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„Eine Zumutung“

Sven Knoll

Die STF giftet: Die Corona-Kommunikation der Landesregierung sei chaotisch und mache jede Planbarkeit für Wirtschaftstreibende zunichte.

Sven Knoll nimmt sich kein Blatt vor den Mund:
„Die Corona-Kommunikation der Landesregierung ist chaotisch und macht jede Planbarkeit für Wirtschaftstreibende zunichte“, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit.
Beim Treffen mit den Klubobleuten des Landtages sei Landeshauptmann Kompatscher ausdrücklich gefragt worden, ob die Gastwirte für die Kontrollen des Grünen Passes zuständig seien. „Seine Antwort war NEIN, die Kontrollen würden ausschließlich von den Ordnungskräften durchgeführt, die Wirte müssten die Gäste lediglich informieren.“
Das sei allen Gastronomiebetrieben daraufhin so kommuniziert worden, so Knoll. „Nun hat es sich die Landesregierung offenbar wieder anders überlegt und bestimmt, dass auch die Wirte Kontrollen durchführen müssen und sogar bestraft werden können.“

Sven Knoll weiter:

Die Landesregierung sollte sich langsam mal vorher überlegen, was sie will, dieses ständige Hin und Her, heute so und morgen anders, ist nicht nur unprofessionell, sondern auch eine Zumutung für die Bevölkerung. Man kann sich auf nichts mehr verlassen, wird aber ständig mit Strafen bedroht.

Abgesehen davon, dass es personell und organisatorisch einen enormen Aufwand für Gastronomiebetriebe mit sich bringt, alle Gäste vorab zu kontrollieren, ist auch zu hinterfragen, ob die Wirte überhaupt rechtlich dazu berechtigt sind, derartige Kontrollen durchzuführen.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (14)

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  • batman

    Diese Landesregierung ist vom Volk soweit entfernt, wie der Mond von der Erde.

  • batman

    Was ihr Politiker noch nicht kapiert habt ist, dass euch das Fundament weg bricht.

  • perikles

    Corona hat den Eindruck noch verstärkt: nichts ist so überflüssig wie Herr Knoll.

    • cicero

      Ich finde Herr Knoll hat schon recht. Bei der Feststellung der Identität beim Alkoholkauf von Jugendlichen hat es ein Gesetz gebraucht. Und jetzt soll jeder Wirt, Barbetreiber Aushilfskellner usw. Einblick in meine Gesundheitsdaten bekommen? Ich glaube da ist höchstens eine unterschriebene Eigenerklärung drin, dass der Wirt aus dem Schneider ist. Außerdem geht es nicht nur um die Gastronomie. Auch die Ticketverkäufer in Museen, die Betreiber von Sprach-und Volkshochschulen und die Kleinkinderbetreuer, Schwimmbäder und einige andere betrifft es genauso. Haben die alle Zugang zu meinen Gesundheitsdaten?
      Die STF sollte nicht lamentieren, dafür aber sich erkundigen, wie der gesetzliche Rahmen ausschaut und dann informieren.

      • mannik

        Kein Mensch bekommt Zugang zu Ihren Gesundheitsdaten, das ist absoluter Blödsinn. Es scheint nur auf, ob sie zugangsberechtigt sind oder nicht, d.h. Sie könnten geimpft, genesen oder getestet sein, das kann keiner der kontrolliert nachvollziehen.
        Knoll hat nur recht, wenn er sagt, dass die Aussage zur Kontrollpflicht anfänglich nicht so klar kommuniziert wurde. Dass die Landesregierung hier die Zügel angezogen hat, hängt damit zusammen, dass offenbar verschiedentlich schon die Umgehung dieser Regelung geplant und auch über die sozialen Medien gepusht wurde. Also ist den Leuten, die so etwas planen nicht zu helfen, da sollte Knoll ansetzen. Aber einen Aufruf zur Vernunft hört man von ihm nie.
        Nachdem es eine Verordnung dazu gibt, ist der Gastwirt natürlich berechtigt sich die Bescheinigung vorweisen zu lassen.

