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„Unser Tag“

HGV und hds haben am Freitag erstmals den „Tag der Arbeitgeber“ ausgerufen, weil sie sich zu wenig beachtet und wahrgenommen fühlen.

Die Initiative war nicht unumstritten.

Am 1. Mai wird traditionell der „Tag der Arbeit“ gefeiert. Die für Wohlstand und Arbeitsplätze wesentliche Rolle der Südtiroler Unternehmerinnen und Unternehmer findet dabei – leider ebenso traditionell – keine oder kaum Beachtung, klagen HGV und hds.

Aus diesem Grund wurde am Freitag, 30. April, erstmals in Südtirol der „Tag der Arbeitgeber“ ausgerufen – eine gemeinsame Initiative des hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol und des Hoteliers- und Gastwirteverbandes(HGV).

„Ziel mit der Initiative ist es, dem Südtiroler Unternehmertum eine angemessene Bedeutung und Wertschätzung als Arbeitgeber in unserem Lebensraum zu verleihen. Es soll aufgezeigt werden, wer in Südtirol für Arbeit, Einkommen und Wohlstand verantwortlich ist. Allein die Sektoren Handel (Einzel- und Großhandel), Dienstleistungen sowie Hotellerie und Gastronomie beschäftigen mehr als 55 Prozent aller Mitarbeiter der gesamten Südtiroler Wirtschaft. Händler, Dienstleister sowie Hoteliers und Gastronomen gehören zu den wichtigsten Arbeitgebern und Berufsausbildern vor Ort“, erklären hds-Präsident Philipp Moser und HGV-Präsident Manfred Pinzger.

Die genauen Zahlen

26.482 Unternehmen in Südtirol in den Bereichen Handel (Einzel- und Großhandel), Dienstleistungen sowie Hotellerie und Gastronomie beschäftigen insgesamt 148.598 Personen. Dieser Tertiärsektor hat unter der Pandemie allein aufgrund der monatelangen Pflichtschließungen am meisten gelitten und leidet immer noch.

Gerade in herausfordernden Zeiten muss man die Bedeutung der verantwortungsvollen, wertvollen Arbeit unserer lokalen Unternehmerinnen und Unternehmer besonders ins gesellschaftliche Bewusstsein rufen“, betonen die beiden Verbandspräsidenten. Gerade jetzt brauchen Unternehmer jegliche Unterstützung, damit sie weiterhin ihrem großen Auftrag – Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen und zu garantieren und somit auch Wertschöpfung für das Land zu generieren – gerecht werden können. Wie wertvoll gesicherte Arbeitsplätze sind, wird den meisten Menschen erst jetzt wirklich bewusst.

Arbeitsplätze schaffen letztendlich nur die Unternehmerinnen und die Unternehmer, nicht die Politik. Diese muss aber für die entsprechenden Rahmenbedingungen sorgen, umso mehr in schwierigen Zeiten. Jetzt sind die Weichen zu stellen, damit in Zukunft das ‚Unternehmer sein und werden‘ weiterhin attraktiv bleibt. Leistung und Initiative sind zu belohnen und Innovation sowie Unternehmergeist gehören gefördert. So wie die Impfung ein Mittel ist, um die Gesundheitskrise in den Griff zu bekommen, so ist der Leistungsträger Unternehmer das Mittel, um die Wirtschaftskrise zu meistern“, so der abschließende Apell von hds und HGV.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • wurzelsepp

    Eine Runde Mitleid bitte für die Egos unserer Porschefahrer.

  • vogelweider

    Ich empfehle den Südtiroler Arbeitgebern folgendes Gedicht von B. Brecht zu lesen: Fragen eines lesenden Arbeiters. Es erklärt ihre Hybris näher …

  • wurzelsepp

    Wer baute das siebentorige Theben?
    In den Büchern stehen die Namen von Königen.
    Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
    Und das mehrmals zerstörte Babylon
    Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
    Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
    Wohin gingen an dem Abend, wo die Chinesische Mauer fertig war
    Die Maurer? Das große Rom
    Ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie? Über wen
    Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
    Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
    Brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang
    Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.

    Der junge Alexander eroberte Indien.
    Er allein?
    Cäsar schlug die Gallier.
    Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
    Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte
    Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
    Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer
    Siegte außer ihm?

    Jede Seite ein Sieg.
    Wer kochte den Siegesschmaus?
    Alle zehn Jahre ein großer Mann.
    Wer bezahlte die Spesen?

    So viele Berichte.
    So viele Fragen.

    • leser

      Wurzelsepp
      Grosse männer gibt es eben weil es grosse schafherden gibt
      Auch brecht hat seinen lebensunterhalt von grissen männern erhalten daher war er dann auch wieder versöhnlich
      Oder wie geht das mit der katze die sich in den schwanz beisst?

  • wurzelsepp

    Berthold Brecht…

  • vogelweider

    Bravo, Sepp! Wollte es nicht einstellen, weil es mir zu lang schien.

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