshauptmann und der Landesrat bereits ausprobiert. Bereits genutzt wird auch der neue Pendlerparkplatz mit 250 Pkw-Stellplätzen. Pendlerparken dort mit dem Südtirol Pass zu einem reduzierten Preis. Noch im Sommer sollen die Arbeiten für die Überdachungen der Radabstellplätze sowie die Busüberdachung und Elektroarbeiten beginnen.

Das neue Mobilitätshub als intermodale Drehscheibe für den Pusterer Hauptort entsteht auf einem 22.100 Quadratmeter großen Areal am bereits sanierten Bahnhof, das dem Land, der STA – Südtiroler Transportstrukturen AG und der Gemeinde Bruneck gehört. Das Mobilitätszentrum liegt im Fadenkreuz von insgesamt 16 Buslinien und ist nach der Fertigstellung durch vier geeignete Zufahrten, eine neue Unterführung und eine Brücke leicht erreichbar. Finanziert wird das Mobilitätszentrum Bruneck mit Unterstützung des Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung EFRE.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • batman

    Alles im Sinne der Umwelt und des Klimas.

  • pircher

    Sehr geehrter Herr LR Alfreider. Ich frage demütig die Landesoberen ob bei all den Mega-Investitionen noch 3-4 Schaufeln Asphalt übrig bleiben um die gefährlichen Strassenlöcher entlang der Pustertaler Strasse zu füllen. Ihre Untertanen wären Ihnen dafür huldig und bei Touristen würden Sie den Eindruck vermeiden, was die Strassenqualität anbelangt, ein Entwicklungsland zu sein.

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