      • baludergrosse

        @cicero
        Wo liegt das Problem?
        Der Wirt bekommt mit dem „grünen Häkchen“ genau die gleichen Gesundheitsdaten, wei mit der von dir angedachten Eigenerklärung – nämlich ganz genau gar keine!!!

        • cicero

          Mit der Eigenerklärung kann ich erklären was ich will, ob es stimmt oder nicht liegt dann in meiner Verantwortung. Mehr kann der Wirt nicht verlangen. Bei der Kindestagesstätten Elki ist es jedenfalls so. Die Mutter die mit dem Kleinkind daran teilnimmt unterschreibt jedesmal eine Eigenerklärung.

          • baludergrosse

            Mit der Eigenerklärung erklärst du doch nur das gleiche, wie das grüne Häkchen erklärt.
            …außer du machst wissentlich eine falsche Eigenerklärung!!!

            Kann dir leider nicht folgen…

          • cicero

            @baludergrosse
            Wenn ich aber evtl. kein smartphone habe, weder genesen noch geimpft bin, dann erkläre ich per Zettel dass ich getestet bzw. dass ich grundsätzlich in Ordnung bin. bin. Entweder erkläre ich es selbst oder die Sanität gibt mit einer Bestätigung preis, dass sie Daten erhalten hat, dass ich getestet wurde. Also gibt die Sanität meine Daten preis und sonst mache ich es selbst. Das ist ein Unterschied. Denn beweisen muss ich den Wahrheitsgehalt ggf. nur den Kontrollorganen. Übrigens wer sagt denn dass das Handy oder das Häkchen genau der Person gehört, die es herzeigt? Da kann man auch allerhand falsch erklären und muss ggf. den Kontrollorganen Beweise liefen und sonst niemandem, da kann man auch eine Eigenerklärung unterschreiben. Beim Kontrollieren des Alkoholverkaufs hat es ein Gesetz gebraucht, dass Wirte Ausweise verlangen können. Hier wennschon muss es auch Ausweiskontrollen geben, sonst ist sowieso der Fälschung Tür und Tor geöffnet. Aber ich frage mich auf Basis welchen Gesetzes muss ich dem Wirt meinen Ausweis zeigen, wenn ich es hingegen nicht muss, dann muss die Eigenerklärung so uns so reichen. Verstehe nicht warum ich ein „Häkchen“ brauche bzw. wieso ein Häkchen sicherer ist als eine Selbsterklärung.

  • waldemar

    „Eine Zumutung“ und darunter das Foto von Sven… passend!

  • jaison

    Ich finde die Landesregierung ist soweit vom Volk entfernt wie der Hr. Knoll von seiner „Arbeit“ zudem sollte auch er selber langsam zu einer Entscheidung kommen… Südtirol oder Großvaterland Österreich…

  • baludergrosse

    Das zu verstehen, brauchen wir aber keinen „Tiroler“, der uns jedes Monat Tausende Euros kostet, für welche wir keinen Mehrwert bekommen!!!

  • ohnehirnlebtmanbesser

    Oh Herr Sven . “ die Kommunikation ist chaotisch „. Es liegt wahrscheinlich an Ihnen sie so zu deuten. Fùr mich ist die Kommunikation der Landesregierund deutlich, klar und verstàndlich. Aber ich bin auch Ohnehirn.

  • mannik

    @cicero – Bei einer Eigenklärung erklären Sie, wie der Name schon sagt, selbst etwas. Wenn Sie die Erklärung entsprechend der Wahrheit abgeben, dann ist sie gleich viel wert wie die offizielle BEstätigung. Wenn nicht machen Sie sich strafbar. Bei einer offiziellen Erklärung (über App oder Bescheinigung) passiert das nicht. Genau so ist es wenn Sie beispielsweise die Erklärung oder das Handy eines anderen benutzen, das würde einer Falscherklärung gleich kommen, mit allen strafrechtlichen Folgen. Bei Eigenerklärungen ist Schwindel Tür und Tor geöffnet, wenn man verfolgt, wie sich Leute bei uns sogar gruppenweise organisieren.
    Es gibt auch hier eine gesetzliche Grundlage, auf dem die Verordnungen des LH beruhen. Das soltle eigentlich schon lange klar sein.

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