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Lebensraum für Lurche

Foto: lpa

Neben dem Bahngraben in Margreid verwirklichen das Landesamt für Natur und das Forstinspektorat Bozen I ein Renaturierungsprojekt.

Ziel dieses Renaturierungsprojektes neben dem Bahngraben beim Zugbahnhof Margreid ist die Förderung von Lebensräumen, die heute im Talboden nicht mehr oder nur vereinzelt vorkommen. Eine Wasserfläche ist Lebensraum für Lurche und Libellen. Auf den Flächen um den Teich soll eine artenreiche Blumenwiese entstehen.

Wasserfläche mit Strukturelementen

Eine ehemalige Obstwiese unmittelbar neben dem Bahngraben beim Bahnhof Margreid wurde von der Stiftung Landschaft Südtirol angekauft, um ein Renaturierungsprojekt verwirklichen zu können. Das Gelände wurde abgesenkt und Wasserfläche geschaffen, die vom Grundwasser gespeist wird, Strukturelemente wie Baumstämme und Astmaterial wurden im Weiher eingebracht. Die von der Stiftung Landschaft Südtirol zur Verfügung gestellte Fläche wird als Biotop unter Schutz gestellt, das Verfahren dafür läuft.

Das Forstinspektorat Bozen I unter der Bauleitung von Amtsdirektor Rainer Ploner übernimmt die Arbeiten. Die Baggerarbeiten sind gerade abgeschlossen. Nun werden noch eine Hecke als Abgrenzung zur Straße gepflanzt und Samen einer artenreichen Blumenwiese ausgebracht. Die Ufer des Weihers überlässt man einer natürlichen Entwicklung, bald werden die ersten Frösche das Wasser aufsuchen.

Konkreter Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität

Die Landesrätin für Raumentwicklung, Landschaft und Denkmalpflege Maria Hochgruber Kuenzer freut sich über diesen konkreten Beitrag zu Erhöhung der Biodiversität: „Besonders in der intensiv genutzten Talsohle müssen ausreichend Trittsteinbiotope und Vernetzungselemente vorhanden sein. Dieses Projekt trägt dazu bei, Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schaffen.“

Projektkoordinatorin Maria Luise Kiem vom Landesamt für Natur hebt hervor, dass es im intensiven Obstbaugebiet nicht leicht sei, Flächen für die Renaturierung zu finden. In diesem Fall hat dies die Stiftung Landschaft ermöglicht.

Das Landesamt für Natur hat die Finanzierung über das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum zur Aufwertung der biologischen Vielfalt von Arten und Lebensräumen sichergestellt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (4)

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  • treter

    Im obigen Text äußert sich die Landesrätin Kuenzer dahingehend dass mit dieser Renaturierung neuer Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten geschaffen wird. Auf der anderen Seite hat die SVP-Mehrheit im Vorjahr einen Beschlussantrag im Landtag zur Rettung des Brixner Auwaldes niedergestimmt! In diesem Waldrest in der Industriezone brüten bekanntlich auch 7 Vogelarten die auf der Roten Liste stehen!
    Meine Frage: wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Vielleicht kann mir das mal jemand erklären….
    Danke im Voraus!

  • george

    So eine kleine Lacke mit Radbewuchs rundum kann niemals einen seit Jahrhunderten gewachsenen Auenwald ersetzen, weder als Biogeozönose noch als Standort mit der schwankenden Wechselwirkung zwischen Flusssystemen und den Böden vor Ort. Landesrätin Kuenzer und all ihre Berater sollen viel besser bestehende Ökosysteme schützen und bewahren, anstatt diese an Industrieunternehmer und Intensivbebauer zu verschachern und dabei sich mit ein paar retuschierten Ersatztümpeln mit Randbepflanzung abspeisen zu lassen.

    • treter

      Unter den ehemaligen Ökosystemen fällt mir die Ilstener Au bei Kiens im Pustertal ein! Unter Regie des Landes Südtirol wurden 8 Hektar Auwald dem Erdboden gleichgemacht. Renaturierung nennt sich sowas! Im Tauferer Tal wurden sogar sage und schreibe 16 Hektar Auwald zerstört….
      Und jetzt soll auch noch der letzte große Auwald des Eisacktales einem Industriegebäude der Firma Progress und Parkplätzen zum Opfer fallen. Basta, es reicht!!!

  • george

    Korrektur: …….. So eine Lacke mit Randbewuchs rundum….

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