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Das Projekt Kölner Hütte

Im Zuge der Bewertung des ÖPP-Projektvorschlags für die Kölner Hütte in Welschnofen hat die zuständige Dienststellenkonferenz das erste Mal getagt.

Mit dem Öffentlich-Privaten-Partnerschaftsprojekt „Kölner Hütte“, das den Abbruch und Wiederaufbau der Kölner Hütte vorsieht, hatte die Landesregierung sich auf Antrag von Hochbau- und Vermögenslandesrat Massimo Bessone zuletzt in ihrer Sitzung vom 20. April auseinandergesetzt.

Dabei erging die Beauftragung, das Projekt und die Kosten im Detail überprüfen zu lassen und mit der Bewertung des Vorhabens durch die Dienststellenkonferenz fortzufahren.

Am vergangenen Dienstag hat nun dazu die erste Sitzung der fächerübergreifenden Dienststellenkonferenz unter dem Vorsitz von Daniel Bedin, Direktor der Landesabteilung Vermögen stattgefunden.

„Als Landesregierung haben wir die Sachverständigen der Dienststellenkonferenz mit der Bewertung und Begutachtung des Projekts beauftragt, im Wissen, dass es sich bei der Kölner Hütte um eine besondere und geschichtsträchtige Schutzhütte handelt, die in die einmalige Landschaftskulisse des Rosengartenmassivs eingebettet ist“, unterstreicht Landesrat Massimo Bessone. „Es ist wichtig und richtig, Südtirols Schutzhütten, die der Sicherheit der Alpinisten dienen und zurecht als Aushängeschilder unseres Landes bezeichnet werden, aufzuwerten und anzupassen. Das muss aber im Einklang mit der Landschaft geschehen. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Fachleute Wissen und Erfahrung mitbringen, um den Sachverhalt entsprechend zu bewerten.“

In der Dienststellenkonferenz sind Experten verschiedener Landesabteilungen (Landschaftsschutz, Raumordnung , Denkmalpflege, Hochbau) und die betroffenen Gemeinden (Bürgermeister von Tiers und Welschnofen) vertreten. Die Experten haben den Auftrag, ihre Gutachten zu erstellen und ihre Wertungen innerhalb 30. Juni abzugeben.

Auch der Kostenpunkt wird im Detail überprüft.

Nach der ersten Sitzung wird die Dienststellenkonferenz wieder zusammentreffen, um die verschiedenen Wertungen nochmals zu diskutieren mit dem Ziel, voraussichtlich innerhalb August 2021 zu einer definitiven Stellungnahme zu kommen.

Auf der Grundlage dieser Stellungnahme wird im Anschluss die Landesregierung per Regierungsbeschluss eine Entscheidung über die Fortführung des ÖPP-Projekts „Kölner Hütte“ treffen.

ÖPP-Projekt „Kölner Hütte“

Der Projektvorschlag der Latemar Karersee GmbH, ausgearbeitet von Architekt Werner Tscholl, zielt auf die bauliche und landschaftliche Neugestaltung des Areals ab.

Das Vorhaben umfasst den Abriss der bestehenden Hütte und an ihrer Stelle die Errichtung eines Gebäudes mit 50 Betten (22 Doppelzimmer und ein Sechsbettzimmer) – mit der Möglichkeit, sowohl in den Doppelzimmern als auch im Sechsbettzimmer jeweils 2 weitere Betten hinzuzufügen, sodass insgesamt eine Bettenzahl von 97 erreicht wird. Zudem ist ein Restaurant mit 360 Sitzplätzen – 172 im Innen- und 188 im Außenbereich – vorgesehen.

Daniel Bedin und LR Massimo Bessone

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • treter

    Der historische unter Denkmalschutz stehende rechte Teil der Kölnerhütte darf NICHT abgerissen werden KLARO!!!
    In den Bergen ober Welschnofen scheint letzthin der Größenwahn ausgebrochen zu sein bzw. der Herr Eisath scheint zu glauben er könne alles „derreissen“. Denke nur z.B. an den geplanten und gottseidank blockierten Glasturm an der Kölnerhütte. Und die Gemeinde bzw. der Herr Bürgermeister lässt sich von gewissen Interessensgruppen vorneweg treiben! Merkwürdigerweise geschieht dies alles unter dem Deckmandel der Ökologie bzw. ein autofreies Gebiet schaffen zu wollen?!
    Bitte aufwachen liebe Welschnofner bevor es zu spät ist! Danke!

  • chewi66

    Wie kann man in der heutigen Zeit, die von Bemühungen für Naturschutz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz geprägt ist, ein solches Wolken-Kuckucksheim planen?
    Die Kölner Hütte ist recht unauffällig in die herrliche Bergwelt eingepasst. Die Planungen zu diesem Glasgiganten sind irrwitzig und verrückt. Rolltreppen und Aufzüge im Gebirge einbauen? Geht es noch?
    Reichen manchen Menschen die schönen Dolomitemtürme nicht mehr? Müssen diese Menschen mit der Berggipfel konkurrieren oder versuchen, sie mit Glaskästen zu übertrumpfen?
    Sollten wir nicht eher der Natur – noch viel mehr als bisher – mit etwas mehr Demut vor der Schöpfung gegenübertreten? Muss jedes lukratives Plätzchen in den Bergen erschlossen werden, nur um immer noch mehr Geld zu scheffeln? Reicht es nicht irgendwann einmal?
    Oder ist der Mensch so unersättlich, dass er auch nicht davor zurückschreckt, sein Weltnaturerbe Dolomiten so zu verbauen und zu verschandeln?
    Liebe Entscheidender*innen des Landes Bozen lasst das bitte nicht zu!

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