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Gutachten mit Unfallrad  

Im Jahre 2016 prallte der 71-jährige Bruno Bonaldi mit seinem Rennrad gegen einen Kleinbus und verstarb. Seine Ehefrau Maria Canins und die Tochter erwirken nun ein neues Gutachten zur Unfalldynamik.

von Thomas Vikoler

Es ereignete sich das, was Rennradfahrern auf schnellen Abfahrten zuweilen als Schreckensvision aufblitzt:

Eine Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug und der unvermeidbare Sturz. Genau das wiederfuhr am 7. Juli 2016 gegen 13.00 Uhr dem erfahrenen Rennradler Bruno Bonaldi.

Auf der Abfahrt vom Valparola-Pass stieß er bei St. Kassian er mit einem Kleinbus zusammen. Bonaldi, mehrfacher Teilnehmer der Maratona dles Dolomites, krachte auf den Asphalt, auf dem er kurze Zeit darauf seinen schweren Verletzungen erlag.

Für die Staatsanwaltschaft Bozen, die Ermittlungen zum Tod des 71-jährigen Radfahrers aufnahm, handelte sich um einen Unfall ohne Fremdverschulden. Also beantragte sie die Einstellung des Verfahrens gegen den Fahrer des Kleinbusses, einem Mann aus Deutschland. Gegen ihn waren Ermittlungen zum Verdacht der fahrlässigen Tötung aufgenommen worden.

Die Hinterbliebenen des Verstorbenen, die frühere Spitzensportlerin und Gattin Maria Canins und Tochter Concetta Bonaldi, stellen sich bereits 2016 gegen den Archivierungsantrag der Staatsanwaltschaft.

Nun stellt sich heraus, dass sich das Strafverfahren beinahe fünf Jahre nach dem tödlichen Unfall immer noch in der Untersuchungsphase befindet. Der erste Einspruch der Hinterbliebenen war vom Voruntersuchungsrichter angenommen worden, dieser ordnete an, dass die Staatsanwaltschaft ein Amtsgutachten zur Klärung der Unfallursache durchführen müsse.

Der Archivierungsantrag war allein aufgrund von Zeugenaussagen gestellt worden. Das Amtsgutachten brachte aus der Sicht der Staatsanwaltschaft keine neuen Erkenntnisse, es folgte ein zweiter Antrag auf Einstellung des Verfahrens.

Die Hinterbliebenen stellten sich dagegen und entdeckten einen Formfehler.

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Kommentare (4)

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  • perikles

    Auch so eine Erscheinung unserer Zeit..alles wird angezeigt, keine Eigenverantwortung, und wo es geht, immer ein paar Euros rausholen.

  • baludergrosse

    WOW…

    Die TZ hat mal zur Abwechslung wieder die Zensiertaste gedrückt…
    Ich habe nur ein Problem mit euren Kriterien… welche wohl kaum mit den von euch gestellten Nutzerbedingungen im Einklang stehen…

    Mah, kann mir auch eigentlich WURST sein…

  • wollpertinger

    Obwohl Zeugenaussagen und Amtsgutachten eindeutig sind, wird hier ein Formfehler herangezogen, um weiter prozzessieren zu können. Die Anwälte wird es freuen.

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